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Dienstag, 18. Februar 2020, 20:16

Sondierungen

Seit ein paar Tagen bereits werden Satellitenaufnahmen der Insel Urien mit nachrichtendienstlichen Beschreibungen verglichen, Projektionen der wichtigsten militärischen Anlagen analysiert und geographische Brennpunkt in die Musteranalyse gegeben. Letztendlich muss der richtige Zeitpunkt für den Präventivschlag stimmen. Man ist sich nur nicht einig, ob dieser vor oder nach der Landung der Truppen Outremers zu setzen ist. Für Ersteres spricht der geringere diplomatische Fallout, auf den man aber ob der mangelnden Bedeutung einer Art Weltgemeinschaft eh nicht wirklich etwas geben müsste, für Letzteres eine dauerhafte Entschärfung dieser Auslandskolonne des größenwahnsinnigen Livorniens, die durch Konfrontationsstrategien mit Dreibürgen einen nuklearen Krieg provozieren wollen, vor dem sie sich auf ihrem Archipel in Sicherheit wähnen. Die Insel ist an sich ein angenehmes Ziel für die Bombardierung mit biologischen Kampfstoffen, da sie durchaus isoliert von der Küste entfernt liegt und die Erreger nach den Testreihen nicht einmal passiv von den meisten Tierarten weitergegeben werden können, wohingegen sich die Soldaten des Feindes wohl kaum zur Verseuchung des Festlandes entschließen werden, da dies für sie und ihre Verbündeten ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen könnte und sie so diplomatisch in die absolute Isolation segeln würden. Nach dem potentiellen Verlust eines weißes Fleckes auf der Landkarte mit Truppen, die keinem anerkannten Staat die Treue schworen und ein paar Militäreinheiten, die nirgendwo auf der offiziellen Karte auftauchten, krähte dagegen nicht einmal ein Schwarzer Hahn.


Nach der Vernichtung dieses Störfaktors war dann der Weg frei für die dreibürgische Schutzbesetzung des restlichen Landes und der Sicherung ihrer Nordflanke gegen die Feinde des Weltfriedens. Es galt also lediglich zu bestimmen, wann der Angriff auf Urien zu erfolgen hatte.
Das Militärische Mandat Anturien dient zur Zerschlagung der versuchten Einkreisung Dreibürgens durch livornische Vasallenstaaten, deren agressives Auftreten die Welt destabilisiert.

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Mittwoch, 19. Februar 2020, 14:57

Am heutigen Mittwoch hatten die Unruhen innerhalb des Landes das Fass zum überlaufen gebracht und die auf der Insel Urie stationierten Truppen unter der Führung des Generals Leclerc revoltierten gegen den auf der Insel eingesetzten Rärerat. Nach kurzem Kampf wurden die kommunistischen Akteure erst verhaftet, nachdem sich ein unter der Führung Leclerc gebildeter Militärrat gebildet hatte allerdings zum Zwecke einer dauerhafteren Lösung sogleich aus dem Gefängnis zum Richtplatz geführt wo sie unter Ermangelung geeingneterer Geräte mit dem Schwerte enthauptet wurden. Die Köpfe wurden sogleich in die Urische Hauptstadt Upgolo - die inzwischen ob ihres bescheuerten Namens in Neuf-Gor umbenannt worden - gebracht und auf der Stadtmauer ausgestellt. Die zwischenzeitlich von kommunistischen Elementen in Lothander inhaftierte ehemalige Reichsregentin Jade Thrace wurde von einer jubelnden Menge aus dem Gefängnis befreit und sogleich nach Urien ausgeflogen wo sie sich, inzwischen als Oberhaupt der nun als selbstständig erkärten Provinz Urien zur Großherzogin von Urien erklärt. Im ganzen Land kam es zu einer Mischung aus Sommermärchen und Blutrausch, lediglich im hauptsächlich von dreibürgischstämmigen Bervölkerungsteilen besiedelten Gebiet nördlich von Gumbinnen blieb es relativ ruhig. Dieser Landesteil hatte bereits eine Delegation nach Dreibürgen gesendet um sich mit dem Kaiserreich zu vereinen. Morgen würde Jade Thrace eine Rede an die Nation halten. Auf welchem der Schiffe, die sich zur Küstensicherung fast komplett auf hoher See befand, sie dies tun würde war selbst ihren nächsten Vertrauten unbekannt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Robert Duroc« (22. Februar 2020, 23:30)


