Beiträge von Leonor Beauharnais

    Sie umarmte fest seinen Hals und schubste die Nase in seine warme Haut. Er spürte ihren Atem, ihre Lippen,


    Ich will alles richtig machen, ich will auf diese Weise kämpfen, dass Du mit mir bleiben darfst. Es gibt zwei Varianten. Wir können uns geheim genießen oer wir werden eine Familie. Ich gebäre Dir süße Kinder und ....


    Leonor kicherte leise.


    Ich bin mit meinen Träumen schon in der Zukunft. Stört es Dich? Ich will dir zeigen, wie ernst ich Dich nehme.


    Sie wußte nicht, wie sie noch ihre Gefühle richtig zum Ausdruck bringen sollte.


    Ich wußte nicht, dass es so schwierig ist, Dir zu erzählen, was ich meine. Verdammt.

    Onkel Fouche wird eifersüchtig auf Dich. Du sollst es dir seehr gut überlegen...


    sie sagte den Satz nicht bis zum Ende und erspürte, wie sich ihr Körper an seinen schmiegte.


    Wenn wir jetzt das Gartenhaus nicht sofort verlassen käuchte sie wir bleiben für immer an dieses Bett gefesselt, spüre ich. oder zumindest für die nächsten 3 Jahre. Und ich will so viel mit Dir unternehmen!.


    Doch du hast mir nicht zugehört!" Ich will eine Haarspange, ich will keine Ringe!. Es wird Dir nicht gefallen, was ich sage, doch der Hof ist konservativ. Die Gesellschaft ist konservativ. Erst lernst Du meine Mutter und meine Schwester kennen. Danach dürfen wir als gesegnetes Paar auftreten.


    Dein Mädchen verlangt eine Haarspange. Du, Pirat! Sonst zerkratzer ich Dir deinen Rücken.


    Zischte Leonor und lachend rannte zum Tor

    Leonor kam.. nein, sie tänzelte freudig, frisch, leuchtend. Wie konnte sie nur diese Reinheit nach der intensiven Liebe behalten. Es schien so, als ob dieses Physische an ihr nicht kleben würde. Es war so viel Freude in jeder Geste von ihr. Sie liebte Jean, sie zeigte es ihm in diesen Kleinigkeiten und doch spielte sie nicht die erste Geige sondern gab ihm, ihrem Ritter, sich zu zeigen. Scon allein, wie sie beim Vorbeigehen, ihre Wange an seine Schulter schmiegte. Ganz kurz spürte er den Duft ihrer Haare und es traf ihn wie ein Strom. Er hätte sie sofort auf das Bett geworfen wenn nicht.. ihre Augen, die ihn erwartungsvoll ansahen. Sie trug ein cremefarbenes Etuikleid mit einem Karreausschnitt und goldenem Kettchengürtel.


    Leonor schnappte ihr Handy und warf es in das Täschchen. Es war elegant, nicht überladen und grazil neben ihm. Ihr Kopf legte sich auf seine Schulter.


    Wir .. sind ein Paar für den Himmel, für die Hölle und für die Erde. Ich sage es Dir heute nur ein Mal, und nur heute. Du bist ein attraktiver Mann, Jean Custine.


    Er spürte ihre Lippen auf seiner Wange. Noch nicht realsiert, was Leonor sagte, stand sein Engel wie ein Wirbelwind auf und zockelte auf ihren Schuhen zur Tür.


    Mein Geschenk


    Ob sie ihn oder die Kette meinte, war dahin gestellt.


    Du fährst. Wenn ich fahre, wird Onkel Fouche einen Streifenwagen hinter mir setzen. Seine Wachaugen .. Ach ja, wenn Du Skelte in deinen Schränken hast, es ist besser mir alles zu erzählen, sonst macht er das auf eine .. mmh.. unangenehme direkte Art. Wohl bemerkt er und nicht meine Schwester und ihr Wachhund Serville.


    Wo bleibst Du, die Zeit wartet nicht und mein Vergnügen


    Ihr Blick wanderte zum Bett


    nein unser Vergnügen, auch nicht.

