Übernachtung im Paradies

  • Er fuhr nicht auf dem direkten Weg zum Palais Bariole, sondern legte am Gare centrale einen Stopp ein und kaufte im Blumenladen die gesamten Bestände an roten Rosen auf. Tatsächlich ließ ihn die Palastwache ohne Probleme durch. Selbst die Wache im Palast nickte nur und öffnete die gesicherte Panzerglastür des Haupteingangs. Den Weg zu seinem geliebten Engel fand Jean auch alleine. Links durch die Halle, die große Freitreppe nach oben, einmal um das pompöse Treppenhaus herum. Wieder links halten und kurz an der Doppeltür vor den Gemächern Leonor warten bis der Posten, diesmal ein hübscher weiblicher Leutnant der Gardehusaren, die Tür freigab. Dann war er schon in dem frisch renovierten Flur von Leonors Wohnung. Jean hatte den riesigen Strauß roter Rosen in der Hand, leise rief er nach seinem Engel.


    Leonor?

  • Sein Telefon klingelte. Er hob die Augen... Eine Szene wie im Film. Leonor, rassig, mit ihrem langen seidigen Haar, welches lose über ihre Schulter floß. Nackte Füße und etwas cremefarbenes kurzes als Mantel auf ihren Schultern. Sie trug in der Hand ihr Handy...


    tirirla tirilila


    Leonor lachte auf und verdeckte dabei ihre Lippen.


    Du sollst schleunigst Deinen Klingelton wechseln.


    Sie ging auf ihn zu, ohne den Rosen einen Blick zu schenken.


    Ich habe gerade an Dich gedacht und schon...


    Ihre Augen waren halb geöffnet, wie die Lippen. Zum Abbeißen verlockend, wie ein Früchtchen.Leonor fühlte sich sicher mit Jean. Und trotzdem waren die Momente, in denen er sich atemlos, unruhig und hilflos fühlte. Besonders, wenn sie diesen Gesichtsausdruck hatte. Sie war kein Opfer und keine Kriegerin. Sie war.. Leonor. Konnte er dem Wunsch widerstehen und sie nicht umarmen? Natürlich nicht. Er hatte noch nie eine Beziehung, die so lange dauerte und immer noch glühte, wie am ersten Tag.

  • Wortlos ließ Jean den Rosenstauß fallen und umarmte seine Leonor, suchte ihrem Mund und küßte sie voller Leidenschaft. Mit Leichtigkeit hob er seinen Engel und nahm sie auf seine Arme. Sie wog immer noch nichts, hatte sich aber doch entwickelt. Leonor war eine Frau und was für eine.


    Ich liebe Dich mein Engel, Du musst mir nun befehlen, wohin ich Dich tragen soll. Gerne bis zum Ende der Welt ist.


    Schön schmalzig, aber es kam aus vollem und vor allem liebendem Herzen. Inzwischen kam Jean mit der etwas komplizierten Art seiner großen Liebe zurecht. Vermutlich lag es daran, dass er auf sie zuging, ihr zuhörte und dafür sorgte, dass sie Spaß hatte. Mit keinem Wort hatte er ihre oder seine Familie erwähnt. Aber nun war er hier und hatte die Absicht zumindest diese Nacht, hier im Bariole zu bleiben. Es stand zu vermuteten das Leonors mächtige Schwester nur einen Steinwurf entfernt in ihren eigenen Gemächern war. Was wenn Valerie wirklich unverhofft auftauchte?


    Wo sind wir vor Überraschungen sicher, meine Prinzessin?


    Jean vermied absichtlich die Wörter Kaiserin, Schwester oder Valerie.

  • Leonor lachte leise. Das war ihr erstes Lachen im Palast überhaupt. Sie hatte so viel Angst und Sorgen, dass dieser Wechsel ihn von ihr wegbringt. Dass er sie verläßt. Dass er ihre Krankheit schon leid hat. Dass sie ihn nach und nach vergisst, dass sie keine Beziehung mit ihm führen kann, dass er denkt, dass sie ihn nur ausnutzt... Er sah nur ihre glücklichen Augen und hörte das Lachen. Irgendwie war dieses Lachen mit einer Note der Erleichterung. Ja, er kannte Leonor und dachte nur kurz mit Interesse, was sie sich nun wieder ausgedacht hat, um ihn zu quälen. Sein Engel zeigte nur den Weg mit ihrer Hand. Chloe war eh eine Komplizin und Valerie wird so oder so alles erfahren. Also war Leonor leicht um ihr Herz. Er war ja da, ihr Jean.


