Ein nächtlicher Ausflug

  • Lonnegan wusste um das Gebäude und Lonnegan war nicht dumm und deswegen wusste er auch, dass er hier entweder einem großen Bubenstück aufsaß oder dass er es mit der Kaiserin zu tun hatte, denn eine gewisse Ähnlichkeit mit sich selbst konnte selbst die beste Camouflage nicht völlig verdecken. Oder er saß einem Bubenstück mit der Kaiserin auf und da er sich bei alldem gar nicht sicher sein konnte schwankte er zwischen den drei Optionen des haltens, erhöhens oder passens was er jetzt endlich mit Rauchen bewältigen musste. Auch er hatte eine Karte palmiert, doch was half es, wenn man das Argusauge des Scaligers auf den Fingern klebern hatte. Deswegen hielt er den Einsatz und forcierte nicht weiter was auch Jean-Pippin tat.


    Zwei Karten?


    fragte er die Imperatrice um ganz sicher zu sein, dass hier nichts mehr schief ging und genau in dem Moment, in dem sie antwortete würde er ihr die beiden seinigen geben um schließlich die zwei aus seiner Hand auf die seinigen zu legen.

  • Lonnegan erhielt, nachdem Valerie den Straight Flush beisammen hatte, ein viertes Ass und Scally irgendwelche Dreckskarten die nicht der Überlieferung wert sind, die ihn aber gleichwohl grinsen ließen, fast so als hätte er ein goldenes Ei gelegt. Was wo im Pott? Ein Titel den er nicht hatte und deswegen in Ruhe verspielen konnte, das Chateau der Begierde und irgendwas für das Valerie zwar den Schlüssel hatte, von dem Scally aber noch nie etwas gehört hatte. Aber egal.


    Madame? Ihr Einsatz? Vielleicht die dritte Divison oder gar ein Marschallstab?

  • Ein wütender Blick richtete sich gegen della Scala. Musste er mutwillig mit ihrer Tarnung spielen? Valerie blieb die Kaiserin, wenn man genau hinsah und vor allem hinhörte. Sie hatte eine markante, wohlklingende Stimme. Wer wollte konnte sich denken, wer dort am Spieltisch saß. Unnötig noch mehr aufsehen zu erregen.


    Ein Marschallsstab ist billiger. Zudem verkauft man keine Soldaten mehr.


    Valerie sehnte sich das Ende dieses Dramas herbei. Sie hätte zu Hause bleiben sollen.

  • Nachdem Valerie nicht erhöht hatte, ruhte nun Scallys Blick auf Lonnegan der allerdings erstmal keine Regung zeigte, was Jean-Pippins schlechtes Gewissen ob seines Patzers nicht beruhigte. Es war hoch gegangen und für ihn war es genug, doch Lonnegan sah gerade in ihm den Gegner und nahm Valerie in keine Weise ernst. Er würde also in die vollen gehen, was es zu verhindern galt.


    Ich bin nicht so fürs kriegerische, Madame, behaltet euren Stab.


    Worauf er seine Karten auf den Tisch warf was Lonnegans Blick umschwenken ließ


    Nur noch wir beide? Dann will ich sehen.

  • Mit immer breiter werdendem Grinsen legte Lonnegan in Zeitlupe erst ein, dann zwei, dann drei und dann natürlich auch das vierte Ass auf den Tisch und schickte sich an, den ganzen Tisch oder zumindest alle darauf befindlichen Einsätze an sich zu nehmen ohne zu wissen, dass die Kaiserin ein besseres Blatt auf der Hand hatte. Da sie das nicht sofort tat, würzte der Unsympat sein tun noch mit einem


    Mal gewinne ich... und mal verlieren die anderen. Sie spielen wohl oft in Landschulheimen, DELLA SCALA.


    den er wohl offensichtlich erkannt hatte. Dann lachte er dreckig, wobei etwas, was wohl auf einer Pizza oder ähnlichem sein Leben ausgehaucht hatte auf den Tisch flog und wackelnd auf Scallys Wecshel zum Liegen kam.

  • Wenn sie erlauben Monsieur Lonnegan, ich würde ihnen und selbstverständlich auch den restlichen Herrn am Tisch mein Blatt zeigen.