    Sie blickte zu ihm und lachte leise. Es waren zwei Leonor, die er gesehen hat, eigentlich viel mehr, eine im Kleid, ganz anders in seinem Zimmer, noch anders, wie ausgewechselt in seinem Badezimmer. Frech und zickig in seinem Wagen und am Meer. Und hier roch sie sigar anders. Nach Blumen uund Holz und war die natürlichste aller Frauen. Sie war wie eine Zwiebel. Man schälte sie und fand immer wieder neue Schichten. Wenn sich die Umgebung der Valerie anpasste, war es die Leonor, die sich der Umgebung anpasste. Valerie war die Erde, Leonor war das Wasser. Jean sah sich selbst in ihren Augen und diese Augen sahen zu ihm vertrauensvoll und herausfordernd zugleich. Leonor hat ihn wieder falsch verstanden.


    Es war kein Vorwurf!


    Sie verstand sofort, dass sie zu aggressiv war. Doch er war der einzige Mensch, bei welchem sie ihre Gefühle zeigen konnte. Was er dann gehört hatte, war erstaunlich und irgendwie öffnete ihm ein wenig die Tür zum Verstehen dieser Frau.


    Deine Worte lassen mich... schuldig fühlen.


    Leonor dachte an Bashir. Sie soll ihre Gefühle nicht hineinfressen... Doch unwillkürlich gab sie Jean auch preis, dass sie sich dafür hasste. Es war so unandlich traurig und wütend ausgesprochen. SCHULDIG und FÜHLEN. Ihre innere Stimme sagte ihr, sie soll Jean warnen, vor ihrer Mutter, vor Valerie, vor Leonor selbst. Doch sie schaffte es nicht, ihn derart zu belasten. Wie bei Valerie überlaß Leonor diese Entschiedung dem puren Zufall. Sie glitt vom Bett auf den Boden und ging ins Bad. Das Handy lag auf dem Bett...


    Ich werde mich frisch machen und dann ab in die Stadt. Du bist selbst in die Falle getappt. Ich habe Dich nicht gebeten, nur erwähnt. Über den Shopping hast Du selbst angefangen zu reden!


    Leonor verschwand ins Bad. Das Handy lag verführerisch offen auf dem Bett.


    /Wenn Jean das Handy berührt... leuchtet das Display auf und er sieht die SMS der Mutter.../

    Du kannst mir nicht mehr weh tun. Du bist in meinem Blut und in meinem Herzen, Valerie. Ich verstehe Dich. Deine Sorgen sind meine Sorgen und unser gemeinsames Tun ist dieses Reich aus unseren Händen nicht loszulassen, es schöner, erfolgreicher zu machen. Viele erneidrigen uns in ihren Gedanken, hinter unserem Rücken. Sie denken, sie sind besser als wir.


    Sie wirkte müde. Müde, erleichtert, zufrieden. Es fehlte nur ein Seufzer, um das Bild vollständig zu machen.


    Unsere weibliche Linie war nie perfekt, doch brilliant, eigensinnig, stolz und mächtig. Im Vergleich zu uns sind Capets eine Provinz, sie riechen danach und verstehen es nicht, ein Reich zu regieren. Sie werden bald an ihrem Blut ersticken. Diese Blutlinie endet mit diesem Alter. Unsere Nachkommen werden Jahrhunderte dieses Land regieren. Warum? Weil wir wissen, was wir dafür tun müssen und tun das.


    Leonor schwieg eine Weile und dann hörte Valerie sie lachen


    Außerdem ist der liebe Gott mit uns. Und mit Ihm auch Padre.


    Leonor zwinkerte ihrer Schwester zu.


    Jean ist der Cousin von Duroc. Auch als Seitenlinie würde Duroc gern einen von seinen Verwandten ganz oben sehen. Er wird dadurch uns noch mehr unterstützen, denn diese Verbindung zwischen mir und Jean bringt ihm, Duroc, viele Vorteile. Und der gut aussehende Fuchs weiß es.

