Penthouse - rue des roses No. 1

Nach dem Frieden von Saint Felieu im Jahre 1764 ruhten die Waffen zwischen dem Empire Outremer und seinem östlichen Nachbarn, dem Guffmanischen Reich zwar und auch die mittleren Provinzen Morven, Moria und Igraine waren dem Reiche gewonnen, doch war der Unterschied zwischen dem gelobten Land Outremers mit seinen friedliebenden, nur manchmal mordenden und nur zu bestimmten Phasen Unzucht treibenden Bürgern und den meist in den Sandstürmen der Le Grand Peut Halbinsel (oqcianisch Grand’p’ut, empirisch Laconien), der sogenannten Streusandbüchse, zeltenden Staubschluckern zu unterschiedlich, um dauerhaft Frieden zu bedeuten. Zudem gab ein immerwährender Wanderungsdruck frenqischer Siedler in Richtung des östlich an Moria angrenzenden Gebietes gar machen Grund zum Zwiste die schließlich in den vierten isfahanischen Krieg zwischen den Guffmanen (wohlbekannter Weise ein Teilvolk der Isfahanen, was den der Empirischen Elite allerdings egal war. „Alles Kasemuffen“ sagt man ja schließlich noch heute im rotweintrinkenden Bildungsbürgertum) mündeten, in welchem die Satrapien Morgaine, Drangiane, Touraine und Sogdiane zusammen mit dem gesamten südlichen Ufer Laconiens nicht nur tributpflichtig, sondern mit den neue Provinzen Dreux und Evreux sogar Teil des Reiches wurden. Diese beiden Provinzen waren somit von 1808 bis 1879 Teil des Reiches, waren dann genau wie die Republik Berry (damals noch in Myrtille und Fraise geteilt) unabhängig aber tributpflichtig und werden erst bei einer erneuten hanebüchenen Gelegenheit in durchaus verbrecherischer aber vor allem burschikoser Weise annektiert. Erst durch den Einspruchs Nordhanges und vor allem Andros wurden die Pläne der Connetable Anielle Saint-Just, neben der Sogdiane, welche ohne jedes Interesse für hegemoniale Interessen war, der Provinz Dreux die zu 88,4 % frenqisch besiedelt war und einigen anderen, kleineren Gebieten, wegen denen niemand einen Panzer abstaubt, auch gleich den ganzen, zumindest marginal berechtigten Anspruch auf die anderen oben genannten Gebiete durchzusetzen, vereitelt. Selbst die Provinz Evreux, wurde nur besetzt aber nicht einverleibt, doch auch hier ist der Einfluss des Reiches im jetzigen Palatinat mehr als zu spüren.

  • Im Fahrstuhl bemerkte er wie nervös seine Leonor wirklich war. Nervös, unsicher, hilflos. Plötzlich war er mehr als nur ein Mann der einer Frau eine Nacht der Liebe bereiten wollte. Mit Leonor war scheinbar alles anders. Minik und Gesten passten nicht. Er wollte aber auch nicht, dass sich Leonor wir ein Schaf auf dem Weg zur Schlachtbank fühlte. Sie war kein Mädchen für eine Nacht. Er wollte mehr, er wollte sie und nicht nur für eine Nacht.


    Kaffee, Baguette, Butter und Pflaumenmus. Alles was Du willst, kleine Zicke.


    Mit einer Hand zauberte er die Wohnungsschlüssel hervor, denn mit der anderen hielt er die Hand Leonors. Es war mehr als nur ein festhalten, es war ein Bedürfnis nach Nähe.


    Ich werde ganz brav sein. Eben war ich noch dein Pirat. Jetzt will ich nur noch der Mann sein, der Dich glücklich macht, Ella.


    Sie hatte sich ihm als Ella vorgestellt, er fand den Namen schön und blieb dabei.

  • Ich heiße Leonor. Das ist mein Rufname.