    Jean bog um die Ecke und sah die großen schweren Doppeltüre, die Chloe schnell öffnete.


    Ich dachte nicht, dass du mich schon so schnell sehen willst


    Jean hätte bestimmt verdattert auf Leonor geschaut, wenn er es nicht besser wußte. Leonor spürte, wie sich seine Muskeln anspannten. Den Satz erwartete er nicht. Leonor verstand, dass sie sich erklären mußte.


    Wir waren so viel und so lange zusammen.. sie saugte ihre Lippen nach innen. Hast Du nicht genug zu tun? und dann ganz leise Ich würde verstehen, wenn Du ... Jean sah ihre Stirn runzeln und wußte, sie sagt das, was sie denkt und das ist für seine Leonor verdammt schwer. den Abstand von mir haben willst. doch was dann kam, da wußte Jean nicht, ob er weinen, sich über Lenor ärgern oder lachen soll. Ich habe es wirklich versucht, mich vin dir zu distanzieren, damit du es leichter hast


    Und der Blick ihrer Augen sagte ihm, dass Leonor es wirklich ernst meint und auf diese ihre eigene Weise, sich um ihn gekümmert hat. sie hatte quasi Gedanken gemacht, wie sie ihm die Trennung erleichten könnte. Ihre Naivität ihm gegenüber war vollkommen und entwaffnete ihn jedes Mal.

  • Was für ein Empfang. Jean war von dem Anblick mehr als begeistert. Von dem was sie sagte, weniger. Warum sollte er sich von seinem Engel trennen? Gut sie war schwieriger als alle Frauen die er vorher geliebt hatte zusammen, aber sie war es auch Wert. Nicht weil sie eine Prinzessin war und dem Kaiserhaus angehörte. Sie war es Wert weil sie Leonor war, auch ohne Titel hätte sich Jean genauso um sie gekümmert, weil er verliebt war. Verliebt wie man nur verliebt sein konnte.

    Als er sie sanft in den Arm nahm flüsterte Jean in ihr Ohr.


    Warum sollte ich Dich verlassen? Nur weil wir jetzt wieder zu Hause sind und der Alltag uns wieder hat? Ich werde Dich immer liebe und immer für Dich da sein. Egal was passiert.  Du wirst mich nicht los. Solltest Du mich nicht mehr lieben, dann muss ich damit leben. Aber dann musst Du mich aus deinem Leben entfernen. Ich werde nicht gehen. Auch wenn Du nun wieder im Palast wohnst, Serville dein Büro leitet und deine Schwester nebenan wohnt. All das wird mich nicht davon abhalten Dich zu lieben und Dich glücklich zu machen.

    Ich bete Dich an, mein schöner zarter Engel. Und was deine Schwester angeht...  ich denke Valerie hat genug mit ihrem eigenen Leben zu tun.


    Gut das Leonor sein Grinsen nicht sah. Wusste er doch das sein Vetter zur gleichen Zeit bei Valerie war. Vielleicht sogar im selben Schloss. Dieser Gedanke amüsierte Jean ungemein.




  • Nun lag es an Leonor große Augen zu machen. Der arme Jean. Sich ausgerechnet in eine Frau zu verlieben, die selbst davor keine Liebe kannte und nur negative Beispiele wie ihre Schwester, ihre Tante, geschweige ihre Eltern hatte. Valerie stand im Großen und Ganzen nicht besser auf diesem Gebiet.


    Sollte sie jetzt was sagen? schweigen? Seinen Worten glauben? Sie kam sich wie ein Mondfisch vor. Sie füllte sich mit Luft, dann ging die Luft raus und wieder pusteten ihre Gedanken sie kugelrund. Als Leonor dieses Bild vor dem geistigen auge sah, kicherte sie.