    Dieser herrlich weiche Körper war sein. Diese Seele war sein. Und er war ihres, mit jeder Faser. Sie genoß jede Berührung und wußte nicht, dass sie zu den wenigen Glücklichen zählt, die ihre Liebe fand und diese Liebe beidseitig war. Leonor streckte sich wie eine rassige Katze unter seinen Berührungen. Der Blick funkelte süchtig nach mehr.


    Gut zu wissen, Jean, doch um dich in diese Lage zu bringen, liebe ich dich zu sehr.


    Ihre Gedanken waren eigenartig möglichherweise für ihn. Diese Offenheit. Sie hat nicht mehr denke, ich wünsche mir dich zu lieben.. nein, sie sagte es direkt, in seine augen, mit diesem bezaubernden Mund. Wenn Valerie geschaffen wurde, um zu regieren, Leonor wurde geschaffen, um zu lieben, Kinder zu gebähren und die Familie zu schützen. Auch wenn die Mutter diese Konstellation nicht absichtlich hervorrief.


    Leonor schob ihren Körper unter seinen und gab sich dem Liebesrhythmus hin. Sie sprachen diesmal sehr wenig. Zu ausgehungert nach der physischen Liebe waren sie. Die Tür öffnete sich und eine weibliche Hand schob zwei große Tabletts in den Raum. Dann wurde schloß sich die Tür leise wieder.


    Hast Du die Krönung verfolgt? Ich trug Diamanten meiner Mutter. Das Diadem war klein, doch... Hast Du eine Prinzessin gesehen, die keine Diamanten liebt?


    Leonor rollte auf ihren Bauch und ihr Gesicht wirkte nachdenklich.


    Ich weiß nicht, ob es richtig ist. Vielleicht ist das überhaupt nicht üblich, als Frau zuerst darüber zu sprechen, aber ich will von Dir ein Geschenk. Kein Ring. Ich will eine Haarspange. Ich werde nie mehr mein Haar offen tragen. Solange Du mich liebst.


    Wieder ein Rollen und ihr dunkelbraunes seidiges Haar lag schimmernd vor seinen Augen.

    Team...


    Leonor saß neben ihrer Schwester und stellte das Weinglas wieder auf den Tisch.


    Ich will kein Team mit dir sein. Valerie, ich will eine Familie. Ich will diesen Fluch über unsere Familie brechen. Schwester können auch einander mögen. Sie können einander lieben und einander unterstützen. Julien versteht das nicht. Er spricht von der Gleichberechtigung und von seinem Bruder. Das war mir zu scheinheilig. Wäre sein Bruder der König, hätte er seine Leidenschaft nicht leben können. Aus diesem Grund ist es bemitleidenswert, mit dieser Tatsache zu prangen. Für die Menge sind wir keine Menschen, wir sind ein Status ihres Landes, Schwester.


    Ihre Blicke gingen zum Wein. Sie nahm es und prostete zu Valerie.


    Auf uns und unser Reich.

    Es war ein Traum und Leonor fegte all ihre Befürchtungen beiseite. Er gab ihr keine Zeit, doch in dieser Millisekunde verstand sie, dass sie nicht dachte ihn zu lieben, sondern sie liebte ihn. Sie hörte seine Stimme wie im Nebel, gefangen von eigenen Gefühlen. Der fordernde Kuss und sie schmiegte sich an ihn, teilte ihre Wärme. Ihre weichen Lippen zauberten auf seinem Kuss nur ein Wort.


    endlich.


    Sie wollte nicht weg vom Tor. Leonor war schon allein mit dieser Minute zufrieden. Jeans Gier ist noch nicht auf sie umgesprungen. Er nahm sie hoch und spürte ihr festes FleischIhr Herz pochte seinem gegenüber. Leonor zeigte einfach auf den Weg, welcher zum Gartenhaus führte. Ihre Hande schlossen sich sofort um seinen Hals und die Lippen vergruben sich in die Vertiefung zwischen dem Hals und der Schulter.


    Ins Bett will Deine Prinzessin und mit ihrem Piraten .. kuscheln


    Leonor wußte, dass sie einen Blödsinn sagte, doch sie wollte blödsinnig sein. Für ihn.