    Seine Hand fühlte sich so warm, so besitzergreifend. Fieberte Leonor solch einer Beziehung nicht entgegen? Was ist denn jetzt plötzlich los? Sie war zurückhaltend und doch zauberte sich dieses kecke Lächeln, selbstsicher, als ob sie ein Geheimnis kannte.


    oder Deine kleine Zicke. Ich habe nichts dagegen. Pfkaumenmus ist mein Favorit. Die Konfitüre erinnert mich an den späten Sommer, an die Wärme, an duftende Luft. Schon allein damit wirst Du mich glücklich machen. Ich bin verzogen, Jean. Und ich bin mir noch nicht sicher, wen ich mehr mag, einen Piraten doer einen Mann, der mich glücklich machen will.


    Warte.


    Als Jean die Tür öffnete, zog Leonor ihn leicht zurück. Dann schon sie ihren Kopf rein und blickte nach rechts und links, dann machte sie einen riesengroßen Schritt als erste in die Wohnung und wedelte kurz mit der flachen Hand vor dem hals, um dann erleichtert aufzuatmen.


    Danach dreht sich Leonor zu Jean und ihr Lächeln wurde zum triumphierenden Grinsen


    Willkommen! und keiner außer uns da.

    Neugierig , wie eine Katze, die zum ersten Mal die Wohnung betrat, schnüffelte Leonor überall und hinterließ ihren Parfümduft. Ihre Bewegungen waren elegant auch in diesem Kleid mit grellen Farben.

  • Frech war sie ... machmal. Jean schien es, als ob seine Ella oder wie sie es nun will sein Leonor noch ein wenig unfertig war. Das sie ein wenig Führung gut gebrauchen konnte.


    Wer sollte denn auch hier sein? Wir sind hier garantiert alleine.


    Ein schiefes Lächeln. Wieder hob er Leonor hoch und küßte sie. Dann trug er sie in sein Schlafzimmer. Das große Bett stand auf einer Empore und bildete den optischem Mittelpunkt des Raumes. Der gesamte Raum war in dunklem rot und schwarz gehalten. Dezent und indirekt beleuchtet, war er gemütlich, aber auch etwas düster. Genauso wollte es Jean haben.


    Pflaumenmus gibt es später .... viel später.


    Er legte Leonor nicht auf das Bett, sondern drehte sie wie beim Tanz. Erst dann, legte er Leonor auf das Bett.

  • Sie erwiderte seinen Kuss. Ihre Lippen waren weich und... sie küsste gut, doch das war nicht seine erste Frau, die er geküsst hatte. Irgendetwas stimmte nicht. Sie gab zu schnell nach. Er erinnerte sich an ein Mädchen, an seinen ersten Kuss. So ungelenk war das auch nicht, jedoch dieses Gefühl blieb. War das etwa ihre erste Erfahrung? Denkt ein Mann darüber überhaupt nach? Leonor dachte nicht. Sie genoß seine Dominanz und seine Küsse, seine Hände über ihren Körper. Ihre mackellose Haut schimmerte errötet in diesem gedämmten Licht. Sie war einfach zu klein für das große Bett.


    Es ist eine Gewohnheit. Niemend kennt Geheimgänge des Palastes besser als ich. Oft stand ich hinter der Geheimtür und lauschte erst, ob jemand im Zimmer ist. Und dann schrie Mutter die Bediensteten an, wo ihre Lieblingspralinen geblieben sind.


    Sie kicherte leise.


    Alles hat seinen Grund.


    Ihr Gesicht war so nah an seine Lippen.

  • Wie ein verliebter Dackel schaute er seine Prinzessin an. Strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn und küßte sie mit sanftem Druck und leicht fordernd. So wie Leonor küßte, hatte sie noch nicht viel geküsst. Hatte sie überhaupt ... Jean verdrängte den Gedanken nicht, beantwortete diese Frage aber auch nicht, sondern ließ es einfach gesehen.


