Beiträge von Anielle Saint-Just

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebes ist mit einem Zeitsprung von sechs Monaten verbunden. Als Faustregel soll hier gelten, dass alle Postings vor dem 01.02.2023 vor dem Zeitsprung anzusiedeln sind, alle Postings seit dem 01.02.2023 nach dem Zeitsprung zu verorten sind. Was in der Zwischenzeit geschehen ist werden wir für die einzelnen Plots separat festlegen und an geeigneter Stelle veröffentlichen. Dies wird zumeist durch ein Posting in den offenen Threads geschehen. Diese Aktion basiert auch auf dem Gedanken, dass der Spielbetrieb gestrafft werden soll um sich auf eine kleine Anzahl von offenen Handlungssträngen fokussieren zu können. Näheres ist noch festzulegen, Fragen können jederzeit an die Kaiserin oder den Seneschall gestellt werden.

    Reichstag zu Aiqs-Chapelle

    Banc de Baton – Ressort de l’Exterieur

    Die Worte des Tribuns hängen noch kühl im Raum, als sich die Connetable Anielle Saint-Just erneut erhebt.

    Diesmal ohne jede Hast.

    Sie legt die Handschuhe langsam ab.

    Nicht demonstrativ – nur präzise.

    „Monsieur le Tribun,“ sagt sie ruhig, „Sie fürchten Unschärfe.“

    Sie geht ein paar Schritte in die Mitte des Saales. Das Echo ihrer Stiefel ist kontrolliert, fast rhythmisch.

    „Ich fürchte Erstarrung.“

    Ein Blick zur Banc Rouge.

    „Der Comte hat von Begehren gesprochen.

    Sie antworten mit Tatbeständen.“

    Sie wendet sich nun halb zur Versammlung, halb zur Banc de l’Hermine.

    „Das Empire ist weder Soirée noch Paragraphensammlung.

    Es ist Bindung.“

    Ein kurzes Innehalten.

    „Disziplin ist keine Verneinung von Lust.

    Sie ist ihre Form.“

    Ein kaum merklicher Atemzug.

    „Wenn zwei Bürger freiwillig ihre Würde riskieren –

    dann ist das kein rechtsfreier Raum.

    Es ist ein Raum mit Zustimmung.“

    Sie tritt einen Schritt näher an die Mitte.

    „Ich verlange keine Metaphern im Gesetz.

    Ich verlange Klarheit über das Einverständnis.“

    Jetzt schneidet ihre Stimme leicht.

    „Denn ein Staat, der freiwillige Unterwerfung nicht unterscheiden kann von erzwungener,

    ist kein starker Staat.

    Er ist ein blinder.“

    Ein leises Murmeln, diesmal zustimmend von Teilen der Banc Rouge.

    Sie blickt nun direkt zu Nicolas Maret.

    „Sie sagen, alles Kodifizierte unterliegt Ihrer Auslegung.

    Dann sollten wir vielleicht präzisieren,

    was Ihrer Auslegung entzogen ist.“

    Ein gefährlicher Satz.

    Sie dreht sich zur leeren kaiserlichen Loge – nur für einen Sekundenbruchteil – und wendet sich dann wieder der Versammlung zu.

    „Ich unterstütze die Prüfung eines Artikels De la Liberté Consentante.

    Aber nicht als poetische Spielerei.“

    Pause.

    „Sondern als militärische Notwendigkeit:

    Zustimmung muss definierbar sein.

    Freiwilligkeit muss beweisbar sein.

    Machtgefälle müssen benennbar sein.“

    Jetzt ist die Luft dichter.

    „Wenn Reform bedeutet, das Chaos bewusst zu halten,

    dann gehört auch das Begehren bewusst geregelt.“

    Sie setzt die Handschuhe wieder auf.

    „Outremer war nie puritanisch.

    Aber es war auch nie naiv.“

    Sie setzt sich.

    Kein Lächeln.

    Nur Spannung.

    Die Debatte ist nun nicht mehr ironisch.

    Sie ist gefährlich geworden.