    Sie genoß diesen Kuss auf die Stirn,. Das war wie eine Art Erlaubnis, Indulgenz für alle Sünden, die begangen wurden und begonnen werden. Valere still und schweigend den Platz angenommen, wo früher allein ihre Mutter stand. Valerie sah dieses sanftes glückliches Lächeln ihrer Schwester. Anielle und die Liebe zu ihr waren anders. Das stimmt. Doch Leonor verstand Valerie besser als jeder einzelne auf dieser Welt.


    Duroc.. ich bewunderte ihn als kleines Mädchen. Er war mein Ideal, mein Märchenprinz. Erwachsen und männlich. Es war eine Schwärmerei und hätte er mir nachgegeben, wäre ich am Ende unglücklich. Jean ist anders. Er hat mein Herz berührt. Kann man überhaupt beschreiben, wann und warum man sich verliebte? Es ist passiert. Wir waren beide im Cabriolet auf dem Maskenball. Ich trug das Kostüm einer Flamenco-Tänzerin und er war ein Pirat. Ich wollte nicht auffallen, doch er hat mich bemerkt und es hat sofort.. bambam!!! Leonor hob ihre Hände hoch und zeigte damit eine Explosion und dann leise tuck tuck.... Ihre Hand legte sich auf das Herz.


    Ich zitterte nicht einmal, als er mich nahm. Ich wollte es.


    Leonor errötete und blickte seitlich zu ihrer Schwester.


    Er ließ mich nicht los. Er wußte nicht, wer ich bin, bis ich die Maske abnahm.


    Über den Vorfall, wie es passierte, schwieg Leonor und das war eigentlich nicht so wichtig.


    Er hat nicht gezögert, wie Licien. Er war nicht so zurückhaltend wie Cedric. Wenn ich dir es erklären hätte können, wäre es eine Liebe?


    Leonor lachte und schmieg sich an ihre Schwester. Und Gott sei Dank konnte Jean diese Worte nicht hören...


    Es ist wie Deine Liebe zu Deinem Pferd. Du vertraust ihm und er führt.


    Boah, das war ein Vergleich...

    Jean hörte nur JA, ich warte und dann war aufgelegt. Erst später wird er herausfinden, dass Leonor frei nur mit zwei Menschentypen sprechen konnte. Zu einem die, die für sie egal waren. Zum anderen die, denen sie vertraute. Das Schwierigste war dieser Weg von egal zum Vertrauen. Das wird Jean an seiner eigenen Haut merken.


    Leonor sprang hoch... Er wird bald da sein. Das Handy flog hoch, eher sie es fangen konnte.


    Jean Custine ist mein Besucher. Freilassen und bis zum Tür in den Garten begleiten. Ich lasse Chloe euch was zu essen bringen. Kleine Häppchen zwischendurch.


    Sie wollte schon auflegen..


    Sagt Marco, ich benötige seine Dienste heute nicht. Ich bleibe im Palast und habe nicht vor auszugehen.


    Er wird da sein.. Leonor warf sich zum Spiegel. Ihr Leinenanzug mit breiten Hosen und weitgeschnittenem Oberteil war zu dieser Einrichtng und zu diesem Haus mehr als passend. Leonor rannte zum Tor. Sie war schon fast da, als sich ihre schnellen Schritte verlangsamten.


    Er sprach wie ein Arzt mit mir. Er war zu höflich. Oder nicht? Sehe ich schon dort Gespenster, wo sie nicht sind? Ich habe mir und ihm versprochen, uns zu genießen. Warum diese Fragen in meinem Kopf? Ich will ihn sehen!!!


    Sie blieb vor dem Gartentor stehen. Eine einsame Figur, umrandet von Blumen. Sehnsüchtig blickte sie auf den Weg und wartete auf ihre Liebe.

    Es waren zwei lange Wochen voller Arbeit, Vorbereitungen und Leonor's Gedanken versuchten um Jean nicht zu drehen. Doch auch diese Zeit ist vergangen, die Krönung, die Gespräche...