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Mittwoch, 19. Februar 2020, 19:20

Von solcherlei Entwicklungen weiß man noch zu wenig, denn auch wenn der Nachrichtendienst effektiv und schnell agierte, konnten Ereignisse im Fluss nicht immer so schnell erfasst werden, vor allem da die Ergebnisse von Umwürfen nicht wirklich feststehend waren. Sicher gab es einige Berichte aus der Presse und von einzelnen Beobachtern, doch letztendlich war die Lage zu unsicher, um die Veränderung klar zu bestimmen. Es war nicht einmal erkennbar, ob diese Verwerfungen überhaupt viel ändern würden. Dazu kam, dass der Auftraggeber besagten Nachrichtendienstes eine Gesellschaft darstellte, die von Paranoia, Misstrauen und Bürokratie geprägt war. Sie rühmte sich der besten Nachrichtendienste der Welt und allerlei Expertise, war aber meist nicht in der Verfassung, deren Erfolge und Erkenntnisse effektiv gewinnbringend umzusetzen. Ihr schlimmster Feind war auch kein äußerer sondern die innere Zersplitterung, welche erfreulicherweise die Welt vor den schlimmsten Auswüchsen ihrer skrupellosen Machtpolitik schützte. Das Leben galt es dabei zu achten, aber wenn man den Gegner als sabberndes, wimmerndes Wrack in der Ecke zurückließ, war das mehr als legitim. Natürlich tat man das bevorzugt missliebigen Ausländern an, aber die Jahrtausende an Zusammenleben miteinander hatte eben jene Expertise und Spuren hinterlassen, welche solch feine Gedanken zur Vollendung reifen ließen.

Oh, die Sondierenden waren mit Sicherheit nicht unschuldig, anständig oder harmlos, aber für sie war der Rest der Welt lieber berechenbar ohne Gefahr von Atomkriegen und anderen hässlichen Angelegenheiten, wo man sich zu sehr die Finger schmutzig machen müsste. Also blieb nur das leise Wort oder der schnelle Schnitt. Und Anturien war ein unliebsamer Anlass, egal wer dieses nun regierte. Kommunismus, Kapitalismus, Autokratie, Demokratie, all diese seltsamen Auswüchse der nervigen Ausländer waren bedeutungslos, egal, bestenfalls störend, schlimmstenfalls gefährlich. Jade Thrace war nun auch eine alte Bekannte, die durchgehend negativ aufgefallen war. Sollte sie nun als Entscheidungsfaktor herhalten, so eher als gutes Argument für die Umsetzung des Präventivschlages. Aber noch war die entgültige Entscheidung nicht gefallen, denn niemand konnte mal eben das Chaos entfesseln, dazu misstraute man einander viel zu sehr, um einem allein eine solche Entscheidung zu überlassen. Und nebenher stauten sich die Eilmeldungen, Statusnachrichten und neuesten Erkenntnisse irgendwo in bürokratischen Gängen - die Entscheidungsträger wussten alle Bescheid, aber bürokratische Abläufe waren wichtig, vielleicht konnte man die weniger kluger Konkurrenten ablenken, ausbooten oder gar von solchen Entscheidungen ausschließen. Und wenn am Ende ein Teil der Welt brandte . . . nun, besser als die ganze Welt, nicht wahr?
Das Militärische Mandat Anturien dient zur Zerschlagung der versuchten Einkreisung Dreibürgens durch livornische Vasallenstaaten, deren agressives Auftreten die Welt destabilisiert.