    Reichstag zu Aiqs-Chapelle

    Banc de Baton – Ressort de l’Exterieur

    Noch bevor das Murmeln vollständig verklingt, erhebt sich die Connetable Anielle Saint-Just.

    Die Uniform ist makellos.

    Der Blick unbewegt.

    Die rechte Hand ruht locker am Griff der Épée de Service.

    Sie spricht ohne Pathos.

    „Der Seneschall spricht von Sicherungen.

    Der Archi-Gardien spricht von Chaos.

    Ich spreche von Handlungsfähigkeit.“

    Einige Marschälle auf der Banc de l’Hermine richten sich auf.

    „Das Empire existiert nicht nur im Text.

    Es existiert in seinen Grenzen,

    in seinen Regimentern,

    in seinen Handelskompanien,

    in seinen unerfüllten Regionen.“

    Ein kurzer Blick zur leeren Loge der Kaiserin – kaum merklich, aber nicht zufällig.

    „Wenn wir Reform sagen, dürfen wir nicht Selbstbeschäftigung meinen.“

    Sie tritt einen halben Schritt vor.

    „Ich sehe drei Gefahren:

    Erstens: Eine Normenhierarchie, die Exekutivhandeln lähmt.

    Zweitens: Grundrechte, die Disziplin untergraben.

    Drittens: Ein Tribunal, das sich durch neue Bindungen selbst neutralisiert.“

    Ein Raunen.

    „Ich widerspreche nicht der Reform.

    Ich widerspreche der Zivilisierung.“

    Stille.

    „Outremer ist nicht stabil, weil es logisch ist.

    Es ist stabil, weil es entschieden handelt.“

    Dann formal:

    „Ich beantrage, dass jede Reformklausel eine ausdrückliche Martiale-Kompatibilitätsprüfung durch das Ressort de l’Exterieur durchläuft.“

    Sie wendet sich zur Banc de Saturne.

    „Cassian de Valqpatio –

    Ihr widersprecht kraft Amtes.

    Ich widerspreche kraft Verantwortung.“

    Ein kaum sichtbares Lächeln.

    „Wenn Chaos die Statik ist,

    dann ist Entschlossenheit das Fundament.“

    Sie setzt sich.

    Auf der Banc de Saturne bleibt es still.

    Doch der Widerspruch ist nun nicht mehr allein.

    Für einen Moment sah Anielle nach Ihrer Tasche in der sie alles nötige für einen medienwirksamen Amoklauf hatte, waren da zum Beispiel ein Bolzenschussgerät mit dem man normalerweise Schweine tötete, eine mehrschüssige Vorderladerpistole aus dem 17. Jahrhundert und ein Betäubungsgewehr. Sie verwarf den Gedanken allerdings, sah sie doch niemanden mehr direkt, lediglich Maurice war in einem der Bildschirme von hinten zu endecken. Wie war das noch? Einfaltspinsel gleich Ausfallswinkel? Sie schoß an die Decke an einen fehlberechneten Punkt, worauf das Geschoß von selbiger an die Wand hinter Boule flog, dessen Kopf allerdings deutlich verfehlte um, da zu hoch, dem auf dem Tisch, hinter dem er Deckung gesucht hatte, stehenden Monitor einen mehr als großflächigen Pixelschaden zuzufügen. Dies liess diesen Schwanken und neben dem Chefleibwächter zu Boden gehen.


    LASCHT MISCH IN RUHE

    Anielle hatte gerade das Gotchagewehr nachgeladen und wartete nun schon seit gefühlten Stunden auf ein erneutes Bild von Duroc als eine Stimme, die nicht nur ihren Namen rief, sondern sich sogar anmaßte, sie bei ihrem Vornahmen zu nennen, sie nicht nur aus ihren Gedanken riss sondern auch funktionieren ließ, warf sie sich doch auf den Boden, sah zwei Männer und schoss, handelte es sich doch nicht um die Kaiserin und ansonsten hätte sie wohl auf jeden geschossen der sie jetzt störte.


