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Samstag, 30. November 2019, 21:33

Flughafen

Leonor hasste alles, in diesem bescheuerten Flugzeug sitzend, Augen unter der großen Brille versteckend und denkend, man habe sie nie bemerkt und sie den Argusaugen ihrer Schwester, deren Minister und des Seneschals entfliehen konnte. Sie hat sogar auf das Regierungsflugzeug oder auf eine private Fluggesellschaft verzichtet und das Einzige, was sie sich erlauben hatte, war der Platz der ersten Premiumklasse. Vor allem hasste Leonor ihren alten Namen und ihre Schwester, die sie mit einem direkten Befehlserlass aus dem schönen Traum der Freiheit wecken ließ. Leonor verpasste einen heftigen Tritt in den Rücken des Vordersessels, doch sie begann sich nicht besser zu fühlen. In der Zeitung steht nichts geschrieben, dass meine Schwester jemanden umgebracht hatte, um die Krone zu bekommen. Vielleicht steht das noch bevor Leonor konnte sich diese leise Äußerung nicht verkneifen. Sie schläft bestimmt mit dem Seneschal und wartet nur darauf, ihm auch die Krone auf den Kopf zu setzen. Soll diese Krone bloß schief sitzen spuckte sie leise durch die Zähne. Ich werde ihr nur eins vermasseln, sich als liebende Schwester zu zeigen, vor den Augen aller Reportern und Fotokamera. Sie war so wütend, dass sie ihre Brille mit der Spitze des Zeigefingers wieder in die richtige Stellung drücken mußte. Mich damals aus meinem Bett, aus meinem Zimmer, aus meinem Land wegzuschmeißen, das ging ohne Reporter. Wenn meine Schwester denkt, ich habe es vergessen, da irrt sie sich gewaltig. Leonor war heilfroh, dass sie sich allein in diesem Raum befand. So konnte sie ohne Reue und große Vorsicht diese Gedanken zu den Worten machen. Leonor wurde nur kurz abgelenkt, von der Flugbegleiterin, die ihr ein Glas Tomatensaft brachte. Prinzessin schaute kurz auf die junge Dame und erstickte im Keim den Wunsch diese Kuh in Uniform zu erstechen. Sie nahm trotzdem den Saft und warf die Frage gesalzen? Die uniformierte Kuh nickte und wußte nicht, dass sie um ein Haar den Tod entrann. Also gesalzen. Eleonor wußte Bescheid, dass die große Brille und das ganze geheime Hokuspokus nicht funktionierte. Sie wurde entlarvt und wahrscheinlich wartete auf sie am Flughafen eine lange Reihe an Bodygards und schwarzen Limusinen. Leonor war nicht sonderlich begeistert. Eher absolut nicht begeistert. Diese Heimkehr brachte ihr viele schlaflose Nächte, sie hatte Angst. Sie hatte Zweifel und eine Abneigung, denn sie wußte dass keiner auf sie wartet. Leonor hatte gern eine Isabell gespielt, ein Mädchen vom Lande, mit einfachen Eltern, mit einem kleinen Haus. An der Uni wußte auch keiner, dass sie nicht Isabell hei8t. Obwohl auch hier war sie ehrlich. Sie hieß eigentlich Leonor Isabella Anna Marie Helena de Guyenne. Ihre Großmutter sagte immer, dass eine gutes Mädchen soll alles üppig und viel haben. Leonor konnte heulen. Diese Untätigkeit und die Tatsache, dass sie sich unterordnen muß, spielten mit ihr langsam aber sicher ihren Streich. Sie wurde innerlich unruhiger und unruhiger und sprang fast als erste von iohrem Sitz hoch, als das Flugzeug landete. Leonor hat nicht einmal diesen schönen Blick der herlichen weißen Stadt Balbeq genießen können. Schnell folgte sie die Treppe nach unten, um ihre Koffer abzuholen. So viel Gepäck hat sie nicht mit. Man hat ihre Existenz für 5 Jahre ignoriert. Wieder diese Frage erneut. Warum wurde ich benötigt...
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
Seigneuresse de Margaux