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Donnerstag, 20. Februar 2020, 14:05

Zum Protekor von Urien wurde ein gewisser Etienne MacDonald ernannt der in Anturien gänzlich unbekannt war, in Outremer aber einerseits durch seine Glossen in "Wild und Feucht" bekannt war, in denen er die Sümpfe der Ingraine als Heimat unserer Ahnen anpries, andererseits aber auch den Titel eines Marschalls innehatte der in verschiedenen Kriegen gegen die Kasemuffen immerwährenden Ruhm erworben hatte. Auf seinen Befehl hin wurden die Truppen, die bislang auf Teqel zusammengefercht gehaust hatten in einer Nacht- und Nebelaktion nach Urien gebracht wo sie mit den dortigen Truppen amalgamiert wurden. Die Rede von Jade Thrace wurde verschlüsselt von Corinnis nach Urien versendet und von dieser im Fernsehen vergelesen. Der Volksjubel hielt sich in Grenzen, konnte aber durch massiven Claquer-Einsatz untensiviert werden. Die Marine wurde wie folgt in vier Verbände geteilt:

Westflotte
  • atomgetriebener Flugzeugträger "Königin Schantalle II."
  • 4 Minenjagdboote
  • 2 Patrouillen-Fregatten
  • 42 Hubschrauber

Nordflotte
  • je 1 Hubschrauberträger und Kommando-Schiff
  • Zerstörer "Coeur de Tigre"
  • 2 Patrouillen-Fregatten
  • 42 Hubschrauber

Ostflotte
  • je 1 Hubschrauberträger und Kommando-Schiff
  • 2 Patrouillen-Fregatten
  • 6 Jagd-U-Boote
  • 2 Helikopter-Docklandungsschiffe
  • 2 Hubschrauber

Südflotte
  • 714 beleuchtete Gummibote
  • 3 Strategische U-Boote

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Donnerstag, 20. Februar 2020, 21:15

Und als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen folgt gar nichts. All die Vorbereitungen, all die Mühe, waren sie scheinbar umsonst oder gar vergeben? Oder war das Ganze gar nur eine Finte für jene, die daran glauben wollen? Doch die Beobachtung bleibt bestehen und wenn Mienenspiel nicht unterbunden werden würde, um potiellen Konkurrenten keinen Einblick zu geben, so kommt man doch nicht umhin zu vermuten, dass die unmittelbar Verantwortlichen angesichts der machtvollen Investition fast gelächelt hätten. So als hätten sie nur darauf gewartet, dass man sich entblößt. Anturien selbst ist für Dreibürgen wohl kaum ein angemessener Preis, aber die Nordgrenze zu Zedarien oder gar der Zugang zum Westufer des Asurik . . . Dagegen kann man Anturien alle mal eintauschen, vor allem da man dort auf Jahre in Befriedigungsmaßnahmen verwickelt ist und sich im Schatten dreibürgischer Waffen befindet und dessen Gnaden völlig ausgeliefert ist. Dagegen ist der Süden des Empire samt Kapitol doch weitaus attraktiver als Ziel.


Man mag auch vernommen haben, dass die Kronprinzessin nach Anturien verbracht werden soll, da kann sie dann als neue Kaiserin ihren schmächlichen Sitz nehmen, wenn man die politische Elite in all ihrer Unvorbereitetheit mit aufgeschlitzten Kehlen ihren Zedarier/Kasemuffen zum Fraß vorwirft. Letztere gilt es zu Vertretern und Regenten im eigenen Namen zu machen, nicht nur um das richtige Signal nach Zedarien zu senden, um dieses zu destabilisieren, nein auch um die Restbevölkerung absolut und restlos zu unterdrücken, bevor man sie dann milde "errettet" und eingliedert. So sieht ein guter Tausch aus, das schlecht zu verteidigende Anturien gegen die Beherrschung von Hanar und Einkreisung Zedariens. Da muss man den Kriegstreibern in Outremer ja fast dankbar sein für diese Gelegenheit. So kann man ja glatt auf die Agression reagieren und die Intervention als unvermeidbar hinstellen. Phantastisch.
Das Militärische Mandat Anturien dient zur Zerschlagung der versuchten Einkreisung Dreibürgens durch livornische Vasallenstaaten, deren agressives Auftreten die Welt destabilisiert.