    RAUSCH


    brüllte sie und lud nach, diemal allerdings nicht mit einem neuen, in Tomatensaft getauchten Softball, sondern mit einem der eigentlich verbotenen Hartplastikbälle aus dem sicherlich noch halbvollen 120 Schuß-Magazin. War der erste Schuß noch gezielt gewesen, so waren die nun folgenden ein eher wildes Streufeuer doch würde jeder, der nassforsch ins Schrapnell blickte sicherlich sein Augenlicht gefährden.


    ALLERAUSCH

    [Derweil in der Sicherheitszentrale des Gebäudes.]


    Es waren siebzehn Monitore, vier im Quadrat und ein großer Curved auf dem ein Shooter Game lief, und eine sichtlich angetrunkene Connetable die gerade den letzten anderes des Raumes verwiesen hatte dessen Brust nun ein roter Fleck ziehrte was sich auf der ansonsten schneeweisen Uniform ganz gut machte. Es waren auch eine leere Flasche Wodka, ein ausgelaufenes Tetrapack Tomatensaft und ein Gotchagewehr. Und natürlich waren rote Spritzer auf allen Monitoren die das Gesicht Robert Durocs gezeigt hatten. Natürlich. Ohne äussere Anzeichen ihrer Stimmung tauchte Anielle eine Kugel in ihre Bloody Mary und schoß ohne erkennbare Verzögerung als Robert auf einem der Monitore erschien. Nicht ganz zwischen die Augen, real aber sicherlich tödlich. Dann wurde weiter am Highscore geschraubt.

    Es war ein typischer Germinal-Tag obwohl es Floral war und man schrieb den 25.05.2011. Heute sollte zum erstenmal ein Robot der Giskard-Reihe ins All geschickt werden und so packte man diesen und den Piloten von Achilles 1, Jean Daladier in das Raumschiff Achilles 3 um beide auf Dreitagestour zu senden, von der es offensichtlich auch mal kein Zurückkommen geben würde, aber sollte diese Geschichte schon heute geschrieben werden? Giskard 1 war darauf geeicht, ja fast schon dafür gebaut, genau das zu tun was man ihm vormachte. Dies und nicht mehr und nicht weniger, nur schneller. Giskard würde das Baguette nicht fehlen, doch der Aufbackautomat machte immer noch schwierigkeiten und der Steinbackofen war eindeutig zu schwer. Der Countdown zum Start beginnt. In der Woche davor hatten die Generalstände übrigens entschieden, die Ares XXV Rakete in Ares 1 umzubenennen, weil es mit dem XXV immer Schwierigkeiten gab, doch lassen Sie uns erst einen Blick auf den Start werfen.

    Es war ein Dienstag und man schrieb den 26.04.2011 und auf der Basis war für den dritten Start des neuen Raketensystems Ares XXV einiges vorbereitet. Heute sollte ein zweiter bemannter Flug stattfinden bei dem der Outrenaut Paul Philidor für drei Umkreisungen der Welt die Erde hinter sich lassen sollte. Die Landung war noch für den nächsten Tag geplant. Der Flugname war unerwarteterweise Ares XXV-3, der Missionsname Achilles 2 und es war regnerisch. Der Countdown zum Start beginnt.

    Es war ein Sonntag und man schrieb den 10.04.2011 und auf der Basis war alles vorbereitet für den zweiten Start des neuen Raketensystems Ares XXV. Heute sollte ein erster bemannter Flug stattfinden bei dem der Outrenaut Jean Daladier für eine Umkreisung der Welt die Erde hinter sich lassen sollte. Die Landung war noch für den gleichen Tag geplant. Der Flugname war passenderweise Ares XXV-2, der Missionsname Achilles 1 und es war bedeckt. Der Countdown zum Start beginnt.

    Es war ein Sonntag und man schrieb den 27.03.2011 und auf der Basis war alles vorbereitet um den ersten Start des neuen Raketensystems Ares XXV und damit den Aufbruch in eine schöne neue Welt zu erleben. Der Flugname war passenderweise Ares XXV-1 und die Sonne schien. Alles war bereit. Der Flug war unbemannt, statt einer Kapsel war ein gleichschweres Gewicht an der Spitze der Rakete untergebracht.


