Beiträge von Jean-Pippin della Scala

    Der Zedarier war anscheinend geflüchtet und der Scherge, der, wie auch immer ins Zimmer gestürmt gekommen war um seinem Padre Lonnegan zur Seite zu stehen schrieh am Spieß als Jean-Pippin ihm seinen Dolch in die Tatze rammte mit der er gerade nach ihm greifen wollte als plötzlich das Licht ausging. Weswegen auch immer, davon wird vielleicht noch zu reden sein.


    Das zumindest akustische Chaos konnte keiner der Anwesenden später wirklich nachvollziehen und ob es nun Sekunden, Minuten oder was auch immer gedauert hatte, war auch schwer zu sagen, vor allem für Scally der bewusstlos und verletzt auf dem Boden lag als das Licht wieder anging.


    Gefunden wurde er von der Bedienung die wir vorhin schon kennengerlent haben, die vielleicht auch die war, die alle Wetteinsätze in Sicherheit gebracht hatte, verschwunden waren sie auf alle Fälle, genau wie der Zedarier und der Scherge den Scally gelöchert hatte wohin gegen Lonnegan auf dem Boden lag und dies auch allein deswegen nicht unterbrechen würde da er anscheinend tot war. Oder vielleicht knapp davor.

    Nachdem Valerie nicht erhöht hatte, ruhte nun Scallys Blick auf Lonnegan der allerdings erstmal keine Regung zeigte, was Jean-Pippins schlechtes Gewissen ob seines Patzers nicht beruhigte. Es war hoch gegangen und für ihn war es genug, doch Lonnegan sah gerade in ihm den Gegner und nahm Valerie in keine Weise ernst. Er würde also in die vollen gehen, was es zu verhindern galt.


    Ich bin nicht so fürs kriegerische, Madame, behaltet euren Stab.


    Worauf er seine Karten auf den Tisch warf was Lonnegans Blick umschwenken ließ


    Nur noch wir beide? Dann will ich sehen.

    Lonnegan erhielt, nachdem Valerie den Straight Flush beisammen hatte, ein viertes Ass und Scally irgendwelche Dreckskarten die nicht der Überlieferung wert sind, die ihn aber gleichwohl grinsen ließen, fast so als hätte er ein goldenes Ei gelegt. Was wo im Pott? Ein Titel den er nicht hatte und deswegen in Ruhe verspielen konnte, das Chateau der Begierde und irgendwas für das Valerie zwar den Schlüssel hatte, von dem Scally aber noch nie etwas gehört hatte. Aber egal.


    Madame? Ihr Einsatz? Vielleicht die dritte Divison oder gar ein Marschallstab?

    Lonnegan wusste um das Gebäude und Lonnegan war nicht dumm und deswegen wusste er auch, dass er hier entweder einem großen Bubenstück aufsaß oder dass er es mit der Kaiserin zu tun hatte, denn eine gewisse Ähnlichkeit mit sich selbst konnte selbst die beste Camouflage nicht völlig verdecken. Oder er saß einem Bubenstück mit der Kaiserin auf und da er sich bei alldem gar nicht sicher sein konnte schwankte er zwischen den drei Optionen des haltens, erhöhens oder passens was er jetzt endlich mit Rauchen bewältigen musste. Auch er hatte eine Karte palmiert, doch was half es, wenn man das Argusauge des Scaligers auf den Fingern klebern hatte. Deswegen hielt er den Einsatz und forcierte nicht weiter was auch Jean-Pippin tat.


    Zwei Karten?


    fragte er die Imperatrice um ganz sicher zu sein, dass hier nichts mehr schief ging und genau in dem Moment, in dem sie antwortete würde er ihr die beiden seinigen geben um schließlich die zwei aus seiner Hand auf die seinigen zu legen.

    Der Zedarier wie gesagt nicht. Der stieg ja aus, beschloss aber noch sitzen zu bleiben um das Spiel weiter zu verfolgen was sich auch lohnte, denn Lonnegan erhöhte.


    Dein Titel….


    Worauf er einen Scheck über den von Scally gesetzten Betrag ausstellte, die Kaiserin aber mit Ignoranz strafte wobei es ihm egal zu sein schien, wie sie ihrem Einsatz abzusichern gedachte.


    … und das Château Pierrefonds auf dem Colle Palatino.


    Wobei er sich voll und ganz darauf verließ, dass die Bedienung ihm ein Zeichen gegeben hatte und er so wusste, dass Scally ihn mit den drei Karten, dieser noch auf der Hand hatte, unmöglich schlagen konnte.