    Von der Seite könnte man meinen, sie lachte über Jean und seine Worte, doch er sah diesen Gesichtsausdruck und wußte, dass Leonor ihren eigenen Gedanken zuhört. Alsowar der Kicher nicht ihm zuzuschreiben. Neugierig war er aber auch. Jean wunderte sich immer wieder, welche Flausen und Bilder die Gedanken seiner Liebe produzieren. Manchmal wollte er ihr den Kopf zerbrechen und schauen, was sie vorhat.


    Ich habe nicht vor, Dich loszulassen. Ich habe auch nicht vor, Dich zu vergessen. Ich will, dass Du glücklich bist und Dich wohl fühlst. Ich will nicht, dass Du mit mir leidest, nur, wel Du dich im Zuge.. im Zuge... einer Zuneigung... verpfli...


    Leonor wollte nicht weiter sprechen.


    Egal! Küss mich, ich will, dass Du mich dazu bringst, meine Gedanken zu vergessen. Ich nehme dich, Jean, voll und ganz auf. Und lasse dichauch nicht loooooooosss


    Sie stöhnte von seiner Berührung auf. Es war Feuer in ihrem Körper gefangen, den Jean immer zu entflammen schaffte.

  • Nach einem langen und sehr intensiven Kuß, nahm Jean den Kopf Leonors in beide Hände und schaute in ihre wunderschönen Augen.


    Liebe ist, wenn man alles teilt. Freud und Leid.


    Wieder küsste er sie sanft auf die Stirn. Für Jean war das alles selbstverständlich. In seiner Familie war Liebe, Zuneigung und Verständis zu Hause. Offenbar war es das in Leonors Familie nicht. Er wusste aber nicht genug darüber und wollte es auch diese Nacht nicht herausfinden.


    Ich bin da, wann immer Du mich brauchst und egal zu was Du mich brauchst.


    Vorsichtig begann er seinen Engel auszuziehen. Mit ausgesuchter Zärtlichkeit berührte er jeden Zentimeter der freigelegten Haut.


    Die Welt gehört uns ... und besonders diese Nacht!

  • Ich bevorzuge das Erste! Ich liebe meine Schwester, doch ich werde dich mit ihr nicht teilen.


    keuchte Leonor und vergaß sich in seinen Zärtlichkeiten. Chloe nahm eine Position vor der Tür und schmetterte alle Besucher ab. Dieser Gang war für alle geschlossen.


    Jean


    Sie stöhnte seinen Namen und ihre Schenkel drückten sich um seine Hüften. Sie saugte ihn aus, gierig, unersättlich. Wie sich in diesem Wesen beides in gleichermaßen verband, wunderte Jean immer wieder. Sie war die Reinheit und die Verdorbenheit. Sie machte ihn glücklich und gleichzeitig quälte ihn sie.


    Leonor lernte schnell. Sie mochte sein Verlangen zu zügeln, in die Länge zu ziehen, bis sich Jean nicht mehr kontrollieren konnte. Dann war es nur animalisch und pure Lust.


    Jeaan


    Wie in Trance schwitzten beide Körper, ineinannder verschlungen.

  • Jedes Mal war er von Leonor überrascht und fasziniert zugleich. Sie brachte ihn zum Wahnsinn und in die höchsten Höhen der Lust. Inzwischen verstanden sie sich in ihrer körperlichen Liebe. Ein Geben und Nehmen. Leonor verstand es meisterhaft ihren Jean zur Höchstform zu bringen und als er nahezu erschöpft, verschwitzt und leise keuchend auf Leonor herabsank waren beide im Paradies.

  • Er fühlte sich mit ihr als Mann und sie mit ihm als Frau. Sie erlaubte ihm sie zu begehren, zu schützen. Er erlaubte ihr schwach zu sein. Wenn andere Frauen nach einem Liebesakt sofort in die Dusche schlüpften, liebte Leonor zu sehr, diesen feuchten Film auf ihrem Körper zu spüren und seinen Schweiß zu riechen. Sie ließ ihn nicht aus dem Bett, sondern machte sich bequem unter seinem Arm. Ihr Näschen drückte sich irgendwo in seine Haut und er spürte ihren schnellen Atem, der sich langsam beruhigte.