2

Montag, 2. Dezember 2019, 00:29

Leonor verließ im schnellen Tempo das Flugzeug und warf die Sonnenbrille in den ersten Müllbehälter. Wie konnte sie so naiv sein und denken, sie würde nicht auffallen. Ja, sie trug keine Kleider von Paul Corrier und keine Stöckelschuhe von Saaraah doch ihre Haltung konnte Leonor nicht verstecken. Ihre Schritte waren elegant, geübt und doch nicht künstlich. Hochmütig nach außenverweigerte ihre Haltung jedem ein Gespräch, Gleichberechtigung und Nähe. Leonor wartete ungeduldig auf ihren Koffer in der Hoffnung, dass sie in Ruhe gelassen wird. Dass ihre Schwester etwas plant, war Leonor sicher, doch was konkrett, konnte sie nicht erahnen. Ihre Vermutungen lagen in einer Spanne von... ein Scherz bis... sie wird mich verhaften, richten und enthaupten. Eins war sich Leonor sicher, ihre Schwester hatte keine Sehnsucht. Der kleine Koffer sauste fast an Leonor vorbei. Leonor schrie kurz auf und wollte schon danach greifen, als drei in den schwarzen Anzügen gekleideten Männer ihr den Weg versperrten und wie auf einen Befehl ihre Köpfe in einer höflichen Verneigung kurz ließen. Leonor habe so einen schnellen Zug nicht erwartet. Die Geste in Richtung ausgang war zu gut zu verstehen. Der zweite hielt schon Leonors Körper und der dritte stand auf ihren Fluchtweg wie ein Erdhörnchen. Also konnte man nicht fliehen, Aufmerksamkeit auf sich ziehen war auch eine zu schlechte Alternative.Leonor nickte und schlenderte langsam zum Ausgang.
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
Seigneuresse de Margaux

3

Montag, 2. Dezember 2019, 11:30

Solange er noch Polizeiminister war, so lange würde er seinen Job machen. Und zwar so, wie ihm selbst gefiel und nicht so, wie es dem Seneschall, diesem selbstgerechten intriganten Arsch gefiel. Das sie sich ähnlich waren tat nichts zur Sache, nein, es verschärfte das Problem sogar noch. Und was er plante, was Duroc plante, das galt es jetzt herauszufinden. Denn die Rückbeorderung der Prinzessin, und damit der derzeitig einzigen Prinzessin von Geblüt, war etwas was schon sehr interessant war. Vor allem da man Ihn, Fouche, nicht eingebunden hatte. Keine Leibwache der Securite, keine Absperrung von potentiellen Gefährdungsherden, keine Festnahme der üblichen Verdächtigen. Nichts. Deswegen war er hier.

"Die kleine Juliette Seiglepain sucht ihre Mutter und kann an der Information im Terminal Delta abgeholt werden."

Knarrte es aus einem der Lautsprecher und wurde sogleich durch den unvermeidlichen Hinweis, man möge doch auf sein Gepäck achten, ergänzt.

Ob sie es verstand? "Juliette Seiglepain", das Kindermädchen Leonors. Ein Insider der vielleicht Ihre Aufmerksamkeit weckte. Wenn nicht, dann gab es immer noch den GPS Sender den Fouche an Ihrem Gepäck hatte anbringen lassen.

Fouche begab sich langsam in Richtung Terminal Delta. Seine Leute beschatteten die, die sie für Leute Durocs hielten. Solange es sein Ministerium gab - und Fouche wusste, dass dessen Abschaffung geplant war - solange würde er alles tun um Schaden vom Staat und seinen Institutionen abzuwenden. Zumindest was Fouche für Schaden hielt. Und für Institutionen.
Kylian Fouche
Ministre de la Police - Polizeiminister

4

Dienstag, 3. Dezember 2019, 21:16

Was? Was hat sie da gehört? Leonor traute ihren Ohren nicht. Seiglepain? Juliette? Vor ihrem geistigen Auge stand die sanfte Figur ihrer entfernten Verwandten, die sich rührend und opfernd um sie gekümmert hatte. Die einzige Person, um welche Leonor die Tränen vergossen hatte. Sie wird schon diesen Mann abschütteln, doch was wird weiter? Ist das eine Aufforderung zu verschwinden oder im Gegenteil, mit diesem Mann den Flughafen zu verlassen.

Sie war sich wirklich unschlüssig. Terminal Delta. Terminal Delta... Plötzlich fiel ihr auf, wie dieser Flughafen gebaut wurde. Terminal Delta war mit vielen Nebenfluren, Türen und Treppen nach oben und nach unten ein reines Labyrinth. Fouche! Vater hat es so gewollt und mit Fouche über die Fluchtmöglichkeiten gesprochen. Leonor war sicher, es war Fouche. Onkel Fouche, auf dessen Knien sie so oft gespielt hatte, während ihr Vater mit dem steif sitzenden Mann Gespräche über die Innenpolitik führte. Valerie würde Leonor in dieses Terminal nicht locken. Und der Seneschal besaß wohl nicht alle Kenntnisse über dieses Gebäude. Leonor beugte sich zu ihrem Stiefel und murmelte etwas, dass die Schnürsenkel .. und sie muß... Eine Familie mit viel Gepäck steuerte in ihre Richtung. Leonor richtete sich schnell auf, schlug mit aller Kraft mit dem Absatz ihres Stiefels auf den lackierten Schuh des schwarz gekleidenen Mannes und lief in die Seitentür des Ausganges. Dabei strich sie ihre Jacke und warf sie auf den Boden, bändigte ihre Locken mit einem dünnen Schal und bog in Richtung Terminal Delta.

Sie war oft als Kind hier und kannte den Flughafen sehr gut. Vater war sehr stolz auf dieses Projekt und brachte seine Tochter oft auf die Baustelle. Das half jetzt enorm. Sie dachte an den Dienstaufzug und Keller, die kleine Seitentür, die Terminale verbindet. Im großen Saal wartete man vergeblich auf sie.