    Verdammt. Scallys Augenbraue zuckte für einen Augenblick als er ahnte, dass sie aussteigen würde. Und dabei war alles so einfach. Er würde er nicht einfach zwei, sondern seine zwei Karten geben und sie würden , nein SIE würde alles gewinnen, doch nun? Was tun? Das Risiko war zu groß und sie war sich offensichtlich unsicher. Während es so schrieb befreite er sich also vom Slipper um dann Lonnegans Unterschenkel so zu berühren, fast so als würde es Valerie tun, fast so als wäre sie eine Schlampe die ihn anmachen wollte und so schaute Lonnegan auch und grinste die Kaiserin lasziv an. In genau diesem Moment bog Scally seine beiden Karten, Pik ver und sechs für eine Sekunde oder weniger hoch und die Kaiserin würde es jetzt eben sehen odr eben nicht. Fast zeitgleich warf der Zedarier seine Karten in die Mitte und stieg aus. Wenn sie jetzt ausstieg, dann würden sie sich den Weg wohl freischießen müssen.

    Nachdem Lonnegan den Einsatz gehalten, aber nicht weiter erhöht hatte, sah sich Scally die drei Karten ins einer Hand erneut an und nickte, wartete bis man die Getränke gebracht hatte und schob dann den geforderten Einsatz in die Mitte. Als der Zedarier meinte, am Spiele zu sein, hob er allerdings die Hand.


    Ich würde gerne erhöhen, müsste meinen Einsatz aber verschriftlichen da ich ihn nicht auf den Tisch legen kann. Ich denke, ich bin hier genug bekannt um einen Wechsel ausstellen zu können. Wenn dies so ist, so würde ich gerne das Herzogtum Treviso, ein Grosslehen des Kaiserreiches setzen. Es wirft eine jährliche Rendite von 50000 ab und ist ca drei Millionen Livre wert. Ich würde es für dieses Spiel mit der Hälfte werten wollen? Gibt es gegen den Einsatz Einwände?


    Ohne auf eine Antwort zu warten begann er den Wechsel auszufüllen.

    Wer Lonnegan in die Karten hätte sehen können, der hätte ob seiner drei Asse verstanden, warum dieser sehr siegessicher grinste und die Kaiserin, die niemand als solche auch nur erahnte, mit einer Bemerkung abzuqualifizieren gedachte.


    Dann wird Frollein, wie die Tromontanier zu sagen pflegen, auch dies bringen müssen.


    worauf er um fünfzigtausend Livre erhöhte die Scally wiederum hielt nachdem er seufzend in seine Karten gesehen hatte. Auch der ZEdarier hielt den Einsatz was Scally auch erwartet hatte, schließlich kannte er auch dessen Blatt. Nun war es an der Kaiserin entweder noch einmal zu erhören, zu halten oder zu passen. Beim Halten würde man an den Tausch der Karten gehen, aber das war die kleinste Mühe. Scally legte Pik vier und sechs vor sich ab und tat ansonsten unbedarft.

    Noch war es nicht soweit und Lonnegan gewann mit einem Flush gegen Valeries zwei Paare und so wechselten sowohl in diesem Spiel als auch in den nächsten drei in denen erst der Zedarier, dann die Kaiserin und schließlich Lonnegan gaben einige zehntausend LIvre den Besitzer und in drei der vier Spiele war es Lonngegan der das Geld einstrich. Als der Scaliger wieder gab war trotz des verher gesprochenen die Luft im Raum zum Schneiden was allerdings keiner tat. Valerie erhielt Herz zwei, Pik drei, Pik fünf, Pik sieben und Karo Ass und der Zedarier, der mit leuchtenden Augen zwanzigtausend Livre in den Pot schob wohl ein gutes Blatt.


    Irgendwann reisst ihre Strähne, Linnaman


    betitelte Scally den allein dadurch schon sichtlich wütenden Menschen rechts von ihm und schnippte mit dem Finger, worauf eine langebeinige Schönheit die er ansonsten aber ignorierte, seinen Drink gegen einen neuen tauschte.


    und Madame?


    wandte er sich an Valerie


    sie sind noch dabei?

    Lonnegan sagte erstmal nichts, geschweige denn das er sich outete wieviele Karten er tauschen wollte und zog stattdessen eine Zigarre hervor die er jetzt wohl zu rauchen gedachte. Einer seiner Lakaien sprang gehende herbei um ihm Feuer zu geben während Lonnegan die dreitausend und weitere zehntausend brachte. Doch kaum brannte das Rauchgut, schon schlug es ihm Scally behende aus dem Mund ohne ihn ansonsten auch nur im geringsten zu berühren.


