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1

Montag, 16. März 2020, 13:17

Del Laumteilel

Es war 18:47 Uhr als Duroc das Mique-Tsao erreichte und 18:49 Uhr als er sich, ganz voller alter Gewohnheit in der Raucherecke, einer kleinen Dschunke im Hinterhof, wiederfand, dann aber nicht rauchte sondern erstmal mit dem dort rauchenden Hop-Sing, dem stellvertretenden Platzanweiser über vergangene Zeiten und den Po der Bedienung im Wintergarten schwadronierte. El sollte sie haben, da walen sie sich einig und so kam Duloc um 18:59 Uhl an den leselvielten Tisch um sich sogleich an den, durch einen Laumteilel (wie Hop immel so schön sagt) abgeteilten Tisch im Nebenlaum zu setzen wo el waltete ob denn die Abgeoldnete Thelese Caballus auch pünktlich wäle.

2

Dienstag, 17. März 2020, 11:15

Punkt 19:10 Uhr betrat Therese das Restaurant. Eigentlich pünktlich, denn bereits um 18:57 Uhr war sie vor dem Mique-Tsao. Dummerweise rief genau zu dem Zeitpunkt Gerald an. Das war der Tätowierer, den Therese vor kurzem erst kennen gelernt hatte. Besser gesagt kannte sie ihn nur von dem Selfie-Foto auf ihrem Handy, auf dem er, Anielle und sie zu sehen waren. Dieses Foto war entstanden, kurz nachdem er ihr eine kleine Erinnerung, in Form eines Schriftzuges oberhalb des Fußknöchels gestochen hatte, der da lautete: "Petit Arielle mignon". Dieser klitzekleine Fauxpas, der ihm da unterlaufen war, machte nun aus der Connetable eine "kleine süße Meerjungfrau" und deshalb diente das Telefonat einer Folgeterminvereinbarung zwecks Prüfung, ob aus dem "r" eventuell noch ein "n" zu machen war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Um 19:10 Uhr stand Therese also nun im Eingangsbereich des Mique-Tsao und von Duroc war weit und breit nichts zu sehen. <Typisch, lässt mich wohl absichtlich warten.> Schuld war natürlich allein del Laumteilel, aber woher sollte sie auch wissen, dass der Seneschall bereits hinter einer Wand auf sie lauer … wartete.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
Membre de la Convention Nationale

3

Dienstag, 24. März 2020, 16:08

Gegen 19:15 Uhr schickte sich Robert an, sich zu Therese zu gesellen nachdem er eine Bestellung aufgegeben hatte, die dann als baldigst gebracht werden würde. Den gefürchteten braunen Schaukler, einen in Schafsmilch frittierten schrägen Hangnager welcher mit 70prozentiger Schokolade überzogen war wobei die kurzen Beine zusätzlich mit weisser Schokolade überzogen waren, was dem Gesamtkonstrukt ob des im Maule drapierten Straußeneies einen fast schon bizarren Touch verlieh. Doch das würde noch ein wenig dauern und Hop-Sing würde es als „Geschenk des Hauses“ verkaufen. Bis dahin galt es für die Verspätung um Verzeihung zu bitten was Robert uach gerne, allerdings ohne wirkliche Reue tat.

"Verzeiht, Herzogin, ich ließ euch warten. Dies war, obgleich unentschuldbar, dem Staate und seinem Wohlergehen geschuldet. Hat man euch gut willkommen geheißen?
"

4

Mittwoch, 25. März 2020, 21:06

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis einer der Bediensteten kam und ihr den Mantel ab nahm. Trotz mehrfacher Verständigungsversuche gelang es Therese jedoch nicht, dem breit grinsenden Kellner außerdem eine Auskunft zu entlocken, ob Duroc denn bereits anwesend sei.

"Dü Lok? … Dü Lok?", wiederholte der Kellner mehlmals den Namen und zuckte latlos mit den Schulteln: "Dü Lok nit hiel …Dü Lok sein in Bahnhof! Du wollen veleiseln?"