    Nach dem Kuß begann Jean seine Leonor zärtlich von diesem Kleid zu befreien. Immer wieder küßte und streichelte er sie dabei, bis es Stück für Stück weniger Stoff auf ihrem verführerischen Leib gab.


    Und ob alles seinen Grund hat, Leonor.


    Seine Zähne gruben sich sanft in ihren schlanken Hals. Sein Atem ging schneller und er fühlte wie er diese schöne Frau begehrte.

  • War sie bereit? Sie spürrte, wie die Erregung ihren Körper übermannte, doch ihr Geist war wach. Sie bekam Angst vor dieser Veränerung. Ihr Körper fröstelte und glühte zugleich. Das leise Stöhnen war eher wie ein Hilferuf. Diese Haselnusaugen, fast im demselben Ton wie das seidige lange Haar blickten zu ihm kurz und schloßen sich. Leonor spürte diese aufsteigende Lust mit jedem Millimeter ihrer Haut. Leonor. Er hat sie so genannt, nicht Ella. Leonor, sie war und ist Leonor. Ihre Arme wickelten sich um seinen Körper und pressten sie an ihn. Es war kein Entkommen mehr, für beide.


    Du...bist...mein Pflaumen...mus..


    stöhnte Leonor zwischen seinen Küssen.

  • Nervös war Jean nicht, auch nicht unentschlossen oder ängstlich. Nein, er war vielleicht etwas unsicher, weil er neben ihrer Erregung, ebenso Leonors Zwiespalt spürte. Nun wusste er, dass sie keinerlei Erfahrungen besaß. Was für manche Männer die Krönung einer Liebesnacht schlechthin war, war für Jean im Bezug auf Leonor eine große Verantwortung. Sie war für ihn kein One Night Stand.

    Es fehlte nur noch wenig, bis seine kleine Zicke nackt in seinen Armen lag. Nur eine Milisekunde zögerte Jean, doch als sie ihre Arme um ihn schlang, gab es kein halten mehr.


    Ich ... ich will mehr ... sein


    Jean schloss seine Augen und küßte die Frau die es geschafft hatte, dass er sich Hals über Kopf verliebt hatte. Zielstrebig ging er nun seinen Weg, von dem er hoffte, nein wusste, dass es ein gemeinsamer Weg werden würde.

  • Wir verschweigen die Einzelheiten dieser Nacht, es war mehr geliebt als geredet. Besser gesagt, es war gar nicht geredet. Bis beide vor Erschöpfung einschliefen.


    Zersaust, Makeup über die Bettwäsche verschmiert, was von Jean nicht aufgegessen oder weggeleckt wurde. Ihre Nase stubste in seinen Oberarm und er spürte den gleichmäßigen Atem dieser Frau an seiner Seite.


    Leonor spürte eine Bewegung.


    Noch nicht, Chloe.. schla...


    Und wieder die Stille. Das Licht der Morgenstunden zauberte in ihrem Haar goldene Strähnen und sogar in diesem unordentlichen Look war sie nicht weniger begehrenswert als gestern. Ihr sanfter blumiger Duft kitzelte seine Nase und hat sich wohl im ganzen Bett eingeniestet. Sie roch nach ihm auch. Er fühlte seine unsichtbaren Spuren auf Leonors Haut. Dolores sah anders aus. Ein Zauber? Ist das die Liebe, welche die Sicht ändert? Leonor schien nicht aufwachen zu wollen.

  • Jean hatte sich nicht getäuscht, sie hatte wirklich noch keinerlei Erfahrungen. Trotzdem kam es ihm nicht in den Sinn sich damit zu rühmen der erste Mann in ihrem Leben gewesen zu sein. Dazu liebte er die kleine schöne Frau zu sehr. In den Träumen dieser Nacht, drehte sich alles um Leonor. Sie war tief in ihm.