    Wie wäre es mit einem Gästezimmer, mein Piratenkönig? Ich finde den Gedanken prickelnd, in der Nacht in dein Bett zu schleichen und dich mit den Küssen zu wecken.


    Vielleicht hat Jean noch nicht richtig verstanden, was Leonor damit meinte. Die Anspielung ging viel weiter als nur das alberne Nachtspiel.

  • Jedesmal genoss es Jean, wenn sie sich nach dem Akt an ihn kuschelte. Er liebte ihren verschwitzen Körper, ihren Duft und die wohlige Erschöpfung danach. Zärtlich streichelte er ihren Kopf, dann die Schultern. Dann wurder er hellhörig, als Leonor ihm ein Zimmer anbot. Ein Spiel mit dem Feuer, aber er war mutig genug, sich darauf einzulassen.


    ich muss Dich warnen, schöne Prinzessin, wenn dein Pirat hier vor Anker geht, einen neuen Heimathafen hat, dann wirde er nicht wieder gehen! Dann bleibe ich und nicht nur für eine Nacht!


    Das war ein Heiratsantrag der besonderen Art. Jean hoffte inständig, dass seine Leonor das richtig verstehen würde Er wollte mehr als nur der Pirat für ein paar Nächte sein.

  • Und was wird, wenn ich ja sage?


    Leonor hob ihr Gesicht zu ihm, so dass er ihre Augen sah. Das Licht darin, das Glück, die Liebe. Sie hat ihn sehr wohl verstanden. Jean sah, wie sich ihr Blick veränderte. Der Körper war nicht mehr so nachgiebig.Leonor haderte mit sich selbst. Soll sie soweit gehen oder nicht? Soll sie das ansprechen doer nicht? Vielleicht hat sie Jean mißverstanden und er denkt nicht an eine Heirat. Für Leonor war nur eine Heirat der eins mögliche Weg in eine Beziehung. Sie wußte auch, dass eine Libelei in dieser Art, wie beide jetzt ausüben, nicht ewig dauern kann. Sie sammelte ihren ganzen Mut und... doch sie konnte ihm nicht dabei in die Augen sehen. Nur nach und nach mit den Worten hob Leonor ihren Kopf zu Jean.


    Was wird, wenn ich es will? Jean Custine, willst Du mich, Leonor Beauharnais heiraten, mich lieben und mich ertragen? Du wirst nach unserer Heirat öffnetlich niemals neben mir stehen können. Wirst du soweit gehen und für mich deinen Stolz ablegen? Wirst Du es wollen, dass unsere Kinder nicht deinen Namen tragen? Du gibst so schnell das Versprechen, aber weißt du, was dich dabei erwartet?


    Er spürte ihre Anspannung. Lenor wartete auf seine Antwort. Aus dem Spiel wird nun Ernst.

  • Das war ein Heiratsantrag mit der Keule. Das sie ihn fragen musste, war ihm irgendwie schon klar. Er war nicht in der Position eine solche Frage zu stellen. Dazu war er, wie es Robert schon sagte, zu unwichtig. Er war nicht standesgemäß! Trotzdem kam der erhoffte Antrag wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Zu überlegen gab es da nicht viel. Dazu liebte er seine kleine Prinzessin, seinen Engel, viel zu sehr. Zudem sah er das funklen und leuchten in ihren wundervollen Augen. Ernst schaute er seinen Engel an.


    Ja, ich will! Es gibt noch nichteinmal eine Einschränkung oder ein Änderungswunsch. Du bist die Frau mit der ich bis zum Ende zusammen leben will, mit der ich Kinder haben möchte. Auch wenn sie Beauharnis heißen werden, es sind immer noch unsere Kinder und ich bin der stolze Vater. Meinen Stolz werde ich nicht ablegen, den werde ich noch ausbauen, in dem ich Stolz darauf bin Dich zu meiner Frau zu haben. Stolzer geht nicht.


    Diesmal hatte Jean feuchte Augen. Er küsste seine Leonor voller Zärtlichkeit. Er wusste das es mit Leonor nicht einfach werden würde, aber was wog das gegen die Liebe die er empfand?

  • Leonor schluchzte leise, als Jean dieses Versprechen gab. Er schmeckte ihre Tränen. Sie schmerckte seine Zärtlichkeit.