Dies verneinte Therese schmunzelnd und um den armen Kerl nicht noch weiter zu verwirren, steckte sie ihm dezent eine Banknote zu, worauf der Angestellte freudestrahlend davon huschte.
Lange musste sie zum Glück nicht mehr warten, schon ertönte die wohlbekannte Stimme des Seneschalls hinter ihr, der sich Therese mit einer eleganten Drehung nun zuwandte:

"Oh?! Citouyen Duroc. … Gerade sagte man mir Sie seien noch am Bahnhof. … Ich hatte schon befürchtet, dass Sie mich heute versetzen. … Wie schön, dass Sie es doch noch einrichten konnten."

Der Schalk blitzte aus ihren Augen während sie den Seneschall an sah und man sah ihr an, dass sie überaus gut gelaunt war.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
Membre de la Convention Nationale

5

Montag, 30. März 2020, 13:08

"Am Bahnhof? Wer sagte das? Sicher Hop-Sing. Ihr wisst aber schon, dass er keine bekannte Sprache spricht ausser der, die man in Mique-Tsao spricht. Und davon habe zumindest ich nur die Ahnung, dass die Leute von unserem Nachbarkontinet Renzia bei Sprechen die Zähne immer fest aufeinander pressen müssen da es ansonsten nicht genügend Zischlaute gibt und vielleicht auch, weill dann die Luftfeuchtigkeit zu sehr sinken würde."

er hatte sich inzwischen gesetzt und freute sich sichtlich sie guter Laune zu wissen

"Nein, nicht vom Bahnhof, lediglich vom Büro und ich wäre auch pünktlich gewesen, doch dieser Aufzug... Gestern bin ich mit Fabienne, meiner Referentin im Aufzug stecken geblieben und er läuft immer nch nicht richtig. Ich musste eine Anrufe tätigen. Ward ihr schon einmal in Renzia?"

Das nun das, zumindest von Therese nicht nicht bestellte, Essen kam verwunderte ihn nicht so sehr wie seinen Gast*.


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* oder sollte es Gästin heißen?

6

Sonntag, 5. April 2020, 00:47

"Der Angestellte, der mir eben freundlicherweise den Mantel abnahm, meinte nur, dass … Dü Lok noch am Bahnhof sei ...mehr konnte der arme Kerl mir leider auch nicht sagen, aber das spielt wohl auch keine große Rolle mehr, nicht wahr?"

Durchaus bewundernd und bezaubernd lächelnd blickte Therese tief in Durocs Augen. Nicht, dass sie das nicht schon X-Mal getan hätte, bei einer Vielzahl von Männern, worauf sie sich im übrigen nichts einbildete. Allerdings hatte sie in ihrer "Hauptschaffenszeit" als Kurtisane durchaus gelernt, wie sie es anstellen musste um manche Männer um den Finger zu wickeln. Sicherlich gab es dafür kein Allgemeinrezept, doch die meisten Männer mochten es, wenn Frau sie bewunderten und warum sollte sie genau das nicht gerade jetzt tun?

"Nein, bislang hatte ich leider noch nicht Gelegenheit um Renzia zu besuchen, doch sicherlich könnt Ihr mir ein wenig davon berichten … Ich stelle es mir im übrigen schrecklich vor in einem Aufzug gefangen zu sein... was habt Ihr nur angestellt, um dieser schrecklichen Situation so schnell und unbeschadet wieder zu entkommen?""