    Als er langsam aufwachte und spürte das Leonor noch neben ihm lag, war der de glücklichste Mensch auf diesem Planeten. Er drehte dich auf die Seite, stützte seinen Kopf auf einen seiner Arme und betrachtete die nackte Frau die neben ihm lag. MIt der anderen Hand strich er zärtlich über ihre nackte Schulter. Ganz leise und mehr nur für sich: Ich liebe Dich, kleine Zicke. Kleine wundervolle Zicke.

    Sie war so ganz anders als seine letzte Freundin. Dolores war groß und blond. Sie hatte nicht umsonst, als Modell für die großen Modehäuser Corinnis gearbeitet. Aber sie hat immer gewusst, wie sie aussah und wie sie auf Männer wirkte. Trotzdem war sie Lichtjahre weit weg. Sie war in dem Augenblick verschwunden, als er Leonor sah.

  • Leonor öffnete halb verschlafen noch die Augen. Sie hörte seine Worte über die Liebe nicht. Schlafgetrunken kuschelte sie sich an seinen Körper und das war die zärtliche Nähe, die an seinem Herzen kratzte.


    Leonor wachte langsm auf, streckte sich und öffnete nun endlich die augen. Sie sah dieses schöne Gesicht eines Mannes, dem sie sich geschenkt hatte. Und da kam die Zicke. Interessant, hat Jean solche Worte erwartet?


    Du hast mir den Pflaumenmus versprochen.


    Und dieser vorwurfsvolle Blick, als ob er einen Wortbruch begangen hätte.Leonor fröstelte und zog die Decke bis zur Halskerbe. und dann klagevoll.


    Kalt.


    Es war ihr nicht peinlich, diese Nacht. Es war ihr nicht peinlich, ihre Nacktheit. Sie konnte nur damit nicht umgehen. Man könnte sie mit einem Mann nach einem one-night-stand vergleichen, der nicht weiß, was er der Dame sagen soll. Doch dann...


    Was für ein Mensch bist Du? Erzähle mir von Dir. Pflaumenmus kann dann warten.


    Leonor zog sich zu ihm näher und legte ihren Kopf auf seinen Bauch, als sei es ihr Kissen.

  • Mitfühlend zog er eine weitere Decke hoch und packte Leonor darin ein. Zärtlich nahm er sie in den Arm und zog sie näher an sich heran. Nicht zu um sie zu wärmen, sondern auch um sie zu spüren.

    Tatsächlich musste er erst nachdenken, was sich über ihn zu berichten lohnte. Seine bescheide Art sorgte schon dafür, das er nicht übertieb.


    Da gibt es nicht viel zu erzählen. Meinen Namen kennst Du ja. Ich bin behütet aufgewachsen und habe das Leben bisher genießen können. In die Politik bin ich mehr oder weniger zufällig geraten und betrachte das auch mehr als eine Art Hobby. Im Gegensatz zu meinem Cousin. Meine Interessen liegen mehr im kulturellen Bereich, Theater, Musik, Kino, ich liebe es zu lesen. Dazu bin ich ein guter Reiter und liebe Pferde. Meine einzige Schwäche sind schnelle Autos, damit fahre ich auch Rennen. Und was gibt es über Dich zu berichten... ich meine über die wahre Leonor Beauharnias, nicht über die man liest.


    Mit einem Finger strich er eineLocke aus ihrer Stirn und versuchte sie noch enger an sich zu drücken.

  • Als er über die Pferde sprach, leuchteten ihre Augen mit Begeisterung. Leonor kuschelte sich in die Decke, dann an ihn. Jede Geste sprach Bände. So ausdrucksvoll ihr Gesicht, ihre Gesten zu nutzen, das war Leonors beste Seite. Jede Bewegung trug den Sinn und die Sinnlichkeit, die sogar Leonor nicht bewußt war und dadurch sehr natürlich aussah. So sprach man über eine geborene Eleganz.


