Wohnzimmer - geheime Absprachen

  • Als Anielle die Nachricht sah wusste Sie, dass hier keine WhatsWasAuchImmer oder SMS reichte. Weder Ihr noch Valerie, da war sie sich sicher und deswegen machte Sie sich auf den Weg nachdem sie nichts weiter als ein

    20 Minuten

    geantwortet hatte. Dann würde sie landen, egal ob die Hölle einfror.

  • Es waren 18 geworden als Anielle, angekleidet in die schwarz weiße Uniform der Brienne Füsiliere durch die Türe trat die nur wenige überhaupt kannten und noch weniger öffnen konnten wobei der gelbgrüne Zierrat ihres Kolpak hin und her schwankte, war sie doch die letzten Schritte gerannt.


    Meine Kaiserin.


    Begann sie förmlich, verbeugte sich worauf das Federzeugs wieder sein Eigenleben unterstrich und Valerie über das Gesicht strich, nein fast schon streichelte.


    Du batest um meinen Rat.

  • Anielle war schneller als gedacht, so hatte es Valerie so gerade eben noch hinbekommen, sich ein langes TShirt-Kleid überzuwerfen. Ungeschminkt, mit nassen Haaren musste sie aufpassen nicht zu niesen, als ihr das Gefieder ihrer Geliebten die Nase kitzelte.


    Setz Dich mein Herz. Kaffee?


    Auf nackten Füßen nahm sie zwei Tassen und füllte sie gut mit dem köstlichen, aber recht kräftigen Gebräu. Schlenderte dann zurück zum Sofa und nahm neben Anielle Platz.


    Hast Du meinen Auftritt verfolgt? Ich meine den bezüglich der Stiftung. Wenn nicht: hier die Kurzfassung. 


    Valerie drückte den Knopf auf der Fernbedienung und genau diese besagte Stelle wurde abgespielt.


    Ich sehe fantastisch aus!


    Lächelte Valerie schief.


    Aber darum geht es mal wieder nicht. Dieser kleine von mir absichtlich so gesagte Satz beschäftigt Serville und wohl auch einen Teil deines Sicherheitsapparates. Es muss wohl wüste Drohungen gegeben haben. Der gute Claude sieht mich schon im eigenen Blut liegen. Er macht mal wieder das ganz große Fass auf.


    Sie nahm sich einen Schluck Kaffee.


    Von der extremen Linken bis zu den extremen Rechten ein Aufschrei. 


    Wieder lächelte Valerie.


    Jetzt habe ich diese Herrschaften aufgestachelt und sie kommen aus ihren Löchern. Eine Gelegenheit aufzuräumen, findest Du nicht? Zumindest kam mir das in den Sinn als ich die Aufregung darüber hörte. Und da sich das Spektrum der Aufgeregten so breit fächert, wäre es auch möglich das wir einen gewissen Beifang haben, über den wir uns selbst wundern werden.


    Sie dachte an die Andeutungen Fouches über gewisse Kreise innerhalb der kaiserlichen Streitkräfte.


    Was meinst Du zu meinem Plan.


    Diesmal hatte Valerie Anielle überrumpelt. Das war sonst oft andersherum.

  • Hm. Ziemlich gediegen, das gefällt mir. Können wir sie nicht irgendwie aufeinander hetzen? Oder Fälle von gesteuertem Spontanvolkszorn generieren? Und nein, ich hatte es nicht gesehen, Du sahst aber in der Tat sehr gut aus wie ich gerade sehe. Meine Hochachtung. Wenn ich nicht schon in festen Händen wäre ...


    Anielle hatte Kolpak und Dolman angelegt und labte sich grinsend am Kaffee.


    Hast Du das wirklich absichtlich gesagt? Nicht dass es wichtig wäre, es würde mich aber schon interessieren. Wenn ja, dann war es genial. Wenn nein... dann auch


    Nachdem sie sich neben Valerie gesetzt hatte und die erste Tasse Kaffee getrunken war begann sich Anielle ein wenig zu entspannen, fiel der Tag doch langsam von ihr ab.


    Lass uns eine schöne Proskriptionsliste machen.


    Und vielleicht würde sie auch den Kanzler darauf setzen. Vielleicht auch nicht, hier galt es zu klären, wie Valerie zu ihm stand.

