Beiträge von Bernadette Durendal

    Wenn wir es nicht besser wüsste, dann würde ich annehmen, dass sie schwanger ist. Ansonsten mag sie vielleicht einfach nicht immer funktioniren. Vielleicht sollte sie mal Urlaub machen. So ganz frei von höfischen Zwängen.


    gab sich Bernadette erstmal bedeckt da sie Claude mütterliche Art manchmal schon ein wenig nervig fand obwohl sie ihm natürlich Recht geben musste. Sie war komisch. Fast schon Bluna. Aber waren wir das nicht alle mal.

    Bernadette hielt ihre Karte an den Drucker und wartete bis der Server den Druckauftrag, oder besser drei davon zum Drucker geschickt hatte wobei sie nicht genau wusste, ob sie die Abhandlung über Tai-Chi, die Anleitung zum Bau eines Drachen oder die Anleitung zum Kamasutra mit frischem Gemüse als erstes lesen würde wovon, sie dachten es bereits, keine auch nur den gesringsten dienstlichen Hintergrund hatte. Insgesamt fünfhundert Seiten oder mehr, aber egal, gestern war ja neuer Toner geliefert worden wobei dieser in der hinteren Ecke des L-förmigen Raumes stand und nicht eingesehen werden konnte. Interessiert am Inhalt des Mülleimers, in dem sie einen Besuchsbericht eines Marschalls von der Inspektion der Truppen in Nerica und einen Entwurf eines neuen Symbols für die neu geschaffene Behörde zur Verkomplizierung der Verwaltung fand, hörte sie das Geräusch zunächst nicht. Stattdessen wurderte sie sich über die Schlamperei der IT die wohl gerade dabei war die Kabel im Verteilerschrank neu verlegen, jetzt aber wohl gerade Mittagspause machte. Es war gegen zehn Uhr dreißig.

    Ich denke, Du könntest in die seit einiger Zeit beobachteten Diebstähle von Büromaterial im Palast verwickelt sein. Irgend jemand steihlt Toner und verhaupt ihn an eine kleine Bude in der Nähe. Bislang ist Dir noch keiner auf die Schliche gekommen, das kann sich aber ändern.

    Alles klar, ich kümmere mich darum. Wir müssen das Büro übrigens gleich für eine Stunde räumen. Die Secis…


    Wobei sie die Security des Palastes meinte


    … machen die wöchentliche Kontrolle ob hier alles in Ordnung ist.


    Was darauf hinauslaufen würde, dass alles auf den Kopf gestellt wurde um Wanzen und Ähnliches zu finden.


    …nur für heute?

    Auch den mit der Comnetable?


    Lies Bernadette einen Luftballon steigen ohne zu wisse , ob es denn einen solchen gab, aber irgendwie hatte sie das Gefühl, Saint-Just anrufen zu müssen, egal was die Kaiserin jetzt sagen würde.


    Die anderen verschiebe ich, ich habe da eine Access Datenbank gemacht in die ich die Gründe eintrage, ich habe Sie auf ihren Desktop verknüpft. Nicht das dabei etwas rauskommt was nicht rauskommen soll, nur weil wir unkoordiniert sind.


    Verschnupft, soso… Ihre Tage hatte sie nicht, das passte nicht mit dem Kalender, den Bernadette nur so für sich führte.

    Als Ridefort gegangen war kam Bernadette zurück ins Büro und setzte sich ohne jede Aufforderung


    Soll ich die Termine für heute absagen? Mir scheint, Majestät brauchen ein wenig Zeit dies zu sichten.


    Wobei sie auf einen Berg Umlaufmapen deutete und ihren Vorschlag aus einer empfundenen Gereizheit Valeries ableitete die die Dinge nicht so gut im Griff zu haben schien wie gewohnt.

    Bernadette hatte einen der monierten Kekse genommen, zerbrach diesen, ass eine Hälfte und tauchte dann die andere Hälfte in den Kaffee der Kaiserin um ihn auch so zu probieren. Die Tasse war ja kaum angerührt was weiterhin verwunderte.


    Das kann ich mittragen.


    scherzte sie kurz, nahm dann die Tasse an sich um Ridefort ein Wort zu schenken.


    Ich denke Sie sollten die Sache kurz zusammenfassen, die Kaiserin hat noch einen weiteren Termin. WIr könnten Sie aber am Nachmittag noch reinschieben.


    Wählte sie auch hier den üblichen und mit der Kaiserin auch schon oft praktizierten Weg um Dinge und Aufgaben erstmal aus dem Weg zu schaffen.


    Wir wecheln den Lieferanten.

    Bernadette trat ein ein und kümmerte sich um Rideforts Kaffee wobei sie einen Blick auf die kaum angerührte Tasse der Kaiserin warft was sie eine Augenbraue hoch ziehen ließ. Sie sagte aber nichts. Zumindest nicht dazu.


    Die Testlieferungen Kekse kommen mit denen die Hoflieferanten sich für den Ausschreibewettbewerb zu qualifizieren hoffen.

    Bernadette war innerlich verschnupft, hatte aber nicht mit wirklich mehr gerechnet und das Gefühl, welches sich ob des noch nicht heruntergestürzten Kaffees in ihr breit machen wollte verschwand als sie den vertrauten Ton des "Dann mal herein... " vernahm. So ging sie ohne weitere Sprüche an ihren Platz.