    Ich liebe Pferde! Ich liebe auch schnelle Autos, nur erlaubt meine Schwester nicht, schnell zu fahren. Ich liebe Blumen und Kleider, ich liebe feiern, weil es jedes Mal ein Abenteuer war, sich aus dem Palast zu schleichen. Serville kann ein Lied singen und die Leibwächter wechselten sich eine Weile fast jeden Tag. Aus diesem Grund schätze ich Marco so sehr. Er ist ein treuer Wächter geworden. Wir verstehen uns sehr gut. Allerdings..


    Leonor blickte auf Jean und seufzte, ihr Blick wurde traurig und nachdenklich.


    Jede Person, die mich näherte, gibt den anderen die Möglichkeit, mich auf Druck zu setzen. Serville hat mir gedroht, Maroc zu entlassen. Das war meine letzte Aktion, den Palast zu verlassen.
    Irgendwann habe ich sogar aufgehört, mich zu bewegen. Ich hatte zwei Freunde. Cedric bekam eine gefährliche Mission uns ist verschollen. Der andere.. Lucien, sprechen wir nicht darüber.


    Ich kann aber sehr gut lächeln


    Leonor hob sich leicht und lächelte ihm entgegen. Ihre Augen, ihr Gesicht strahlen die sanfte Macht und Nachgiebigkeit. Man wollte diese Frau bewundern, sie schien plötzlich so nah zu sein. Hätten beide die Nacht nicht verbracht, hätte er Leonor als seine Schwester umarmt.


    Ich liebe den Palast zu erkunden. So viele alten Gänge, die nur ich kenne. Ich habe alte Pläne ergattert. Und.. Du bist meine erste Erfahrung. Und... Du bist auch der erste, der nach mir mir, Leonor fragte.


    Leonor schaute zur Seite und flüsterte leise.


    Ich hoffe, ich habe dich nicht enttäuscht.

  • Jean fühlte wie einsam so ein Leben sein musste. Eine große Schwester zu haben, die nicht nur Schwester sondern auch die Kaiserin war. Dazu immer daran zu denken, dass man eben kein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Wünschen war. Immer die Angst im Nacken, etwas falsch zu machen. Er stellte sich das Leben Leonors anstrengend und öde vor.

    Nun begann er aber Teil von diesem Leben zu werden. Er wusste, dass es mit bestimmten Leuten Ärger geben würde, vermutlich sogar mit seiner geliebten Kaiserin. Aber für Jean stand fest, er würde diese kleine Frau aus ihrem goldenen Käfig befreien und ihr gemeinsames Leben soweit es ginge, ausleben. Schließlich war er Politiker und nicht zuletzt ein Cousin des Senechalls. Das waren schon einmal zwei Pfründe auf die er bauen wollte.


    Wieso solltest Du mich enttäuscht haben? Du  hast mich vielleicht vorgewarnt. Vorgewarnt vor dem was mich erwartet, wenn ich Dich auf Händen zum Traualtar tragen werde. Die Probleme mit deiner Schwester, ihrem Sekretär und dem ganzen steifen Hofstaat, die werden wir meistern.


    Und damit Leonor nicht meinte, sie wäre die letzte Nacht für Jean langweilig gewesen, begann er mit ausgesuchter Zärtlichkeit diesen dummen Gedanken zu vertreiben.


    DU bist mir wichtig. Nicht das was Du bist oder wie Du dargestellt wirst. Daher will ich alles über Dich wissen. Wirklich alles.


    Das letzte bezog sich auf das was nun im Bett folgen würde. Es begann der Froschungsreise zweiter Teil.

  • Hat er Traualtar gesagt? Leonr konnte ihren Ohren nicht trauen. Und das war auch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Ihr Körper und ihre Empfindungen fanden einen besseren Anreiz als dieser Gedanke. Der Rausch wollte und wollte nicht abbeben. Egal wie oft und wie intensiv. Bis an die Grenzen des Möglichen. Es wurde nach und nach dunkler. Beide konnten voneinander nicht genug bekommen und verlangen mehr und mehr voneinander auch ab. Bis Leonor mit ihrer ganzen Willenskraft die Hände gegen seine Brust stämmte.