    Es roch draussen schon genug nach Lumpen, Padre. Lassen Sie uns hier atmen, ok? Dafür bringe ich auch Ihre zehntausend.


    Für die er einen Wechsel zeichnete um diesen dann auf den Tisch zu legen. Seine Karten hatte er immer noch nicht angesehen. Bevor Lonnegan auch nur antworten konnte passte der Zedarier.

    Erstmal war der Zedarier dran und dieser warf erstmal eine. Blick in seine Karten, legte Sie wieder verdeckt auf den auf den Tisch und erkundigte sich nach den Limits. Scally sah ihn an als sei er ein unartiges Kind, sagte aber nichts während Lonnegan erklärte, mit Limits würde nur in den Landschulheimen der Markgrafschaften gespielt worauf hin der Zedarier die dreitausend ebenfalls brachte und Valerie am Zuge war während Lonnegan mit einem Stapel von 10 Jetons zu spielen begann, fast so, als wollte er auf zehntausend erhöhen. Erst nachdem eine Runde niemand erhöht hatte, würde sich der Zedarier als erstes erklären müssen wieviele Karten er denn tauschen wolle. Aber jetzt war erstmal die Kaiserin am Zuge.

    So saßen Sie da nun an einem Vierertisch und kannten keinen derjenigen, die bislang mit Ihnen gespielt hatten und es war auch gar nichts weiter zu sagen bis auf einen Flush mit dem Valerie ein wenig kleines Geld machte und es verging auch mindestens eine Stunde in der der eine oder andere ging und durch jemanden anderen ersetzt wurde wobei sich alle das Geld der Kaiserin mehr oder weniger teilten. Erst nach einer Stunde oder so gesellte sich besagter Geldbolzen, Lonnegan des Namens zu ihnen und tat durcaus so als gehörte ihm die Welt. Gespielt wurde Draw, Scally gab und Valerie erhielt zwei fünfen, zwei siebenen und ein As. Der Typ hinter ihr, mit Lonnegan gekommen hatte gute Chancen es zu sehen wenn er denn wollte. Scally saß ihr gegenüber, Lonngan links. Der Tisch wurde einen Zedarier im vergüldeten Kaftan komplettiert. Scally setzte ohne sich seine Karten auch nur anzusehen.


    Drei.


    und die ersten 3000 Livre lagen auf dem Tisch.

    Sie sahen den Blutenden nicht wieder und gingen ein wenig später, ohne das jemand im Lokal den Vorfall auch nur mit dem Zucken einer Wimper kommentiert hätte, in einen der Nebenräume nachdem Jean-Pippin der Kaiserin noch ein paar einleitende Worte zugeflüstert hatte.


    Wir haben uns jetzt angekündigt, schön, dass das geklappt hat. In dem Raum in den wir gleich gehen, wird Poker gespielt. Man wird Dir einige Jetons geben ...


    wobei die goldenen, von denen Valerie gleich 20 bekommen würde, einen Wert von 1000 Livre das Stück hatten. Aber über Geld würde man nicht sprechen.


    Spiel wie Du magst, aber komme was wolle, alle bis auf einen müssen weg. Das ist der nächste Teil der Ankündigung.


    Danach würde er irgenwann geben und die Dame, die der Kaiserin irgendwie ähnlich sah, würde von jedem im Raum als nunmehr fast ausgenommene Pute wahrgenommen werden.


    Die Regeln sind klar?

    Nicht nur das EHH stoppte Pierre, auch der Dolch, aber ganz besonders die Hand Jean-Pippins, welche das Handgelenk des Grabschers gefasst hatte, macht ein Fort-, aber auch Wegkommen kaum möglich.


    Citoyen, darf ich Ihnen helfen etwas zu lernen


    passte wohl kaum zum Geschehenen, presste der Senator die Hand doch langsam gegen den Dolch bis dieser die Haut zwischen den Fingern zu spalten begann. Erst dann warf er die Hand schon fast weg und ignorierte sie fortan


    Ich will Dich hier heute nicht mehr sehen.


    War der einzige Kommentar der, ob des Eigentums des Ladens, durchaus auch durchsetzbar war was allerdings kaum einer wusste.


    Der in Aufbrausung befindliche Pierre wurde von seinem Chef mit sich genommen und würde wohl auf Rache lauern, ward aber zumindest an diesem Tag nicht mehr gesehen.