    Jetzt saß sie allein. Chloe ging schlafen. Ihre unterdrückte Angst nach der Attentat auf ihre Schwester, die Sehnsucht nach Jean und wiederum Angst ihn zu serhen... Vor ihr lag das Handy und Leonor starrte das Gerät schon seit einer ganzen Stunde. Dann fasste sie es hastig und wählte die Nummer von Jean. Es klingelte und Leonor drückte den Anruf weg, schmetterte das Handy auf das Bett und fiel darauf mit dem Gesicht nach unten, bis sie Atemnot spürte. Prinzessin verfluchte alles und alle, nahm das Handy und wählte Jean erneut...


    Ich bin es


    Sagte sie hastig, Jean spürte die Anspannung in ihren Worten. Und bevor er antworten konnte..


    Ich denke, ich liebe dich.


    und tuut,,,tuut...tuut.Leonor schaute auf den gegenüber stehenden Spiegel. Sie sah eine Frau mit großen Augen und wildem Blick.


    Wovor habe ich Angst??? Verdammtes Drecks**********************loch


    Sie wählte erneut.


    Verzeih. Ich wollte eigentlich sagen, dass ich  Dich vermisse.


    Jean spürte

    Er.. er ist wunderschön, männlich und ich spüre seine Liebe auf meinem ganzen Körper. Ich denke, er wird mutig und geduld genug, um mich zu akzeptieren und das Leben an meiner Seite auszuhalten.


    Valerie sah dieses süße katzenähnliches Lächeln ihrer Schwester, als ob sie gerade die Sahne geleckt hatte.


    Er ist weicher als Duroc, denke ich. Doch er ist sehr besitzergreifend und unendlich zärtlich im Bett.


    Leonor errötete.


    Du.. bist mir nicht böse für diese Frivolität? Ich denke, dass ich beginne ihn auch zu lieben, weil ich zögere, ihn in diese ...


    Leonor zögerte und dan n flüsterte ausweichend.


    in diese Situation zu bringen.


    Es waren bekannte Gefühle auch für Valerie. Das verband beide noch enger. Egal wie unterschiedlich sie waren, sie waren auch einander letztendlich zu sehr ähnlich.

    Als Valerie zu Leonor heulend kam, sah sie die Tränen ihrer Schwester, nur hielt Leonor die Hand vor dem Mund und presste Ihre Faust fast in den Mund. So war diese Art bildlich für alles passend. Valerie sprudelte ihre Gefühle und Leonor fraß alles in sich hinein, bis es explodierte. Doch beide lagen nun in den Armen und wischten die Tränen einander.


    Ich weiß, dass unsere Mutter auch mich nicht liebt sondern nur ausnutzt, doch ich kann anders nicht, es ist wie ihre Sucht zum Brandy. Diese Erinnerung an die gemeinsamen Tränen werde ich in mein Herz einschließen, Valerie. Ich werde Mutter besuchen und nehme Leon mit. Er wird mich unterstützen. Bitte, verstehe, ich kann mich von unserer Mutter nicht abwenden. Es wird auch nicht gut für unser Image als Kaiserliche Familie. Ich komme mit Leon Borax klar. Laß uns nicht über das Ärgerliche sprechen. Ich fühle mich nicht dumm oder nicht fähig. Ich bin nur nicht so stoisch wie Du.


    Ihre Hand legte sich zuerst auf die Schulter von Valerie und streichelte ihre Schwester den Rücken entlang.


    Ich denke, man hat Dir schon berichtet.


    Leonor errötete und kicherte leise.


    Ich denke , ich habe mcih verliebt. Er ist Jean, Cousin des Duroc. Ich weiß nicht, aber ich bin glücklich. Es fühlt sich richtig gut an. Ich denke noch nicht an eine Heirat. Doch ich würde gern ihn Dir vorzustellen. Hast Du sowas gefühlt? Es ist egal, ob ich getäuscht, enttäuscht oder hintergangen werde. Ich will mich auf ihn einlassen. Es ist beängstigend und uuuuuuuuch


    Sie lachte uundschüttelte sich von Kopf bis Fuß und klopfte auf die Schuler ihrer Schwester mit ihren Fäusten verspielt. Würde jemand beide beobachten, würde er sagen.. eine normale Szene zwischen den Schwestern, die einander sehr nah stehen. Doch Leonor sagte DACHTE. Wenn das Jean hören könnte, wie würde er reagieren?