  • Kurz stolperte Valerie über den Satz: wenn ich nicht schon in festen Händen wäre. War da jemand anders? Valerie beschloss aber diese Bemerkung auf sich selbst zu beziehen.


    Absichtlich gesagt schon, aber nicht um die Ratten aus ihren Löchern zu locken. Es war eher als Ausrufezeichen gedacht: Hallo so sehe ich mich und in diesem Sinne handele ich.


    Verlegen grinste Valerie. Der Gedanke, dass sie nun eine Gelegenheit hatte um durchzugreifen, kam ihr erst vorhin, als sie mit Serville sprach.


    Mach es Dir doch mal bequem, mein Herz. Dann überlegen wir, wen wir loswerden wollen und vor allem wie? Ziemlich weit vorne, könnte ich mir meine Mutter vorstellen.


    Diesmal war es kein Grinsen, sondern ein herzhaftes Lachen. Tief, kehlig und laut, Valeries Lachen halt.

  • Anielle fühlte, wie sich ein wenig lockerte und allein Valeries Lachen hatte nicht nur dafür, sondern auch dafür gesorgt, dass sich die feinen Härchen an manchen Stellen danach reckten vom kaiserliche. Atem berauscht zu werden. Doch dafür blieb später noch genügend Zeit, jetzt war Zeit für eine Liste die später, sollte sie denn abgearbeitet werden, wohl berühmt werden konnte.


    Die nehme ich auf meine Kappe, schließlich leben wir nicht mehr im dunklen Mittelalter als Muttermörder und Vaterschänder an der Tagesordnung waren. Robsartieren….


    Die Connetable hatte begonnen, die oberen Knöpfe ihrer Husarenjacke zu öffnen und wollte gerade ….


    Hängst Du am Kanzler?

  • Die Frage kam zwar unvermittelt, aber nicht unerwartet. Valerie hatte lange darüber nachgedacht. Letztlich, so das Ergebnis ihrer Überlegungen, war er mehr Lehrer als Kanzler. Zudem belastete sein bremsen, ihre Beziehung zu Anielle und Duroc.


    Nicht sonderlich. Er steht uns im Weg. 


    Das bezog sich auf die Expansionspolitik Anielles, an der Valerie zunehmend gefallen fand.


    Er sollte fallen, aber nicht zu hart landen. 

  • Gut. Persönlich habe ich nichts gegen ihn, er mag seine Qualitäten haben, doch ich bin mir auch sicher, dass er seine Brötchen über der Spüle aufschneidet. Wie redeten über die Position eines Vizekönigs, ich denke, Du meintest ihn, auch das würde passen. Doch bitte ohne militärische Aussenwirkung. Er kann sich gerne um die zu schaffenden Klientelstaaten im Osten kümmern. Den Dattelschändern unsere Kultur nahebringen, von mir aus.


    Die Husarenjacke war gefallen


    Doch nochmal zu Deinem Plan. Du braucht jemanden der das für Dich erledigt und der in den Mediem sowohl den harten Hund spielen kann, als auch den Hass der Proskribierten auf sich ziehen kann. Also den bösen Flic. Dann kannst Du den guten spielen.

  • Anielle sprach genau das aus, was Valerie im Bezug auf ihren Noch-Kanzler vorschwebte.


    Montmorency ist ein sehr guter Lehrer und das sollte er bleiben. Vizekönig wäre ein schöner Titel und wir sorgen dafür das er NUR Lehrer bleibt.


    Natürlich konnte es Valerie nicht lassen, ihre Freundin zu bewundern, die nun in ihrer weißen Bluse neben ihr saß.


    Finde ich zwar etwas feige, mich hinter einem Bluthund zu verstecken, aber ich denke Du hast damit recht. Ich sollte nicht unbedingt, mehr Blut an den Händen habe, als notwendig. Dann kann ich immer noch als Integrationsfigur stehen, hinter der sich alle sammeln können. Hübscher Plan. Aber wer macht den bösen Flic? Fouche? Er ist mir im Grunde zu schade dafür.


    Das stimmte, denn seit dem Gespräch mit ihm sah Valerie Kylian Fouche mit andern Augen.