    Ich will dich heiraten. Ich will Kinder von dir haben. Ich will mit dir alt werden. Und ich werde unser Glück verteidigen, als sei es mein Reich und ich bin dort die Kaiserin.


    Ihre Lippen wurden wund geküsst. Die Hitze übermannte beide und die entfaltete die Leidenschaft. Irgendwann, in einer Pause hörte er...


    Ich werde unsere Liebe offen legen und allen zeigen. Unsere Liebe und unser Glück.


    Die Morgendämmerung brachte die Erschöpfung und den Schlaf.

  • Es war ein sehr unruhiger Schlaf. Schliesslich hatte er gerade versprochen, sein bisheriges Leben vollkommen aufzugeben. Wusste Jean wirklich auf was er sich da einließ? Er kannte seine zukünftige Schwiegermutter nur von Fotos und seine Schwängerin nur von offiziellen Anlässen her. Er war nicht in Kontakt mit der kaiserlichen Familie, wie sein Vetter. Nun kam er sich klein und unbedeutend vor. Obwohl er ein Herzog war, war seine Familie von neuem Adel und wie es Robert gesagt hatte, unbedeutend. Das musste sich ändern! Ganz gewaltig ändern. Er dachte über Roberts Vorschlag nach, in den Krieg zu ziehen und ein Held zu werden. Vermutlich würde sein Engel ihm eine gewaltige Szene machen, aber er musste es ihr sagen. Wieder fiel er in einen unruhige Schlaf.

  • Leonor schlief dagegen ruhig. Sie kuschelte sich an Jean wie ein kleines Kätzchen. Morgen früh war das sein Kuss, welcher sie weckte. Leonor streckte sich und blickte gierig auf seinen Körper. Sie wollte ihn genießen, solange sie es konnte. Jean durfte beim Frühstück zusehen, wie Leonor Chloe kommanfierte. Die junge Dame sprach nicht einmal Leonor an, sondern erfüllte sofort ihre Wünsche, die oft stumm und nur mit einer kleinen Geste geäußert wurden. Zum ersten Mal sah er, wie Leonor ihr Pflaumenmusbrötchen celebrierte. Als er versuchte, ihr einen Tropfen vom Pflaumenmus zu klauen, erntete Jean unverhofft einen bösen, wütenden Blick von Leonor.


    Ich kann dir alles geben, aber nicht das.


    Ihr Finger zeigte auf eine nicht gerade kleine Schale mit dem Pflaumenmus. Chloe machte nur große erschrockene Augen, als Leonor während des Frühstücks sprach.


    Leonor dachte ein wenig und entschied, ihr Verhalten doch zu erklären.


    Es.. es ... nun.. Valerie mag das Pflaumenmus nicht.


    Sprach sie dann schnell und wurde plötzlich rot. Sie verstand, wie kindisch sie all diese Jahre war.


    das Pflaumenmus blieb immer unberührt und das war am Ende des Frühstücks alles meins. Ich durfte die ganze Schale aufessen. Mhhh.... lecker. Uuuund jetzt wirst du straunen. Chloe - Tür.


    Mehr mußte Leonor nicht sagen und Chloe wurde zum Aufpasser. Leonor nahm den Löffel voll mit dem Pflaumenmus und hielt ihn über ihren geöffneten Mund, so dass die bernsteinfarbenen Tropfen in ihren Mund fallen.


    So schmeckt der Pflaumenmus am besten!


    Sie sah Jean triumphierend. Chloe dagegen atmete erleichtert auf, dass das schelmische Verhalten einer so noblen Dame wie Prinzessin beendet wurden.


    Nach dem Frühstück irgendwie komisch, doch beide haben sich wieder im Bett gefunden.

    Anstatt wieder einnander auszukosten, küsste Leonor ihren Jean und strich ihm mit den zarten Fingern über das Gesicht.


    Jean, Du siehst müde aus und deine Augen zeigen mir etwas, was ich nicht verstehe. Und heute Abend treffe ich mich mit meiner Schwester. Wenn Du willst, so kannst Du auf mich hier warten oder wir treffen uns in den nächsten Tagen in der Stadt. Oder wieder hier.