Therese hing sprichwörtlich an Duroc´s Lippen während sie selbst sprach und gleichzeitig ihr Kinn auf ihre gefalteten Hände abstütze, die wiederum auf den - auf der Tischplatte - abgestützten Armen ruhten. Ihre Aufmerksamkeit galt ganz dem Seneschall und sie wurde auch nur durch ein kleines Detail gestört, nämlich des Servierens des eigentümlich anmutenden Hausgerichtes, welches durchaus einige Verwunderung in Therese hervor rief.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
Membre de la Convention Nationale

7

Montag, 20. April 2020, 09:46

"Sich daraus zu befreien war eine Sache des Willens, nicht in Panik geraten, etwas entspannendes tun und vor allem sich fest vorzunehmen, beim nächsten Mal so ausgestattet zu sein, dass man auch kommunizieren kann. Näheres zeige ich, wenn wir mal zusammen in der gleichen Situation sind."

Robert war durchaus bereit sich um den Finger wickeln zu lassen weswegen er seine Hand auf die Ihre legte, den Mittelfinger kurz streichelte, sich seinen Teil zu diesem dachte und dann den Ring betrachtete ohne allerdings etwas über ihn zu sagen.

"Wir, also das Empire besitzen ja nur eine kleine Exklave in Renzia, das Gebiet von Mique-Tsao. Sie gehörte einst zu Grasonce dessen Gebiet heute zu Barnstorvia gehört welches selbst keine Kolonien unterhält weswegen wir es damals erhalten haben. Doch für viele ist <Kolonien> ein böses Wort. Auch für Sie, Therese? Ich darf Sie doch Therese nennen?"

Wieder streichelte er frecherweise über Ihren Finger und tippte dann auch mal auf den Ring.

8

Donnerstag, 23. April 2020, 11:17

Glücklicherweise war Therese noch nie in einem Aufzug stecken geblieben. Eine Erfahrung auf die sie gut und gerne verzichten konnte, obgleich Durocs Worte fast schon verbindlich wirkten, so wie er es sagte und dabei ganz vertraut ihre Hand streichelte.

"Hoffen wir mal, dass das nie passieren wird. " <Wobei es mich schon brennend interessieren würde, was man da so alles machen kann … >

Mit schelmisch gekräuselten Lippen blickte Therese in Durocs Augen während sie seine streichelnden Finger auf ihrer Hand gewähren ließ. Sie kannte den Seneschall noch zu wenig um einschätzen zu können, ob und wie er diese durchaus vertraute Zweisamkeit für sich deuten würde, welche sie beide gerade im Begriff waren zu ergründen. Allerdings hielt sie ihn für ebenso berechnend wie charmant um anzunehmen, dass es ihm bei diesem Essen nicht nur um das Eine sondern auch um vieles Andere ginge und woraus seine beiläufige Frage wohl abzielte:

"Ein böses Wort, etwa weil eine Kolonie politisch und wirtschaftlich von einem anderen Staat abhängig ist? Nein, diese Abhängigkeit muss ja per se nichts schlimmes für die Kolonie bedeuten und so lange sie nicht ausgebeutet wird. Oder wie sehen Sie …"

Kurz stoppte There in ihrem Redefluss als sie bemerkte wie Duroc sich für ihren Ring interessierte. Und da er sie eben beim Vornamen nannte ergriff nun sie die Initiative, indem sie sanft über seinen Handrücken strich:

"Wenn schon beim Vornamen, dann gehen wir am besten gleich zum "Du" über … Robert! … Mein Ring scheint Dir zu gefallen? … Ein Familienerbstück - der Verlobungsring meiner Mutter."

Erklärte Therese bereitwillig während sie ihre Hand ein wenig drehte und zurück in seine Handfläche legte.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
Membre de la Convention Nationale

9

Mittwoch, 13. Mai 2020, 10:38

"Wir werden es zu verhindern wissen"

sinnierte er, betrachte dann aber ihre Handinnenseite und strich dabei über eine der Linien

"Deine Lebenslinie sagt, dass Du, wie soll ich sagen, manche würden behaupten, es wäre ein Zeichen für ein langes Leben, doch das ist natürlich Unfug, sie zeigt Deine Lebendigkeit. Hier, zwischen diesen beiden Punkten ..."

wobei er auf zwei beliebige Punkte auf der Linie drückte

"Sind wir jetzt und hier, beginnend an der Handwurzel senkrecht zum Mittelfinger, verläuft dort die Schicksalslinie. Reist Du gern?"