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Freitag, 21. Februar 2020, 14:11

Zur Südflotte ist zu berichten, dass insgesamt 9 der Gummibote bei einem Verbrüderungsfest zwischen der U-Boot Besatzung der J8 Lancelot und lokalen Schönheiten der urischen Inselhauptstadt Neuf-Gor zu Schaden kamen und ersetzt werden müssen. Von Personenschäden wurde nichts berichtet. Für die Medien war dies im Rahmen der zoberfreien Woche von größerem Interesse als die von gewöhnlich gut informierten Kreisen kolportierte Nachricht, die Vertreter Livorniens, Valoriens und Barnstorvias träfen sich mit der Connetable des Empire Outremer auf der Insel Malle d'Oq. Die Radiosender Uriens spielten am gestrigen Tag die Overtüre von Orpheus in der Unterwelt in Dauerschleife. Die Einschaltquoten waren gering.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Robert Duroc« (22. Februar 2020, 23:29)


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Freitag, 21. Februar 2020, 15:21

Derweil kam es zu einem kleinen Kompetenzgerangel bei der Verteilung der Zuständigkeiten für den Angriff oder Nichtangriff oder allgemein zu den Mandaten. Natürlich kann man durchaus zubilligen, dass der Drache mehr als intime Kenntnisse bei biologischen und chemischen Kampfmitteln hat, da die meisten aus seinen Schmieden und Laboren stammten. Doch das allein war nicht ausreichend, um zu begründen, warum er im Rahmen eines Mandates nun als einziges teilsouveränes Völkerrechtssubjekt auserwählt werden sollte, die gleichen Rechte zum Einsatz dieser zu genießen wie die zentralen und hauptsächlichen militärischen Kräfte der Gesellschaft. Zudem war der religiös-ideologische Rahmen nicht gegeben, so dass sich der Schritt an der Grenze zur Ketzerei bewegte. Angesichts der zunehmenden Widerstände und des Umstandes, dass trotz Zusage dem Mandat kein einziges versprochenes Unterseeboot zukam und sich das Oberkommando den alleinigen Zugriff auf die offiziellen Basen sicherte, gelangte einer der vielen Köpfe des Drachen zu der Erkenntnis, nach der vollendete Tatsachen eine nachgängige Legitimation unabwendbar machen würden. Solch eine seltsame Ansicht konnte im kulturellen Klima um den Drachen auch nur ersonnen werden, da dieser einen in seinen Augen sehr gesunden inneren Wettbewerb ohne große Kontrolle ausschrieb. Durch die Jahrhunderte zu groß und unüberschaubar geworden, war der Drache ein Konglomerat aus Waffenschmieden, Energieerzeugern, Aeronautik, Werften, Schwerindustrien, Chemieforschungszentren und allerlei anderen komplexen Industriezweigen, bei denen jede Fabrikationseinheit eigene Vorstände und Verantwortliche besaß und alle zentralen Entscheidungsträger wenig tatsächliche Gewalt besaßen und vielmehr ihre Zeit mit dem Kampf um Stimmgewichtungen verbrachten. Jener Kopf besaß ein gewisses Gewicht in Laboren mit Zellenforschung, Bakteria und Viren, in ballistischen Forschungszentren und im Bau von Tarnkappenbombern. Also verkaufte er dies als Produkttest in einer sicheren Umgebung und gab die entsprechenden Anweisungen.

Und so nahm es seinen - allerdings absolut gemächlichen - Anfang.
Das Militärische Mandat Anturien dient zur Zerschlagung der versuchten Einkreisung Dreibürgens durch livornische Vasallenstaaten, deren agressives Auftreten die Welt destabilisiert.

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