  • Nun, was hälst Du vom Tribunen Pierre Tartuffe? Er zeichnet gerne Dinge ab die er nicht liest, hat eh einen schlechten Ruf, ist dekadent und korrupt. Nach dieser kleinen Affäre wird der Platz im Tribunal dann frei. Vielleicht für einen meiner trägeren Marschälle die bereits alles haben und nichts mehr zu gewinnen gedenken sondern lediglich Angst haben etwas zu verlieren.


    Anielle hatte einen Knopf geöffnet und sinierte weiter fast schon ernsthaft vor sich hin.


    Am besten werde ich penetrant gegen die Bestallung zum Vizekönig schießen. Dann wirkt es für Ihn wie ein Sieg.


    grinste dann aber spitzbübisch


    Hast Du die Bilder in der Boulevardpresse gesehen? Eine Frau die Dir ähnlich sieht befeuchtet einen Senator?

  • Hört sich gut an, einen solchen Kaspar in die erste Reihe zustellen. Vielleicht könnte man ihm, wenn man ihn nicht mehr benötigt, die selbe Behandlung angedeihen lassen, die er anderen zugemutet hat. Was ein gewisses Gerechtigkeitsgefühl in der Bevölkerung verbreiten würde und unser Ansehen steigert.


    Als Anielle die trägen Marschälle erwähnte, dachte sie an das Gespräch mit Fouche. In diesem Gespräch hatte er von hohen Offizieren gesprochen, die man schon länger hätte entfernen müssen.


    Wenn wir einen Marschall mit diesem Posten betrauen, sollten wir aufpassen, dass wir uns keine Laus in den Pelz setzen. Mir sind Gerüchte zu Ohren gekommen, dass es unter den Marschällen, einen oder zwei geben soll, die anderes mit Outremer vorhaben. Als erster wurde Marschall Brune genannt. Vielleicht sollten wir auch in meinem hohen Offizierskorps mal über gewisse Säuberungen nachdenken, bevor die auf den Gedanken kommen, mich über den Haufen zu schießen. Würde sich gut in die Maßnahmen einpassen, denke ich. Und was den guten Montmorency angeht, können wir uns die Bälle ein wenig zuspielen. Du wütest, ich zaudere und am Ende "siegt" unser guter Etienne.


    Um ehrlich zu sein hatte Valerie gehofft, dass man sie nicht erkennen würde. Das ging bei 99% der Bevölkerung vielleicht gut, aber nicht bei ihrer geliebten Anielle.


    Du meinst diese hübsche Blondine würde mir ähnlich sehen? 


    Valerie lachte.


    Er hatte es verdient! Und er ist noch glimpflich davon gekommen. 

  • Mir süffisantem Blick öffnete Anielle die Bluse um einen Knopf, ließ es dann aber dabei bewenden und fächelte sich, statt dort weiterzumachen wo sie angefangen hatte, erstmal ein wenig Luft zu.


    Dann hat er ja zumindest alles was er sich wünscht und darf es auch noch als Sieg auskosten. Um dieses Gefühl beneide ich ihn natürlich ein wenig, doch wenn ich mei… unsere Agenda abgearbeitet habe, dann …


    Bekomme vielleicht auch ich was ich mir wünsche… doch Anielle sprach diese Worte nicht mehr aus, öffnete einen weiteren Knopf der Bluse, deren Inhalt in den Garten durfte, um dann in einer Mischung aus Schelm und Ernst fortzufahren.


    Ich kann mich gar nicht recht entscheiden.

  • Anielle war wieder zum anbeißen schön. Valerie löste ihren "Turban" und knetete ihre nassen Haare.


    Mir ist, als ob Du etwas auf dem Herzen hast. Was kann deine Frau für Dich tun? Womit kann ich Dir eine Freude machen, mein Herz?


    Sanft nahm sie Anielle in den Arm und öffnete mit der anderen Hand die restlichen Knöpfe ihrer Bluse.


    Vielleicht kann ich Dir bei deiner Entscheidung helfen.


    Verliebt schaute sie in die Augen ihrer Frau. Vorsichtig schob Valerie Anielles Bluse von deren Schultern.