    Unaufgeregt lächelte sie Lonnegan an.


    Ohne Showeinlage legte Valerie ihren Straight Flush in einem Zug auf den Tisch. Sie verzog nicht einmal eine Wimper.

  • Lonnegan wurde erst rot, dann weiss, dann wieder rot uns sprang wutentbrannt auf


    Verdammte Schlampe... Dich werde ich lehren ...


    wobei er erstmal Scallys abgeworfene Karten aufdecken wollte. Vielleicht hatte ja jemand während des Spieles hineinsehen, doch Scally ließ das nicht zu und Lonnegan riss sich die Pranke an dem Messer welches ihm zuvorgekommen war und nun, noch vibrierend in den Karten steckte die natürlich nicht mehr die waren, die er eben noch abgelegt hatte und die nun in Valeries Blatt auf dem Tisch lagen. Hin und her ging Lonnegans Blick und seine Augen sprühten wie Blitze und hätten sicher getötet, wenn diese denn möglich gewesen wäre.


    ... steckt also unter einer Decke, fucking Schweinspac.


    da er sie als leichtere Gegnerin ausgemacht hatte, schickte er sich, sich auf Valerie zu stürzten.

  • Nun machte es sich zum ersten Mal bezahlt, dass ihr Vater sie zum Training bei der Spezialeinheit der kaiserlichen Gendarmerie geschickt hatte. Blitzschnell sprang Valerie von ihrem Stuhl und dann einen Schritt zurück. Lonnegans Angriff lief ins Leere. Im passenden Moment schlug sie mit beiden Fäusten auf den Specknacken des Angreifers als dieser an ihr vorbei griff und fiel. Immer noch hatte sie Lonnegan im Auge, schaute dann aber kurz zu della Scala hinüber. Sie bemerkte nicht, dass ihre blonde Perücke nicht mehr korrekt saß.

  • Der Zedarier war anscheinend geflüchtet und der Scherge, der, wie auch immer ins Zimmer gestürmt gekommen war um seinem Padre Lonnegan zur Seite zu stehen schrieh am Spieß als Jean-Pippin ihm seinen Dolch in die Tatze rammte mit der er gerade nach ihm greifen wollte als plötzlich das Licht ausging. Weswegen auch immer, davon wird vielleicht noch zu reden sein.


    Das zumindest akustische Chaos konnte keiner der Anwesenden später wirklich nachvollziehen und ob es nun Sekunden, Minuten oder was auch immer gedauert hatte, war auch schwer zu sagen, vor allem für Scally der bewusstlos und verletzt auf dem Boden lag als das Licht wieder anging.


    Gefunden wurde er von der Bedienung die wir vorhin schon kennengerlent haben, die vielleicht auch die war, die alle Wetteinsätze in Sicherheit gebracht hatte, verschwunden waren sie auf alle Fälle, genau wie der Zedarier und der Scherge den Scally gelöchert hatte wohin gegen Lonnegan auf dem Boden lag und dies auch allein deswegen nicht unterbrechen würde da er anscheinend tot war. Oder vielleicht knapp davor.

  • La Motte war sich die ganze Zeit nicht sicher gewesen doch er beobachtete die kleine, die nach seinen Informationen die Kaiserin sein sollte ganz genau und es war auch La Motte der auf die App seines Handys tippte um "Zugriff" zu flüstern als die Perücke unserer Schönen verrutschte und er sich völlig sicher war. Dafür hatten sie schon seit Stunden in diesem stinkenden Kabuff ausgehalten, dafür saß Qais al-Jalali nebenan und spielte einen Zedarier.

  • Ein einziges Chaos. Valerie konnte nicht sich nicht lange ihrem scheinbaren Sieg erfreuen. Lonnegan lag röchelnd am Boden. Wie eine Raubkatze schaute sie sich um. Valerie war trainiert, aber unerfahren, sonst hätte sie bemerkt, dass der Zedarier den Raum verlassen hatte. Sie wollte ihrem Begleiter zu Hilfe eilen. Weit kam sie nicht. Jemand packte sie. Ein Piekser im linken Oberarm, es wurde Nacht!

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