Er würde ihr sicherlich gleich aufschwatzen ihn nach Mique-Tsao zu begleiten was natürlich mehrere Gründe hatte. Der erste war offensichtlich und wurde von seinem Knie, welches das ihre berührte, noch unterstrichen. Der zweite war der, dass er keine Lust hatte mit Anielle zu fahren und der dritte war die Gewissheit, sie auf diese Weise zwar nicht fügsam, doch immerhin aus den Kreisen und Fängen Barras zu lotsen. Und sei es nur für ein Wochenende.

10

Mittwoch, 13. Mai 2020, 15:36

Der Seneschall schien ein etwas sprunghafter Mensch zu sein. Eben noch fragte er nach den Kolonien und zeigte Interesse an dem Ring und nun fing er plötzlich an ihr aus der Hand zu lesen. Ob er in Bezug auf Frauen ebenso sprunghaft war? Heute die und morgen eine Andere? Vom Typ her würde sie es ihm zutrauen, denn Duroc schien durchaus gerne zu flirten. Dazu würde passen, dass das Handlesen ein wunderbarer Vorwand war um die Hand einer Frau zu halten und zu streicheln. Aber auch die - wie zufällig - wiederkehrenden Berührungen durch sein Knie könnten ein Indiz dafür sein.

Wie auch immer. Therese hatte schon immer gerne geflirtet und deshalb wich sie der Berührung seines Knie´s auch nicht aus, während sie sich ihm leicht entgegen beugte und ihm interessiert in die Augen sah.

"Hast du das nun aus meiner Hand abgelesen, dass ich gerne reise? … Oder war das einfach nur so eine Frage?"

Leicht verschmitzt grinsend stieß Therese dabei - rein zufällig - mit ihrem Knie gegen das Seine.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
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11

Mittwoch, 20. Mai 2020, 13:20

Wen verwunderte es noch, dass seine Hand schon binnen Sekunden auf ihrem Knie lag, sich dort aber ruhig verhielt, fast schon als sei sie vorsichtig, zurückhaltend oder gar nett? Doch bevor Therese dies noch kommentieren konnte fuhr er erstmal fort.

"Gibt es <einfache Fragen>? Diese stellte ich vor dem Hintergrund einer anstehenden Inspaktionsreise in das Department Mique-Tsao. Solche Reisen wurden in der Vergangenheit weniger zu wirklichen Inspaktionen genutzt sondern eher für verdiente Beamte, oder sagen wir, für die, denen man gewogen war, genutzt um ein wenig auszuspannen. Fernöstlihe Welten. Oder astorische, sollten wir auch Monegasse wieder in die Arme der Zivilisation bringen. Doch was labere ich... Hast Du Lust mitzukommen? Wir bräuchten ein respektables Paar."

12

Freitag, 22. Mai 2020, 12:27

Derartige "zufällige" oder auch "absichtlich beiläufige" Berührungen waren Therese nicht unbekannt, weshalb sie auch keine Miene verzog als die Hand des Seneschalls plötzlich auf ihrem Knie ruhte. Stattdessen sah sie ihm weiter verschmitzt lächelnd in die Augen während sie überlegte, ob Duroc immer so zielstrebig vor ging und was er damit wohl bezwecken wollte, sofern es ihm nicht nur darum ginge eine weitere Eroberung für sich zu verbuchen.

Erst bei der Frage, ob sie mit ihm zusammen die Inspektionsreise antreten würde, stahl sich eine leichte Verwunderung auf ihr Gesicht, denn damit hatte nun nicht gerechnet.

"Wie komme ich denn zu dieser Ehre?"