    Leonor schwieg, eine lange Pause, die mit der zarten Umarmung gefüllt wurde. Das waren die schönsten Minuten für beide. Es ist schon merkwürdig, wenn im Leben beider Schwester nur ein paar Momante wie dieser existierten. Man konnte sie auf einer Hand zählen. Valerie spürte, dass in Leonor die Antwort zusammenwachs. Sie gab ihrer Schwester diese Zeit. Dann kam....


    Valerie, Ich stehe nicht auf dieser Abschußlinie. Überlege es dir. Ich bin eine Sicherheitskarte. Eine Karte, die abgelegt wird, um dann eine andere Karte zu ersetzen. Dabei wird die Karte nicht gefragt. Ich bin für alle Parteien und für Strippenzieher eine bessere Kandidatur als Du. Du hast den Rückgrad und kannst nicht gebogen oder manipuliert werden. Ich dagegen werde schnell zu einer Marionette. Das ist ein Segen für mich.


    Die letzten Worte sprach sie mit einer bitteren Ironie in der Stimme. Es war wieder eine Pause, dann glitt ihr Handy auf den Schoß von Valerie. Nicht gesperrt und Valerie konnte die Sätze sehen. Leonor stand auf und ging zum Tisch, um einen Keks in den Mund zu schieben. Sie drehte sich mit dem Rücken zu ihrer Schwester um. Sie tat es dem Pontius Pilatus gleich. Sie warf Valerie den Nachweis und verlangte von ihrer Schwester, die Entscheidung selbst zu treffen. Konnte Valerie ihrer Schwester dies verübeln? Leonor ging aus dieser Situation rein aus.


    Onkel Fouche wird die Fäden abbrechen, wenn sie zu unserer Mutter führen würden.


    Hat Leonor jetzt beide, Fouche oder die Mutter verdächtigt und in das schwarze Licht geschoben? Hat sie Fouche jetzt verraten? Leonor versuchte nichts anderes, als die Balance zwischen allen Parteien zu halten

    Ehrlich gesagt, gefällt mir Julien nicht. Er ist hochnässig und arrogant. Er denkt, dass keiner es merkt. Wichtig ist, ihn in diesem Glauben zu lassen. Er ist kein Mann, welcher NEIN versteht. Er redet über die Gleichberechtigung und denkt, dass sein Land in dieser Hinsicht auf der ersten Stelle steht. Doch im Allgemeinen sind alle Königsreiche gleich. Er wird auch eine Frau heiraten, Kinder bekommen. Er wird auch das Leben führen, welches man von ihm verlangt und nicht, welches er will. Und das Lächerliche dabei ist, dass er an seine Lüge noch glaubt.


    Dann fügte sie hinzu


    Kann sein, dass ich mich in ihm täusche.


    Doch das klang nicht gerade überzeugend, sondern eher höflich.


    Er kann ja Dich heiraten, Deinen Namen bekommen und hier auch an Deiner Stelle regieren. Ich denke, dass er ein wenig in Dich verliebt ist


    Leonor kicherte und küsste Valerie auf die Schulter.


    Dein Pferd ist ein Hingucker. Ich versichere Dir, Serville war zufrieden, das Volk war zufrieden und das Militär auch. Trotzdem sage ich Dir offen.. ich bin froh, dass die Krönung vorbei ist. Die Staatskasse kann jetzt aufatmen.


    Und was mich angeht... ich bin zufrieden, dass Du mich jetzt gelobt hast. Dann war meine Mühe nicht umsonst. Onkel Fouche ist ein komplizierter Mensch. Unsere Mutter und er... Beide verbindet ein Verhältnis, welches keinen Rahmen überschreitet. Und das ist das Wichtigste.


    Ich denke, ein Interview in einem oder zwei Monaten sollten wir auch durchführen. Das wird für dein Image wichtig.