  • Ach Gott, wie wünscht man sich eine Raumstation? Wie rechtfertigt man die Ausgaben von mehreren Milliarden Livre in ein Projekt, dass einen eher ideellen Nutzen haben würde? Vielleicht in dem man einen Finger an die Lippen der Kaiserin führte um diesen, sollte er denn befeuchtet werden, an eine Knospe zu führen die darauf harrte .... Doch erst musste ...


    Ich denke, ich habe zu viele Visionen, sind doch Darien, Anturien, Verdon-Bechar und Pahlawan verlockende Früchte ....


    Sie hatte die Hand längst ausgestreckt

  • Anielles Fahrplan, von Anfang an. Nur das Valerie zulange gebraucht hatte, um dies alles zu verstehen. Dafür schämte sie sich, ein wenig zumindest.


    Mit dem Handrücken strich Valerie sanft über die sich aufrichtenden Knospen und nahm den Finger Anielles genüsslich in den Mund.


    Das sind doch alles Wünsche die Du dir selbst erfüllen wirst. Deine Agenda, dein Plan ... unser Plan!


    Tief schaute sie in Anielles blaue Augen. Ihr Herz schlug zum Hals. Mit beiden Händen umfasste Valerie die wundervollen Brüste ihrer Frau und drückte dann voller Zärtlichkeit ihre entzückenden Knospen zwischen Daumen und Zeigefingern.


    Welchen Wunsch kann ICH Dir erfüllen? 


    Bevor Anielle antworten konnte, drückte ihr Valerie einen langen Kuss auf die Lippen.

  • Robert Duroc

    Hat den Titel des Themas von „Arbeitszimmer von Colonel Serville - Schadensbegrenzung“ zu „Wohnzimmer - geheime Absprachen“ geändert.
  • Du erinnerst Dich an den Zipfel?


    fragte Anielle ganz scheinheilig nachdem Sie sowohl wieder ein wenig zu Atem gekommen war, als auch die Zunge wieder an ihrem Platz war. Und natürlich, es war missverständlich und natürlich aus voller Absicht, meinte Sie doch die kleine Halbinsel, die Péninsule Godemiche nach empirischem Sprachgebrauch, die sich zusammen oder eben mit ihrem König Jean-Ménélas XXIV. dem Reiche angeschlossen hatte nach der Friede von Aston geschlossen ward. Jean-Ménélas war nun einer derjenigen, die im Reiche noch eine Prosition brauchte. Steinreich wie er war und mit einem Stammbaum, der über den Prieserkönig Johannes auf Menelaos zurückging obwohl beides ein wenig windig war.


    Ohne von all dem ein Wort zu erwähnen nahm sie Kopf der Kaiserin zärtlich in beide Hände, küsste sie, diesmal sanft, und übte dann einen leichten Druck nach unten aus.


    Dann lass uns mal überlegen.

  • Ich erinnere mich an jeden Zipfel.


    gab Valerie scheinheilig zurück. Sie gab dem sanften Druck nach und überließ, wie so oft, Anielle das denken, während sie selbst sich für andere, hervorstechende Eigenschaften ihrer Frau interessierte. Mit ausgesuchter Zärtlichkeit bedeckte Valerie den schlanken Hals Anielles mit Küßen, ließ sich ein wenig Zeit, bis sie ihr eigentlichen Ziel erreichte. Ihr vollen Lippen öffneten sich. Sanft nahm sie die kaum zu übersehende Knopse zwischen ihre Lippen. Während sie wie ein Säugling mit der einen Knospe beschäftigt war, wurde die Zweite zärtlich zwischen Daumen und Zeigefinger zusammengedückt.

  • Derart beschäftigt wurde erst das Haar der Kaiserin gestreichelt um ihr dann mit der anderen Hand den Nacken zu umfassen damit dieser, ob er wolle oder nicht, nicht weichen konnte und somit konnte sich weder die eine noch die andere wirklich rühren.


    Um jeden Zipfel zu erobern, nein zu ordnen, oder auch nur, um den Auftrag der Verfassung zu erfüllen, bedarf es jeden fähigen Mannes, Liebste. Du fragtest, womit Du mir eine Freunde machen kannst. Doch gerade um Ant… es würde ihm verletzen.  Beiß mich.

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