Fragte Therese ganz spontan und sicherlich nicht ganz unberechtigt, zumal sie ja noch nicht so lange in Ämtern und Würden war als, dass sie sich derer schon verdient gemacht hätte. <Außerdem gehe ich nicht davon aus, dass Robert mit mir "nur" einen erholsamen Wochenendtrip auf Staatskosten plant, oder doch?>

"Wäre Anielle … ehm, ich meine natürlich, … wäre die Connetable nicht prädestinierter für diese Aufgabe? … Oder Prinzessin Leonore vielleicht? Beide sind doch außenpolitisch weitaus erfahrener als ich?"

Was nicht von der Hand zu weisen war, … apropos ... Hand?! …
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
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13

Freitag, 22. Mai 2020, 14:36

"Prädestinierter schon, doch wäre der Beuch durch die Prinzessin eine Nummer zu groß für die Wichtigkeit des Besuchs wohingegen Anielle dahingehend ausscheidet, dass wir nicht beide gleizeitig im gleichen Ausland sein sollten. Die Exekutive stünde blank dar, sollte sich irgendein Fanatiker selbst entzünden ..."
<... und obendrein will ich ja nicht mir ihr ins Bett.> aber das sagte er nicht sondern hob stattdessen kurz seine Hand von ihrem Knie wobei er sie genau beobachtete. Würde sie enttäuscht blicken, so würde es ihm ein Fest sein, wenn sie mitkäme ebenfalls, schließlich liebte er es, dem Senator etwas wegzunehmen wenn er s denn konnte.
"Deswegen dachte ich an Dich. Der Ausgwogenheit[ wegen. Obwohl ich dieses ganze gegendere hasse. Senatoren und Senatorinnen.... Bauernfänger... Bäuerinnenfängerinnen aber egal... es würde morgen losgehen"

14

Freitag, 22. Mai 2020, 15:21

Die genannten Gründen waren durchwegs nachvollziehbar, weshalb Therese kurz anerkennend nickte. Weiter bohrte sie auch nicht nach: <Und warum nun ausgerechnet ich?> … Gäbe es nicht noch genügend andere prädestinierte Begleitpersonen unter den Abgeordneten? <Wie D´Enver, Jussac, Trencavel …Thierry? … > Zugegeben waren alle ein wenig maskulin im Vergleich aber wo stand, dass nur gemischte Pärchen auf Inspektionsreise gehen durfen?

Nicht enttäuscht, aber mit einem flüchtigen Zucken ihres Mundwinkels nach oben nahm Therese des weiteren das Zurückziehen seiner Hand zur Kenntnis. Gut möglich, dass Duroc sich nur im Knie geirrt hatte und falls nicht, so würde sie es sicher gleich fühlen, denn so viele Knie gab es am Tisch ja nicht zur Auswahl.

"So kurzfristig, schon? … Oh je, da muss ich mal kurz meinen Terminplan checken. … Wie lange wären wir denn unterwegs?"

Geschäftig lehnt sich Therese zurück um ihr Handy aus der Handtasche zu holen, welche über die Stuhllehne hing und dabei streckte sie ein Bein etwas aus, wodurch sie - natürlich rein zufällig und völlig unabsichtlich - mit ihrem ihren Schienbein an seinem entlang strich.

Ihre Termine hatte sie selbstverständlich im Kopf und zeitlich gäbe es da keinerlei Probleme. Eher bereitete die Kurzfristigkeit ihr Kopfzerbrechen hinsichtlich der dringlichen Frage: <Du meine Güte, Morgen schon? Was nehm ich da nur zum anziehen mit?>

"Aber ich denke es sollte kein Problem sein. Vorausgesetzt Du gibst mir genügend Zeit, damit ich mir noch ein paar passende Sachen für die Reise besorgen kann."