    Ich will meinen Pflaumenmus und zwar jetzt! Sonst sterbe ich an Hungersnot.


    So süß hat ihn keiner um das Essen gebeten. Leonor lag unter seinem Körper und war glücklich. Ihre Stimme gab dieses Gefühl weiter, an Jean. Sie strahlte und machte ihn unersättlich. Leonor zu besitzen, sie seins zu nennen.Leonor schien diesem Vorhaben keine Hürden zu stellen.
    Auf jeden Fall außer Hunger hat Leonor keine Einwände geäßert.


    Ich muß Marco anrufen und ihm sagen, es geht mir gut. Ich will nicht, dass er meinet... unseretwegen Schwierigkeiten bekommt.


    Ihr Gesicht war besorgt. Marco war bloß einer der Leibwächtern. Das war sein Job. Sie fragte Jean nicht, doch Leonor wollte sich erklären. Plötzlich bekam sie diesen Bedürfnis zu spüren. Es gelang ihr ein wenig ungelenkig, denn sie tat es noch weniger als selten. Fast nie.


    Es ..wird nicht lange dauern. Er ist ein guter Leibwächter, weißt Du. mmh.. ich.mmh.. ich rechtfertige mich nicht, ich will dir mich nur erklären wie du es wolltest.


    Leonor war es unangenehm. Sehr unangenehm aber nur aus einem einzigen Grund. Sie wußte nicht, sich richtig in dieser Situation zu verhalten.

  • Du musst Dich nicht rechtfertigen! Weder bei Marco, noch bei Serville. Vielleicht und selbst das bezweifele ich, bei deiner Schwester.


    Er biss sanft in ihre Schulter.


    Ich habe auch Hunger. Wir sollten zwischendurch mal etwas essen.


    Lächelnd erhob er sich aus dem Bett und ging nackt in die Küche. Er versichterte sich das ihr Kleid immer noch im Wohnzimmer lag und sie nicht schnell verschwinden konnte. Denn nackt ging sie bestimmt nicht aus dem Haus. Wie auf einer Wolke fühlte sich Jean und machte das Frühstück. Dann stellte er alles auf ein großes Tablett und brachte es zurück in Schlafzimmer. Er hatte an alles gedacht, auch an das Pflaumenmus seiner Mutter.


    Jetzt frühstücken wir erst einmal, dann rufen wir deine Zofe an, sie möge ein paar Klediungsstücke für Dich herbringen. Nackt das Haus zuverlassen würde auffallen, dein Kleid aber auch.


    Lächelnd nahm er neben ihre Platz und küßte wieder jeden einzelen Finger.


    Ich hoffe das Mus schmeckt Dir. Meine Mama macht es selbst.


    Für einen erwachsenen Mann war es seltsam seine Mutter immer noch mit Mama anzureden, aber er liebte seine Mama.

  • Es fühlte sich richtig gut an. Diese Nacht, dieser Tag, dieser Mann, seine Nacktheit. Sie versuchte seinen nackten Hintern mit den Augen nicht zu verfolgen, doch es gelang Leonor nicht und sie errötete wütend, als er das merkte. Leonor zog die Decke über die Schulter und als Jean das Tablett brachte, schob Leonor ihren Prinzessinnenkörper zu seinem und teilte die Decke mit ihm. Sie lächelte zufrieden, fröhlich und sprach wenig. Doch er sah ihre glücklichen Augen, er sah ihr süßes Lächeln auf den von Küssen geschwollenen Lippen und wie sie das Pflaumenmuß mit einem Löffel hob und in den Mund den vollen Löffel steckte. Die flinke Zunge leckte genüßlich über die Lippen.


    Es schmeckt!


    Und der Löffel angelte die nächste Portion das süße Zeug.


    Ich rechtfertige mich nicht, doch weißt Du, ich kann einfach anders nicht. Meine Posiiotn bringt auch die Verantwortung für meine Leute. Einige denken, dass diese hohe Position in der Gesellschaft bringt Freiheit, eine Narrenfreiheit, doch es ist dem nicht so. Ich habe eine Frage an Dich. Hast Du eine .. eine Freundin?