    Tage
    Stunden
    Minuten
    Sekunden

    Die Empereur Eugene-Klasse gibt es noch nicht. Die beiden Hubschrauberträger sind erst in Planung.

    Anielle hatte inzwischen gestanden, sich aus anderer Quelle bedient zu haben, schließlich waren die merolischen Werftkapazitäten nicht immer so ausgeshöpft wie die empirischen und so war es ein leichtes gewesen, vier Träger zu kaufen die zwar umgebaute Tanker waren, ihren Zweck aber durchaus erfüllten. Die Soldaten die gerade darauf angelernt wurden nannten sie zwar Bügelbretter was der Nutzbarkeit keinen Abbruch und die Sache ganz gut beschriebt. Karrikaturen würden sie später als Zinkbadewannen darstellen, auf denen man mit einem Strick ein Bügelbrett verknotet hatte, aber da greifen wir der Geschichte vor.


    Die Augen geschlossen lag die Connetable auf dem Bett und kam mit dem nächsten um die Ecke.


    Wr sollten Mique-Tsao zu einer Militärbasis ausbauen, denkst Du nicht?

    Anielle schluckte in einer Mischaung aus Enttäuschung und Dankbarkeit, hatte sie doch insgeheim vom Titel eines Maréchal général des camps et armées du roi geträumt, was alerdings gar kein Titel sondern ein Amt war und deswegen wäre ein Titel sicherlich das bessere. Etwas was sie einreihte in die Lite der Männer die sie führte, also vielleicht gar nicht so schlecht, vielleicht sogar das richtige.


    Deine Regeln, gute Regeln. Aber mach es bitte auf dem offiziellen Weg und nicht durch handauflegen, lege die lieber woanders hin. Es macht mich ganz ...



    wobei sie immer leiser wurde und ihre Lippen immer mehr dem Ohr der Geliebten näherte um "feucht" hinein zu hauchen


    Wieviel Vetrauen Du mir schenkst.

    Er ist kein Finanzfachmann, er hat nur den Geldspeicher unter sich und der Platz im Gedspeicher ist begrenzt. Robert, also Duroc sagt, dass wir durch den blauen Tod der unsere Alterspyramide nach oben stark verjüngte, Geld wie Heu haben da die bisdahin stets unterversorgten Rentenkassen nicht mehr gepampert sondern geplündert werden können. Dazu haben wir jetzt die Energiepumpen und sind nicht mehr von Importen abhängig sondern könnten sogar Öl exportieren wenn wir das nur wollten. Doch nur soviel dazu. Zu Deiner Frage, Darien hat bislang ungefähr eine Milliarde gekostet, doch die CET und die CEV sind leer* und ich brauche nur ungefähr dreißig für weitere Kipprotor-Wandelflugzeuge, luftlandefähigen Aufklärungspanzer und Hubschrauberträger, das ist alles schon bestellt und teilweise schon geliefert. In der Gegenrechnung ist Darien allein vom Wert des Landes das zehnfache Wert. Tuons la Tirelire, Liebste.



    *siehe Verfassung Artikel 77

    Damit ließ sich das eine Problem lösen, doch das andere bleibt noch offen denn die wirtschaftlichen Annahmen waren leider falsch. Jetzt versuchen wir in den nicht besetzten Gebieten eine Depression zu erzeugen wohingegen auf den besetzten Inseln die Wirtschaft prosperiert. Allerdings…. All das kostet Unsummen und ich mag nicht zum Kan6ler gehen. Er mag ja fähig sein, aber ich habe keinen Draht zu ihm.


    Und die andere Geldquelle, die, die Pahlawan zu kaufen gedenkt, die konnte Anielle jetzt schlecht auch hierfür nutzen.

    Derart geborgen hätte Anielle eigentlich zufrieden sein können, fühlte sie doch die Unterstützung der geliebten Kaiserin und der kaiserlichen Geliebten mit jeder Faser, und doch fing sie bitterlich zu weinen an, war in diesem Moment ganz die verletzliche Frau begangener Märchen, fast so wie jeder Mann mal ein Chauvinist zu sein hat.