    Sieh können jetzt rein, Grand Chambellan.


    wobei sie die Türe gleich offen ließ.

    Ridefort hat angerufen, er sagt er braucht einen Termin da seine Position als Grand Chambellan eigentlich nicht verfassungskonform ist. Er besteht darauf,, Du... Sie wissen ja wie er ist. Er will zurücktreten oder die Verfassung ändern.


    Sie sah auf die Uhr


    Ich habe Ihn heute vormittag dazwischen geschoben. Er kommt in 10 Minuten, steht also wohl schon draussen. Habt ihr schon mit der Regierung gesprochen?

    Wobei unklar blieb wieso und weshalb

    Mit dem Titel kann das noch etwas dauern. Dazu muss ich meine Regierung fragen.

    Bernadette hatte einen Kaffee a la Imperatrice erstellt der friedlich in den Arbeitstag hineindampfte.

    Die gewohnte Stimme die sie seit ihrer Umgestaltung zur Kaierin begeleitet hatte, sprach wieder zu ihr.


    Heute haben Sie nur die übliche Besprechung mit Serville und dann noch einen Termin mit Paul Beringer, dem Leiter der Filmfestspiele.

    Bernadette hatte gerade Kaffee nachgefüllt damit die Kaiserin bekam was sie brauchte als nicht der kleine Hunger, sondern der Schalk zu ihr sprach worauf sie sich in den kaiserlichen Bürostuhl setzte und überlegte, was sie denn täte, wäre sie hier um zu herrschen, ja was täte man, hätte man die Macht? Bernadette die erste und letzte, das wäre fein. Als erstes ein Gesetz auf den Weg bringen, welches es verbot, diese verdammten Elektroroller überall herum stehen zu lassen. Dann eines, welches es Rentnern verbot, einzukaufen wenn Berufstätige einkaufen gingen, doch war das jetzt noch wichtig? Hatte nicht der blaue Tod den Großteil des Problems erledigt? Dann lieber eines, dass verbot es an der Kasse passend zu haben, denn auch die standen immer vor Bernadette. Noch ein drittes? Vielleicht gegen Kinderschänder? Warum nicht diese mit einem glühenden Lötkolben an richtiger Stelle bedenken? Derart vor sich hin träumend, begann sie natürlich auch die Papiere durchzusehen und stieß dabei auf eine Vorschlagsliste zur Ernenneng des Grand Prevot. Nachdem sie gegoogelt hatte was das denn sei, setzte sie Servilles Namen mit auf die Liste. Dann hörte sie Schritte und begab sich wieder zur Kaffeemaschine. in der Annahme, es sei die Kaiserin, setzte Bernadette das Gerät in Gang.

    Bernadette beschloss einfach mal den Mund zu halten und klemmte sich die Anmerkung, man könne auch erst das Sümmchen draufschlagen und dann alles verdoppeln und es fiel ihr schwer genug, gelang aber schließlich doch. Die offene Hand hatte eigentlich Serville gegolten um eine Pistole in die Hand gedrückt zu bekommen, aber egal, auch die jetzt genannte Alternative war nicht von irgendeiner Kante zu stoßen. An ihren Schreibtisch zurückgekehrt begann sie mit einer Aktennotiz an alle Anwesenden in der sie alles verschriftichte, was sie über diese Stifte wusste.

    Gut, dann fahren wir dreigleisig.


    Bernadette hatte noch geschwankt zwischen der Heirat mit einem reichen Greis oder der Adoption durch den selbigen.


    Die Hand war immer noch geöffnet und ihr Blich hatte einen "nun mach schon" Touch.

    Ich gedenke nicht unter dem Rang einer Herzogin zu sterben weswegen ER…


    Vergolten sie ihm seinen vertraulichen Ton mit einer vielleicht ernsthaften, aber auf alle Fälle ernsthaft vorgetragenen Bemerkung und nickte zugleich und hielt die Hand auf.


    … die Anrede nochmal üben sollte.

    Bernadette hatte noch ein wenig Kaffee gebracht und wollte schon gehen, als sie plötzlich wie angewurzelt stehen blieb als sie diesen komischen Werbekugelschreiber in Fouches Hand sah der sie an etwas erinnerte. Als sie ein Praktikum im Kriegsministerium gemacht hatte, da hatte sie sich schon über eine Palette mit diesen Stiften gewundert und vor allem, dass diese in einem besonderen Raum offensichtlich zusammengebaut worden waren. Etwas dicker als normal, er hätte also auch zu Servile gepasst, aber das war nicht das Thema. Sagen konnte sie nichts, doch von einer kleinen Affäre mit einem Militärattachee wusste Sie, dass die Dinger bei Feuchtigkeit gerne ausfielen und so hielt sie das Tablett schief worauf der heisse Kaffe sich auf den Tisch ergoss, genau dort, wo gerade noch Fouches Hand gewesen war. Der Stift schwamm in der schwarzen Suppe und einige Papiere waren versaut, aber das würde sich geben.


    Verzeihung.


    und ein Finger an den Lippen während ein anderer auf den Tisch deutete waren ihr einziger Kommentar.