Bemerkte Therese zuversichtlich lächelnd und immer noch auf ihr Handy starrend, während sie sich langsam wieder nach vorne beugte.
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
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Thierry Barras

Fortgeschrittener

Beiträge: 182

Wohnort: zuvor Balbeq, nunmehr Corinnis

Beruf: Senator

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15

Freitag, 22. Mai 2020, 17:17

In diesem Moment erhielt Therese eine Nachricht einer ihr wohlbekannten Nummer, mit einem sehr eindeutigen Inhalt:
"Morgen: Ganz private Einweihungsparty im Palais Feutre, nur für geladene Gäste, dekadentes Badewasser inklusive. Antworten Sie innerhalb der nächsten 5 Minuten mit "ja" und es gibt ein Extra obendrauf."
Senator Thierry Barras
Herr des Palais Feutre
"Vous avais ma curiosité, mais maintenant vous avez mon attention."

16

Dienstag, 26. Mai 2020, 17:02

NACHRICHT VON THIERRY stand da zu lesen und er hatte es natürlich gesehen auch wenn er nur so ganz nebenbei neugierig war und nicht so starrte wie er es gerne getan hätte. Dieses Arschloch … aber wir würden es noch sehen, dachte er sich und tat obwohl er innerlich aufstöhnte erstmal so als hätte er nichts gesehen. Wobei er die Nachricht eh nicht lesen konnte, aber das nur so nebenbei.

"Es bleibt Zeit genug. Geplant ist die Abfahrt um 09:00 Uhr morgens am Gar de Vanite. Wir fahren mit dem Aerotrain nach Aqab, dort weihen wir irgendetwas ein und haben den Rest des Tages frei. Die Regierungsmaschine geht dann erst am Abend. Wahrscheinlich wieder einer von Anielle Saint-Justs Prototypen, aber egal. Einkäufe können wir, oder Du allein, ganz wie Du magst, dann in Aqab machen. Das geht wohl auf Spesen solange Du Dir keine goldene Rüstung kaufst, aber das erwarte ich nicht wirklich."

Um Thierry Barras würde er sich dann wohl doch kümmern müssen, doch das war natürlich unfair, denn wer wilderte hier eigentlich wo? Aber was im Leben ist schon fair.

"Dann werte ich das mal als Zusage."

Wobei er offen ließ ob er jetzt das Wirken Ihres Knies oder ihre Worte meinte. Sicher würde er sich heute in den Schlaf weinen wenn er denn allein zu schlafen hätte.

17

Mittwoch, 27. Mai 2020, 08:35

Unerwartet und völlig überraschend tauchte auf dem Display eine Meldung auf, mit der Therese nun gar nicht gerechnet hatte. Als sie den Namen las, huschte allerdings sogleich ein versonnenes Lächeln über ihre Lippen. Duroc mochte den Namen ebenfalls erkannt haben, da sie ihr Handy mit beiden Händen in der Mitte des Tisches hielt, doch sogleich lehnte sie sich wieder gespielt entspannt zurück als sie bemerkte, dass Durocs Augen - von dem Ausschnitt ihrer Bluse weg und hin zu dem Display ihres Handys - gelenkt wurden.

Nun hatte Therese in der Tat die "Qual der Wahl": <Eine spontane Dienst-Flirt-Reise mit dem Mann, den ich für die Kaiserin beobachten sollte oder … eine private Einweihungsparty mit Thierry … >

Therese brauchte nicht lange zu überlegen, wenn es darum ging was sie wollte und wo gerade ihre Prioritäten lagen.

"Verzeih bitte. Ich weiß es gehört sich nicht am Tisch mit dem Handy zu spielen, aber da muss ich kurz antworten …."

Mit einem schuldbewussten Blick und einem entschuldigenden Lächeln begann Therese flink (und für ihr Gegenüber unsichtbar) auf dem Handy herum zu tippen während sie gleichzeitig Durocs Worten lauschte. Dank ihrer geübten Finger war die Nachricht in nicht einmal einer Minute versendet und damit nun keine weiteren Störungen mehr kämen, schaltete Therese demonstrativ vor Roberts Augen das Handy aus und steckte es zurück in ihre Tasche.