    Ich Dich doch auch.


    hauchte sie in den Schoß ihrer Begierde


    Doch will ich von mir aus gut und richtig sein, nicht allein durch Dich. Ich bin kein Schoßhund sondern will auch für Outremer und die Welt ein Seegen sein, durch mich und nicht nur durch dich.


    Es dauerte einige Zeit bis sie sich ein wenig beruhigt hatte, dann hob sie den Kopf und schüttelte sich wie ein nasser Hund und war wieder stark und unbeugsam und jeder hätte es geglaubt, hätte er sie vor wenigen Momenten nicht gesehen.


    Die von Marschall Jourdan geführten Truppen stehen in Darien vor zwei Problemen. Erstens wollten wir die darniederliegende Wirtschaft stärken und so die Liebe der Einwohner gewinnen. Zweitens kommen unsere Luftlandetruppen, vor allem die Panzer die wir von unseren Transportflugzeugen abwerfen stecken in großer Zahl im Schlamm der Schafsbucht fest und müssen sie jetzt der Angriffe dieser Wilden erwehren.Mehrere Panzer stecken kopfüber im Schlamm. Unter anderem der mit dem Marschall.

    Hin und hergerissen zwischen den dargebotenen Leckereien und dem völlig ungewohnten Drang zur Wahrheit wurde Anielles eh schon blasser Teint noch ein wenig weisser, dann allerdings rotschimmernd und voll der Hoffnung, es möge kein Donnerwetter geben.


    Der Konvent, sie vertrauen mir nicht, so kann ich nicht arbeiten. Obwohl wir in Darien nicht so wirklich vorankommen brauche ich dennoch das Vertrauen des Konventes, zwar hauptsächlich Dein Vertrauen, aber auch das des Konvents.


    Sie würde später fortsetzen was begonnen worden war, oder auch davonrennen, je nach der Menge des gefühlten Vertrauens.

    Auf diesem besteht er sicher nicht, gib ihm einen DSL-Anschluss und er lebt im finstersten Loch. Als man ihn damals einsperrte waren Akustikkoppler state of the Art.


    die Stimme der Connetable klang erleichtert, hatte sie doch mehr erreicht als sie zu hoffen wagte. So war es vielleicht an der Zeit, mit noch etwas heraus zu rücken


    Du, Valerie? Ähem...

    Anielle stand auf der Rednerbühne und wartete, dass Ruhe eingekehrt war.


    Ich möchte den Konvent darüber informieren, das die laufende Truppenabordnung an die Compagnie des Orielle-Noir de Neriçe gemäß Artikel 74 der Verfassung nicht verlängert werden wird und folglich auch nicht dem Konvent zum Beschlusse vorgelegt werden muss. Die Truppen werden zum 30. April heimkehren. Zum ersten Mai ordne ich aber die gesamte erste Division, im einzelnen das erste und zweite Füsilierregiment und das erste bis dritte Chasseurregiment an die Compagnie des Orielle-Noir de Neriçe ab. Auch hierfür ist kein Vorum des Konvents notwendig.

    Das hätte er schon einige Male haben können, denke ich. Doch er ist eigenartig, er will freigesprochen werden. Oder zumindest soll das Urteil aufgehoben werden. Eine Begnadigung durch Deinen Vater hat er zerissen. Ich denke er ist nicht mehr der Erzengel der Revolution sondern einfach nur ein verbitterter Mann auf einer einsamen Festung. Wenn ich recht informiert bin, dann ist er der einzige Gefangene von Chateau When.

    Manchmal war die Geliebte so maßlos dumm, dass Anielle sie einfach lieben musste und als Replik für den eben noch gespürten Schmerz gab die Connetable der Kaiserin einen sanften Klapps in den Nacken.


    Antoine Saint-Just, Jean-Antoine um genau zu sein.


    Der Revolutionär den sie nie in Freiheit erlebt hatte weil er einsaß in Château When, seit nunmehr 28 Jahren.


    Mein Bruder.