    Sie stellte die Frage zögerlich. Doch ihr Blick war bestimmend. Leonor wischte das Mus vom Löffel und färbte ihren Finger in braun, strich damit über seine Lippen nur dafür, um dann sofort mit der Zunge darüber zu lecken. Sie war unersättlich nach ihm.

  • Mit Freude sah er, wie Leonor mit Appetit aß und ihr das Pflaumenmus wirklich zu schmecken schien. Er war glücklich als sie sich an ihn schmiegte und trotzdem weiter dem Mus zusprach. Liebe fühlte sich so gut an.


    Eine Freundin? Klar habe ich einen Freundin! Was denkst Du denn?  Du kennst sie gut. Meine Freundin liegt nackt neben mir in meinem Bett und ißt Pflaumenmus!


    Lachend drückte er Leonor an sich heran. Er war voller Liebe und voller Begierde. Noch nie hatte sein Herz so in Flammen gestanden. Mit dem folgenden Kuss wollte er ihr genau das zeigen. Es wurde ein langer, sehr langer Kuss.

  • Ich habe jetzt zwei Vorlieben. Ich weiß nur nicht, was ich am liebsten mag, Pflaumenmus oder dich.


    Der Kuss raubte ihr die Sinne und schlug über den Atem. Sie sprach offen, herzlich, das Lachen lag in ihrer Stimme. Sie war glücklich, bis zu diesem Klingeln. Dillling, Dilling... und das Glück zu zweit platzte nach und nach mit jedem DingDilling wie Seifenblasen. Er sah den geqälten und schuldigen Blick Leonor und ein wenig angst flog auch darüber. Ob dies Angst vor dem Besuch oder vor ihrem eigenen Tun war, war nicht zu verstehen.


    Öffne


    wisperte sie und flüsterte verächtlich.


    Er läßt mich nicht los, Hund. So viel dazu. Vertrauen.


    Ihre Wut war plötzlich gegen Jean gerichtet. Sie hob ihre Stimme nicht, doch er wußte, dass Leonor haßerfüllt und wütend war.


    Ich hätte Marco anrufen müssen. Sie haben Chloe geschickt. Du wirst sehen. Danach bekommt Serville, Duroc, Fouche, meine Mutter und meine Schwester das entsprechende Report. Deine Daten werden von allen Seiten überprüft und man schickt Dich in die Nirvana. Weit weg aus der Hauptstadt. Chloe weiß nicht einmal, dass ich die Kenntnis besitze, an wen sie Berichte schreibt. Jeden Morgen. Willkommen in meine Welt. Auch wenn es nur kurz dauern wird. Sie darf nicht zu lange warten.


    Leonor beruhigte sich und schloß ihr Häuschen. Er sah eine schöne Frau, die unnahbar wurde. Sie bereitete sich auf die Begegnung mit Chloe und schluckte ihren Zorn runter. Jean tat ihr leid, doch sie konnte diese Tatsache jetzt nicht berücksichtigen. Er sah, wie sich Leonor leger auf dem Bett platzierte.

  • Erstaunlich wie schnell seine Leonor Laune wechseln konnte. Das würde noch lustig werden. Wenn er nun nicht aufpassen würde, lief ihm seine Liebe aus dem Ruder. Er schälte sich aus dem Bett, zog sich eine lange Sporthose über, beugte sich kurz zur Prinzessin seines Herzens hinunter, küßte ihre Stirn.


    Und wenn der Papst einen ausführlichn Bericht erhalten sollte, na und? Dann sollen sie alle lesen, wie verliebt und glücklich wir sind. Davor habe ich keine Angst.  Und DU, Du kommst jetzt runter von deinem Vulkan, denn ich kann auch anders, wenn Du das brauchst!