"So, ab jetzt sind wir ungestört."

Erneut beugte sich Therese zu Robert und dieses Mal lenkte wohl nichts mehr von ihren Augen ab, aus denen heraus sie ihn aufmerksam und mit einem Hauch gespielter Bewunderung ansah. Ihr war durchaus bewusst, mit wem sie es zu tun hatte und was sie eigentlich wollte und das Gleiche würde sicher auch für ihn gelten.

"Nun, wie könnte ich mir die Gelegenheit entgehen lassen, mit dem Seneschall zusammen … "irgendetwas ein zu weihen"? … Und was hat die Reise sonst noch zu bieten, außer das und einem Einkaufsbummel?"

Zitierte Therese den offiziellen Teil der Reise und wie zufällig berührte ihr Knie wieder das Seine während ihr Lächeln und ihre Augen verheißungsvoll und voller Vorfreude strahlten. Ja sie flirtete, so wie sie es gelernt hatte, wenn sie etwas erreichen wollte und ganz sicher wollte auch Duroc etwas bei ihr erreichen, wenn sie sich nicht völlig in ihm täuschte. <Naja für heute belassen wir es wohl besser bei einem gemütlichen Essen, und ein paar Zärtlichkeiten. So einfach bin ich schließlich nicht zu haben und so schnell soll er auch nicht das Interesse an mir verlieren … >

… Aber wer weiß … vielleicht ja nicht heute aber schon bald … könnte es passieren … womöglich nicht so, wie vielleicht geplant oder gar erhofft … aber letztendlich steckt das Leben ja voller Überraschungen, weswegen es so lebenswert ist … oder so ähnlich wie mit dieser Pralinenschachtel …
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
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18

Donnerstag, 4. Juni 2020, 16:57

Anerkennend nickend ob des Ausschaltens des Handys aber auch wegen des meist nur bei Frauen zu beobachtenden beidhändigen Tippens grinste Robert in sich hinein und war schon geruht zu sagen was er sich denn sonst noch so vorstellen konnte, erwähnte aber nicht den harten Sex nachdem ihm eigentlich schon fast sofort war, sondern beantwortete erstmal brav ihre Frage.
"Mique-Tsao bietet natürlich den Reiz des fernen Ostens, eine völlig neue Welt, doch ich war noch nie da. Ich stelle es mir vor wie diesen Laden, allerdings heruntergekommen und mit so ungefähr einer Million Einwohner. Wir werden uns alles ansehen, einen Stadtteil nach Dir... ich meine nach Deiner Wahl benennen und einen nach der Kaiserin. Mehereren Hinrichtungen beiwohnen, Gnade walten lassen und schauen was die örtlichen Steuerpächter so treiben, vielleicht einen von ihnen teeren und federn lassen und dann ein wenig westliche Zivilisation drüberstreuen, ein Regiment dort lassen, dazu mehrere Flugzeugträger - so wollte es zumnidest Anielle - und ansonsten natürlich shoppen gehen. Ich hoffe Thierry hat Deine Nachricht nicht gefallen."

19

Dienstag, 7. Juli 2020, 10:29

<Der Reiz des fernen Ostens. … Ein bisschen wie dieser Laden, … nur herunter gekommen und voller Menschen …>, versuchte Therese sich bildhaft jenes Mique Tsao vorzustellen das Robert beschrieb. Ob die Realität genau so aussah? Sie würden es bald mit eigenen Augen sehen und erleben. Einen kleinen Vorgeschmack auf fernöstliche Speisen bekamen sie schonmal und zwar in Form des "braunen Schauklers", den Hop-Sing just in dem Moment mit einem breiten Grinsen und folgenden Worten auftischte:

"Voilá …Liebel Lobelt Dülok, liebe Flau Kaballus, hiel ist ein Geschenk des Hauses fül sie beide. Es ist unsele Spezialität: del blaune Schauklel. Ist besondels beliebtes Essen in unselel Heimat, weil diese Hangnagel velmehlen sich delalt schnell, dass wir müssen dauelnd essen diese Scheissviechel, sonst sie flessen uns ilgendwann alle Haale vom Kopf. ….Bon appetit!"