Der Warteraum des Terminals lag im Halbdunkeln, als Leonor endlich da war. Sie sah sich um, bemerkte ein paar Schatten, doch sie hatte jetzt keine andere Wahl. Die steife strenge nach oben gezogene Figur des Polizeiministers gab ihr die Sicherheit, dass Leonor mit ihrer Vermutung richtig lag. Trotzdem beelte sie sich nicht. Ein paar Schritte nach vorn und sie blieb stehen. Fouche, es ist mir eine Freude, die Willkommensgrüße von Euch zu erhalten. Bei Ihnen bin ich mir sicher, sie stammen vom ganzen Herzen. Dass sie vorsichtig war, war selbstverständlich. Ihre Stimme klang fest und entschlossen, ohne einen Zweifel in irgendwelcher Note. Als sei all das geplant gewesen und Fouche nur ein Auszuführender wäre.
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
Seigneuresse de Margaux

5

Dienstag, 3. Dezember 2019, 22:11

Als er sie sah hätte er sie gerne begrüßt, wäre gerne freundlich gewesen doch ein Blick auf seine Smartwatch zeigte ihm, dass dazu jetzt nicht die Zeit war, denn schon waren sie näher gekommen. Sie, die Männer des Seneschalls. So dachte man zumindest, denn dem Seneschall Duroc, Colonnas Nachfolger nachdem dieser beschlossen hatte, dass Blumen züchten auch eine Tärtigkeit für einen Mann sein kann, diesem Duroc traute man viel zu. Zumindest die Medien die ihn verissen. Doch jetzt ... Fouche griff die nächerkommende Leonor und verschluss ihr den Mund mit fast schon eisernem Griff.

"Sch..."

raunte er nur und zog sie in den Schatten der Tür zur Brandmeldezentrale die einen Spalt offenstand während aus diesem Spalt eine Frau trat - so groß wie die Prinzessin, gekleidet wie die Prinzessin - kurz nickte und dann den Weg lief den Leonor gelaufen wäre wenn sie denn nicht auf Fouche getroffen wäre. Wohin? War es wichtig? War sie nicht austauschbar wie die Prinzessin jetzt gerade austauschbar war für einen Moment. Einem Moment in dem so manche Weltgeschichte Kapriolen geschlagen hätte.

Als er die Tür hinter sich und der Prinzessin schloss hörte sie noch die sich entfernenden Schritte der Doppelgängerin die bald schon von den lärmenden, hastig näher kommenden Schritten von mindestens zwei Männern übertönt wurden.

Erst als die Tür geschlossen war nahm er die Hand von Ihrem Mund

"Cui Bone, Großherzogin. Wem nützt es? Ich denke nicht dem Seneschall."
Kylian Fouche
Ministre de la Police - Polizeiminister

6

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 00:36

Es ist genauso wenig relevant, wie die Kopien von Lafot. Ob diese von Sassiet oder von Carrie stammen. Es ist kein Original. Die Antwort, die Leonors Vaters würdig wäre. Damit wollte sie sagen, dass es egal war, wer der Verursacher wäre. Wicxhtig ist, dass das Original keiner besitzt.

Fouche. Wenn du mehr weißt, sag es mir. Du weißt, ich mache mir sehr wenig von der Politik. Es war schon seit Jahaaaaaaaaaaaaaaaaren alles abgesprochen. Ich will nicht mir meine Nerven strapazieren lassen. Weder von meiner Schwester der besten Kaiserin aller Zeiten noch vom Hofregeln.
Leonor war besonders ihrem Vater ähnlich, wenn sie ernst sprach, ohne ironisch zu werden. Sogar die Intoantion ihrer Stimme erinnerte den Minister an diese herrlichen Zeiten. Ihr Blick war wie ein Pfeil fest und scharf auf ihn gerichtet. Nein, so eine Frau läßt sich nicht leicht verdrängen, wenn es ihr Standpunkt wird. Fouche hat das kleine Sternchen schon mehrere Jahre nicht gesehen. Natürlich hielt er Bilder von Leonor und Berichte in den Händen, doch sie vermittelten nicht dieses Bild der Entschlossenheit. Wer sagte, dass Leonor weicher, nachgiebiger und einfacher zu bändigen als ihre Schwester sei?
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
Seigneuresse de Margaux

7

Donnerstag, 5. Dezember 2019, 16:19

"Nicht hier. Nicht jetzt."

Wieder verschloß er ihren Mund mit der Hand und hätte es gerne auch mit dem Munde getan wenn Sie denn nicht die Tochter sondern die Mutter gewesen wäre. Doch das hatte damals nicht sein sollen. Damals... Es tat immer noch weh. Doch bevor er noch romantisch wurde funktionierte er wieder und nahm sie bei der Hand. Eine Hand, zu führen gewohnt, eine Hand die keinen Widerspruch duldete und auch keinen hervorrief.

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Kylian Fouche
Ministre de la Police - Polizeiminister

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