    Als er öffnete, stand eine kleine Frau mit einem großen Koffer vor der Tür. Sie schaute ihn fragend an und stellte sich als Cloe vor. Freundlich bat er die Zofe Leonors herein und führte sie in sein Schlafzimmer.


    Dann lasse ich die Damen mal alleine und gehe duschen.

  • Leonor war zufrieden mit seiner Reaktion. Wenn auch nicht beruhigt. Als ob sie etwas falsches, unartiges und schädlich gemacht hätte. Vielleicht wird er sie nicht allein lassen, dieser Mann. Chloe sah ihre Herrin auf dem Bett, nackt und in bester Gesundheit. Die Zofe hat das Pflaumenmus auch nicht übersehen.


    Chloe, ich gehe auch duschen und benötige dich nicht dabei.


    Leonor sagte das mit lauter Stimme, stand auf, als sei sie angezogen und verschwand hinter Jean her. Er stand schon unter dem Wasser und schwere Wassertropfen fallen laut auf seine Haut, als plötzlich zwei schlanke Hände ihn von unten umarmten und er spürte den heißen Körper an seinen Rücken schmiegen.


    Was weiter passierte... das Buch kann jeder für 14,95 EUR erwerben und es heißt "Seifenoper und andere Orte der Lust", 250 Seiten Umfang. Editor Kaiserhaus Outremer.


    Was er nicht wußte, Leonor hatte nicht vor, ihn nochmal wiederzusehen. Das war ihre Art Abschied. Nein, er gefiel ihr, seine Art gefiel ihr, wie er sie berührte, gefiel ihr. Das Dümmerchen wollte ihn mit ihrem Leben nicht binden, ihn davor schützen. Außer Atem küsste Leonor ihn sanft und verließ das Badezimmer. Sie warf ein Handtuch zu Chloe und blieb stehen, wissend, dass Chloe beginnt mit sanften Bewegungen ihren Körper zu trocknen. Im Morgenmantel saß Leonor und ließ Chloes Kunst Zöpfe zu flächten über sich ergehen. Auch wenn Jean an der Tür horchen würde, konnte er nichts feststellen. Beide Frauen sprachen kein Wort miteinander. Nachdem die Haare fertig waren und eine süße Frisur mit kleinen geflochtenen Zöpfen, die sich untereinander verkreuzten, den Kopf von Leonor schmückte, öffnete Chloe den Koffer und nahm ein paar Köstüme und Kleider. Leonor wählte einen knielangen Rock cremefarben mit leicht goldenen Streifen und eine Seidenbluse im leichten Hellblau. Sie sah elegant und jung aus, sogar dieses strenge Kostüm sah auf ihr verspielt aus.


    Eure Kaiserliche Hochheit, Sie sind angezogen und die Limousine wartet unten auf Sie.


    Leonor warf einen sehnsüchtigen Blick auf das zerwühlte Bett und dann auf Jean.


    Chloe, ich bin hungrig. Ich habe das Wort gegeben, das Essen mit Jean zu teilen.


    Herrin, man erwartet, dass Sie heute in Ihren Gemächern dinnieren.


    Leonor konnte und wollte darauf nicht antworten. Sie hat schon des Essens wegen gelogen.


    Ich werde mich nur verabschieden. Du brauchst nicht dabei sein.


    Das war grob, direkt. Doch Leonor war wütend über diesen indirekten Befehl und über den Befehlston von Chloe.


    Jaewhl, Herrin, wie Sie es wünschen.


    Leonor wartete noch ab, bis sich die Tür hinter Chloe schließt.


    Ihr Blick blieb Auf Jean hängen, doch sie konnte ihn lange nicht ansehen, denn Leonor wußte, was danach passierte. Sie hat sich schon von diesem wuderbaren Mann verabschiedet. Die Worte fielen wie Steine und man sah Leonor ein, wie schwer es für sie war, diese Worte auszusprechen.


    Es..ist.. an der Zeit.


    .. sich verabschieden konnte Leonor nicht einmal laut sagen.

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