Angesichts dieser kulinarischen Opulenz und der Erklärung wurde Therese ganz anders. Das soll ein Nagetier sein? Mit großen Augen starrte Therese verwundert auf das frittierte brutzelnde Schokoladendingsbums und versuchte sich vorzustellen, wie dieser Hangnager wohl in natura aussehen würde. Angesichts der Größe des Tiers verspürte sie allerdings keine große Lust auf ein Aufeinandertreffen in freier Wildbahn.

"Puh! Also DAS sieht so aus, als hätte es locker 30 Millionen Kalorien pro Portion. Na das ist dann wohl die Feuerprobe für unsere Reise, nicht wahr? … Oder hast du so etwas schon mal gegessen?"

Therese begutachtete immer noch skeptische das Essen, doch schließlich wagte sie es und gab eine kleine Portion davon auf ihren Teller. Anschließend reichte sie das Tranchierbesteck an Robert weiter und hakte zu seiner letzten Bemerkung über Thierry interessiert nach:

"Hm, das klang jetzt aber nicht gerade nett von Dir. Du würdest es Thierry tatsächlich nicht gönnen, … ohne zu wissen, was ich ihm geschrieben habe? … Kann es sein, dass ihr Beide euch nicht gerade gut versteht, oder täusche ich mich da? Dann würde es mich allerdings wundern, wie Thierry überhaupt Senator werden konnte. Hast nicht Du diesbezüglich das letzte Wort zu sprechen?"

Diese willkommene Gelegenheit wollte sich Therese nicht entgehen lassen, um ein wenig nachzuhaken. Vielleicht erfuhr sie so ja interessante Details aus Sicht des Mannes, den Thierry am liebsten tot sehen würde - und umgekehrt. Entsprechend gespannt wartete Therese auf eine Erklärung, währenddessen sie mutig eine Gabelspitze voll von dem exotischen Gericht kostete: … Es schmeckt fast so wie es aus sieht - gewöhnungsbedürftig
Therese Cabarrus
Comtesse de Belleville et Duchesse de Bari
Seigneuresse de Château Lafite
Membre de la Convention Nationale

20

Freitag, 17. Juli 2020, 21:24

Robert hatte zwar einen flappsigen Spruch auf den Lippen, zerbiss ihn dann aber und überlegte kurz was er denn eigentlich über die beiden wusste was allerdings schnell überlegt war, denn wirkliche Informationen, ausser der, dass T&T sich getroffen hatte er keine. Vielleicht sollte er sich mit Fouche aussöhnen.
"Das ist schon richtig, doch ist es auch sehr verkürzt, denn ich versuche da etwas zu trennen, vielleicht sogar verschiedenes ..."
<.... wie eure Beziehung, wie auch immer sie denn dann aussehen würde ....>
"So sehe ich im Senator Barras vieles, schwarzes und weisses, so halte ich ihn zwar für einen eitlen, selbstverliebten, bestechlichen und verlogenen ..."
<Schweineficker ...>
"äh... Menschen, doch ist er zweifelsfrei auch brilliant und könnte, wenn man ihn denn ließe ...."
<... und ich werde den Teufel tun ...>
Robert hatte das Tranchiermesser gerade mit der gleichen Inbrunst in den Schaukler getrieben wie er es wohl gerne auch dem Senator angetan hätte, wenn man ihn denn ließe. Ob aus Thierry auch ein solcher Fettspritzer davongemacht hätte? Ein solcher, der ob seines guten Flugverhaltens Therese sicher gleich erreichen würde wenn man ihn denn ließe

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