Nach dem Frieden von Saint Felieu im Jahre 1764 ruhten die Waffen zwischen dem Empire Outremer und seinem östlichen Nachbarn, dem Guffmanischen Reich zwar und auch die mittleren Provinzen Morven, Moria und Igraine waren dem Reiche gewonnen, doch war der Unterschied zwischen dem gelobten Land Outremers mit seinen friedliebenden, nur manchmal mordenden und nur zu bestimmten Phasen Unzucht treibenden Bürgern und den meist in den Sandstürmen der Le Grand Peut Halbinsel (oqcianisch Grand’p’ut, empirisch Laconien), der sogenannten Streusandbüchse, zeltenden Staubschluckern zu unterschiedlich, um dauerhaft Frieden zu bedeuten. Zudem gab ein immerwährender Wanderungsdruck frenqischer Siedler in Richtung des östlich an Moria angrenzenden Gebietes gar machen Grund zum Zwiste die schließlich in den vierten isfahanischen Krieg zwischen den Guffmanen (wohlbekannter Weise ein Teilvolk der Isfahanen, was den der Empirischen Elite allerdings egal war. „Alles Kasemuffen“ sagt man ja schließlich noch heute im rotweintrinkenden Bildungsbürgertum) mündeten, in welchem die Satrapien Morgaine, Drangiane, Touraine und Sogdiane zusammen mit dem gesamten südlichen Ufer Laconiens nicht nur tributpflichtig, sondern mit den neue Provinzen Dreux und Evreux sogar Teil des Reiches wurden. Diese beiden Provinzen waren somit von 1808 bis 1879 Teil des Reiches, waren dann genau wie die Republik Berry (damals noch in Myrtille und Fraise geteilt) unabhängig aber tributpflichtig und werden erst bei einer erneuten hanebüchenen Gelegenheit in durchaus verbrecherischer aber vor allem burschikoser Weise annektiert. Erst durch den Einspruchs Nordhanges und vor allem Andros wurden die Pläne der Connetable Anielle Saint-Just, neben der Sogdiane, welche ohne jedes Interesse für hegemoniale Interessen war, der Provinz Dreux die zu 88,4 % frenqisch besiedelt war und einigen anderen, kleineren Gebieten, wegen denen niemand einen Panzer abstaubt, auch gleich den ganzen, zumindest marginal berechtigten Anspruch auf die anderen oben genannten Gebiete durchzusetzen, vereitelt. Selbst die Provinz Evreux, wurde nur besetzt aber nicht einverleibt, doch auch hier ist der Einfluss des Reiches im jetzigen Palatinat mehr als zu spüren.

  • Leon kam pünktlich zum Gespräch mit Dr. Beshir. Er verehrte diesen Mann nicht nur als Arzt sondern auch als einen Menschen. Aus diesem Grund war er aufgeregt und neugierig zugleich. Der Offizier der Palastwache brachte ihn zur Arztpraxis, welche eher einer privaten Behausung glich.



    Doktor Beshir, ich freue mich, Sie zu sehen. Es wird mir eine Ehre, mit Ihnen zusammenarbeiten und von Ihnen lernen zu dürfen.



    Leon lächelte unsicher. Die Stimme seines Vi-sa-vis war ernst und der Vorschlag, mit ihm zu arbeiten, kam verdächtig vor. Leon besuchte zwar die praktischen Seminare des Doktors doch er war einer der vielen. War das jetzt vermessen zu behaupten, dass Leon sehr gut war, oder gut genug war, dass Doktor Beshir ihn bemerkt hatte?

  • Das war ein sehr angenehmer junger Mann. Leonor wird seine sanfte unaufdringliche Art gut tun. Seine Kenntnisse waren nicht die schlechtesten und sein großer Vorteil war es, nicht überheblich zu sein. Zu viel Selbstbewußtsein wäre fatal.


    Ich habe eine sehr wichtige Aufgabe für Sie, mein junger Freund. Sie kennen unsere Prinzessin Leonor. Sie braucht eine Unterstützung, einen Freund. Bald wird sie wichtige Verpflichtungen übernehmen und Ihre Majestät befürchtet, dass Ihre Hochheit dabei ihre Gesundheit vernachlässigen wird. Die Aufgabe, die Ihnen zugeteilt wird, wird die eines Beobachters und eines Beraters. Interessiert?


    Ich schaute fragend auf den jungen Mann. Den Eindruck, welchen er auf mich während seines Studiums hinterlassen hatte, zeigte ihn mir als einen klugen einfühlsamen Menschen. Mal sehen, wofür er sich entscheidet.

  • Leon mußte erstmal schlucken. Prinzessin? Es war ein interessanter Schachzug, der seine Karriere nach vorne bringen könnte. Vorsicht ist jedoch die beste Mutter der Porzellankiste.


    Wenn ich Ihr Angebot ablehne, werde ich zu einem Trottel in hren Augen, Doktor. Und das wünsche ich Ihnen und mir auf keinen Fall. Ich werde gern Sekretär Nummer 2 bei der Prinzessin.


    Leon konnte jetzt einen Salto springen, doch am wichtigsten jetzt wäre, nicht breit zu grinsen.

  • Der junge Mann wußte einen guten Eindruck zu hinterlassen.


    Leonor ist jetzt in einem instabilen Zustand und neigt zu den Übertreibungen, was Ihre Verpflichtungen angeht. Jeden Abend benötige ich einen Bericht über ihren Zustand. Hier sind die Zugangsdaten zu Ihrem neuen Account. Schlüsselkarte ist hier. In Ihrem Account finden Sie ein paar Formulare zum Ausfüllen. Sie haben zwei Tage Zeit, mein Junge. Es ist knapp, aber so ist nun mal das Leben. Im Account finden Sie auch die Liste mit den wichtigsten Telefonnummern und darunter wird auch meine Telefonnummer sein. Erreichbarkeiten... Also alle Daten. Die Ordnung herrscht im Palast.


    Ich schob die Unterlagen in seine Richtung.

  • Es war also schon vorbereitet. Leon nahm die Unterlagen, die Schlüsselkarte zu seinem Glück und verneigte sich leicht vor dem Doktor.


    Ich schätze wirklich das, was Sie für mich getan haben, Doktor Beshir. Ich werde Sie und Ihre Majestät nicht enttäuschen.


    Es ist alles gesagt. Leon verabschiedete sich und rief sofort seinen besten Freund an...

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