    Leonor war fest entschlossen, mit Valerie über Jean und Verlobung zu reden. Doch sie wußte nicht,. was ihre Schwester dazu sagt. Leonor war vorsichtig und wollte Jean nicht erst Hoffnung machen und dan diese entziehen.


  • Ich werde gleich erstmal in meine Wohung fahren und mich frisch machen. Dann muss ich noch ein zwei Dinge regeln. Ich würde Dich heute Abend dann gerne zum essen einladen, wenn Du magst. Essen bei mir zu Hause. Der Koch wird nackt sein.


    Lachend erhob er sich aus dem Bett.


    Zum Lachen war ihm innerlich nicht so zu mute. Was würde Valerie sagen, wenn Leonor von ihrer Liebe berichtete? Würde sie es unterbinden? Er würde kämpfen. Apropos kämpfen. Das was er erledigen wollte war einen Bekannten im Stab der Connetable aufzusuchen. Ein Bekannter mit Beziehungen. Er würde ihm sicher helfen können, wieder als Offizier reaktiviert zu werden, ohne das sein Cousin eingreifen musste. Denn der hatte sicher nach der Nacht mit der Kaiserin, keinen besonders guten Draht mehr zu Anielle Saint-Just. Vorausgesetzt Valerie Beauharnais hatte Robert Duroc erhört.


    Heute abend 20 Uhr bei mir?

  • Leonor schüttelte den Kopf.


    Ich weiß nicht, wie lange das Gespräch mit meiner Schwester dauern wird. Sie wird es auch wollen, dass ich dann ihr auch abends Gesellschaft leiste. Ich weiß um deine Besitzansprüche, doch erlaube Valerie auch ein wenig von mir was haben.


    Leonor lachte und strich ihm sanft durch das Haar.


    Laß uns morgen den Tag miteinander verbringen. Ich werde um 16:00 Uhr in deinem Bett sein.


    Sie legte ihren Kopf leicht schräg und fügte geheimnisvoll dazu


    Nackt.


    Auch sie war nicht sicher, wie das Gespräch verlaufen wird. Ihre Stimmung war jedoch kämpferisch.

  • Wie Du willst mein Engel. Trotzdem werde ich morgen Abend für dich kochen. Es sei denn mein Essen schmeckt Dir nicht. Dann gehen wir halt essen. Was aber den Nachteil hat, dass man sich dazu anziehen muss.


    Jean lachte und gab ihr einen zärtlichen Klapps auf den Hintern. Für Jean war ihr Popo "Der Arsch einer Göttin!".


    Melde Dich bitte. Ich vermisse Dich jetzt schon.


    Voller Zärtlichkeit küsste er seinen Engel und verabschiedete sich mit einer tiefen Verbeugung, als würde er auf einer Bühne stehen.

  • Lange Zeit hat Leonor zur Tür geschaut.


    Ich hoffe, du verzeihst es mir. Ich werde Valerie zwingen, dich zu überprüfen. Zu deiner eigenen Sicherheit. Zu meriner Sicherheit. Das beruhigt einige Münder. Jean, ich würde gern dich von diesem Chaos und Erniedrigungen schützen. Ich weiß nicht, ob ich es kann. Ich weiß es nicht.


    Leonor seufzte und winkte Chloe.


    Das komplette Programm, Chloe. Ich soll aussehen wie.. wie die Sonne nach einem triumphialen Aufgang. Frisch und natürlich schön.

    Rufe Dr. Beshir und sag ihm, ich fühle mich gut. Dann Cloude,,, er soll sich vorbereiten. Leonor spricht mit der Kaiserin über Jean. Er wird schon wissen.

    Schicke meiner Tante einen Korb mit Früchten, Pflaumenmus und Rohrzucker. Vergiß den Tee mit Himbeerblüten nicht. Danach nimm Dir Zeit bis... bis morgen. Ich werde deine Dienste nicht benötigen. Morgen um 14 Uhr soll mein roter Mustang vor der Tür geparkt stehen. Ich fahre. Was noch? Ach ja. Stell mir eine Flasche Miniralwasser auf den Nachttisch.


    Danach gab sie sich den geschickten Händen ihrer Zofe.

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