    Schlagen erwies sich hier als unnötig, ging es doch viel zu schnell um irgendetwas wirklich zu sehen, doch was geschah war folgendes: Pierre streckte, ganz wie erwartet, im Vorrübergehen eine Hand nach dem kaiserlichen Podex aus was einerseits dessen Form und andererseits seinem Spitznamen geschuldet war, nannte man ihn doch „die Hand“. Doch diese Hand, blind und im Gefühl des sicheren Sieges ausgestreckt, fand sich alsbald mit einer blanken Klimge konfrontiert die Jean-Pippin mit einer schnellen Bewegung in das Holz des Stuhles gerammt hatte die die da noch friedlich vor sich hin vibrierte. Die Tatsache, dass diese nun zwischen zwei Fingern des grabschers steckte stoppte diesen.

    Es kommt immer darauf an ob man etwas mag oder ob man etwas nicht mag. Ich selbst mag solche Übergrifflichkeiten nicht und es wäre mir eine Freude den Herren in die Schranken weisen zudürfen. Wenn ich darf, dann rutsch doch ein wenig auf dem Stuhl nach vorne, ich bräuchte ein wenig Platz. Es gibt selten die Gelegenheit sich für die Kaiserin in Bresche zu werfen.


    Die drei waren näher gekommen und auch die schwarzhaarige Schönheit sah gespannt was kommen würde.

    Nicht sehr….


    Sie hattein sich gesetzt und die Barkeeperin begann das bestellte zu mixen wobei Scally ja gar nichts gesagt hatte, aber das unterstrich nur, dass er hier wohl öfter war


    Nennen wir es dekadent. Oder nennen wir es ehrlich. Ich denke, dass in unserem Land die Korruption das kleinste Problem ist aber wir sind ja nicht hier um über Politik zu reden.


    Die Türe hatte sich wieder geöffnet und ein stämmiger, zwar nicht dicker aber schon kräftiger Mann war zusammen mit zwei nicht ganz so gut gekleideten Gestalten eingetreten um sich jetzt suchend umzusehen.


    Das ist er. Lonnegan, stinkreich und nicht so dumm wie er aussieht. Der kleine neben ihm ist Pierre. Ich wette einen Eugenodor darauf, dass er Dir im Vorrübergehen an den Hintern fasst.

    Jean-Pippin lächelte und zeigte auf einen abseits sitzenden Mann dessen Augen nur mehr schlitzen glichen und dessen Grinsen breiter war als er selbst.


    Das ... war der Polizeipräfekt. Ich glaube so bis vor fünf Jahren, bis zum Avenue de la Cleve Skandal. Wohingegen das ...


    jetzt zeigte er wieder auf den anderen


    Der Polizeipräfekt IST. Wir sind hier also sicher. Das Spiel beginnt immer um zwanzig nach, wir haben also ZEit. Was trinkst Du?

    Weder noch, aber ich kann sie gerne für Dich öffnen.


    nahm er den Ball erstmal auf und öffnete die Türe nachdem er um den Wagen herum gegangen war. Über dem Eingang hing eine Überwachungskamera, leuchte einmal rot, dann blau und die Türe öffnete sich zwar nicht durch Geisterhand aber immerhin automatisch um einen kleinen Vorraum preiszugeben der zu einer Garderobe links und den Toiletten rechts führte. Man schien den Senator hier zu kennen, vor allem die Garderobiere bekam ein "ichwerfmichaufdenrücken"-Lächeln kaum noch aus dem Gesicht, tat es dann aber doch nicht. Beim öffnen der Türe in den ersten Hauptraum schlug einem ein süßlicher Rauch entgegen der jedem der ihn kannte natürlich sofort gefiel. Ein Herr, pikanterweise der Polizeipräfekt von Corinnis, erblickte die Neueingetroffenen, sagte aber nichts sondern zog auf Unauffälligkeit hoffend den Kopf ein. Die schwarzhaarige Schönheit an seiner Seite starrte allerdings Valerie interessiert an, hatte sie doch die Reaktion ihres Galans bemerkt.

    Ist Geld denn nichts anderes, als ein Speicher von Macht und Einfluss, Macht einer für Geld und Einfluss und Einfluss einer für Geld und Macht? Ist nicht alles ein und dasselbe?


    philosophierte er so für sich hin, hielt denn Wagen dann aber an worauf sie vor einer Bar standen die sich in nichts von anderen Läden der Hauptstadt unterschied, sich aber im inneren als deutlich größer erweisen würde als er von aussen aussah, nahm er doch den ganzen Block ein.


    Wir sind da.


    kommentierte er sein tun ohne wirklichen Sinn und stieg aus um ihr die Türe zu öffnen.